Isolation zwischen Fachwerk & Rigipsinnenwand

01.01.2009



Hallo,...
wir haben vor ca 1 1/2 Jahren im Haus renoviert(en lassen...). Seinerzeit hatten wir absolut null Ahnung, wie mit altem Fachwerk umzugehen ist und hatten parallel dazu die Zeit im Nacken..

Nun wie folgt: Wir haben auf die alten Fachwerkwände eine Lattung oder, nachdem der alte Lehm entfernt wurde, mit was auch immer Rigipsplatten anbringen lassen. Wir wohnen bereits im zweiten Winter mit relativ schlechter Isolierung, was das "Wohlfühlen" doch merklich beeinträchtigt.

Ich hatte nun folgende Idee, die Hohlräume zwischen Fachwerk und Rigipsplatte mit

- Schüttgranulat
oder
- Isofloc

zu füllen um zirkulierende Luft zu vermeiden und den Raum zu isolieren. Isofloc wäre eigentlich mein Favorit, jedoch könnte ich es nicht selber machen (und die Kosten es machen zu lassen wären sicherlich enorm). Daher spiele ich mit dem zweiten Gedanken... Noch zur Info, es handelt sich teilweise um Außenwände, die aber außenseitig noch mit Platten/Klinkersteinen abgedeckt sind.

Jetzt wäre Eure Meinung dazu mal interessant...
Danke & Gruß
Ben



Innendämmung



Ehe Sie über Verfahren zur Dämmung nachdenken, sollten Sie erst einmal den aktuellen Status der Außenwände prüfen.
Dazu genügen einige Blicke mit dem Endoskop hinter die Vorsatzschalen, vor allem in unteren Bereich.
Damit können Sie feststellen, ob Innenluft in den Hohlraum gelangt ist.
Das würde zu Kondenswasserausfall führen.
Ohne Endoskop geht es auch, man schneidet mit der Lochkreissäge Öffnungen zur Kontrolle in den Gips.
Vorsicht mit der Dampfsperre!
Ich will ja nicht unken, aber rein gefühlsmäßig glaube ich, das Sie beim Blick hinter die Schalen eine böse Überraschung erleben könnten, vor allem im Bereich der Grundschwellen.


Viele Grüße



nach ...



so kurzer Zeit habe ich eigentlich die Hoffnung, das da noch nichts "passiert" ist ... von daher würde ich lieber heute als morgen die Arbeiten starten. Eine Dampfsperre gibt es soweit ich weiß auch nicht...

Was wäre denn zu tun, wenn dort tatsächlich sich bereits Feuchtigkeit abgesetzt hat ? Wände stellenweise öffnen und mit nem Warmluftgebläse trocken legen ?

Danke schon einmal für die Antworten!
Gruß Ben



Fachkompetenz



Hier sollten Sie einen kompetenten Fachmann kommen lassen (Einblasfachbetrieb!) und keine Alleingänge konzipieren.
Sie können natürlich bereits einige Sichtungen machen (so wie von Herrn Böttcher bereits angesprochen!!), aber einfach irgend welche Materialien nachträglich einbringen, kann tödlich sein!

Hier sollten präzise Untersuchen hinsichtlich Unterkonstruktion, Aufbaustärken, Installationsebenen, Leckagen usw. erbracht werden.
Wurden die Arbeiten von einem Fachbetrieb ausgeführt oder haben Sie diese nach heimwerkergängigen Gefühl selbst hergestellt?

Viele Fragen, aber ohne eine fachliche vor-Ort-Begleitung wird es sicherlich wieder Murks!
Vielleicht auch einmal eine Thermigraphie organisieren.

Helfende Grüße,
Udo Mühle



Einfache aber gut Isolierung



Hallo Ben,

ich möchte dir nur kurz meine Erfahrung mit Innenisolierung sagen. Ich habe vor einer kurzen Zeit ein ähnliches Problem gehabt, nur dass ich gar keine Isolation hatte noch nicht mal Rigipsplatten. Ich habe mich im Internet schlau gemacht was es für Möglichkeiten gibt und habe auch was sehr gutes gefunden. Es handelt sich um ein neues Patent der Firma Inhemiwa. Das sind Platten die man sehr einfach and die Außenwände tun kann die aber eine sehr großartige Isolation bieten. Ich könnte es dir nur empfehlen auch dies zu machen, da du dir damit viel Geld in Heizkosten ersparen kannst und das du es dir auch selbst machen kannst ohne Fachmann.
Wenn dich das interesiert kann ich dir auch gerne Bilder schicken!
Gruß
Szaki



Da sollte



man ersteinmal eine Ortsbesichtigung mit einem Fachmann vornehmen und den Istzustand begutachten. Dann kann man ein vernünftiges Gesamtkonzept erarbeiten. Und dann entsprechende Massnahmen ergreifen. Vorsatzschalen als Innendämmung sind im Fachwerkhaus äusserst problematisch.
Mal wieder ein Beispiel, dass "man eben fix und günstig" unterm Strich richtig teuer werden kann.
Und von irgendwelchen exotischen "Wunderplatten" kann ich nur abraten. Keine informationen über das Produkt und mit Sicherheit keine Zulassung in Deutschland als Baustoff.
MfG
dasMaurer



@ Szaki



Nichts im Netz gefunden, außer einem Link zu einer ungarischen Firma!

Wenn Du diese Lösungen hier als handwerker- bzw. heimwerkerfreundlich anpreist, würde ich auch dafür plädieren, Dich für die nachher entstehenden Bauschäden verantwortlich zu machen! Aus und basta!!

Deine heimwerkenden Fähigkeiten in allen Ehren, aber solche Hinweise sind einfach "tödlich"!
Wenn Du dies bei Dir so gemacht hast, dann ist es auch Dein alleiniges Risiko.
Und nach Deinem Motto zu urteilen: "Fachwerk erhalten", ist da wesentlich mehr Feingefühl und Fachlichkeit gefragt.

Grüße nach Ungarn?

Udo Mühle