Dünne Wände

19.07.2009



Guten Tag,

wir haben vor kurzem ein Haus aus dem Jahre 1960 gekauft.
Ist in einem guten Zustand und es ist nichts zu bemängeln außer das es eine Doppelhaushälfte ist und die Trennwand zu den Nachbarn wahrscheinlich nur 12cm dick ist. Die ist nicht mal eine richtige Tragende Wand.

Man hört die Nachbarn ziemlich gut was natürlich störend ist.
Sozusagen könnte man sich durch die Wand mit dem Nachbarn unterhalten.

Nun wollte ich fragen ob es irgendwelche Schall-Dämmplatten gibt. Oder vieleicht hat ja jemand dieses Problem schon irgendwie lösen können. Man könnte noch eine Wand davor mauern aber dies ist mir zu viel Arbeit.

Bedanke mich schon mal für eure Antworten.

Mit freundlichen Grüßen

Weiler



möglicher Weise



könnte eine Vorsatzschale Trockenbau die Situation verbessern. Informationen gibt es bei den herstellern (z.B. Fermacell, Knauf, Rigips,...).



Da



bleibt als einzige vernünftige Möglichkeit nur eine Vorsatzschale, die weich mit dem übrigen Bauwerk verbunden wird. Damit lässt sich eine gewisse Verbesserung erreichen.
Wirklich effektive Massnahmen würden einen gewaltigen Aufwand erfordern.
Aber Vorsicht bei Häusern aus den 60er Jahren, halbsteinige Wände sind in der Regel tragend. Das waren meist Siedlungshäuser, die in vielfacher Ausfertigung gebaut wurden und eine Typ-Zulassung hatten. Damit lohnte sich der statische Nachweis der Wände und fast alle tragenden Wände sind nur 11,5 cm stark.
MfG
dasMaurer



Dünne Wände



Hab hier etwas gefunden das viel einfacher zu montieren ist:

http://www.schalldaemmung-aixfoam.de/cgi-bin/shop/appsh.cgi?LID=de&usessl=n&shcat=1&SH_ELID=de&CUSTMAIN_ID=7348&ART_ID=35&ART_ID=35&FUNC_ID=8005

Das mit der Vorsatzschale hört sich gut an, vieleicht macht mein Nachbar auf seiner seite das gleiche. Dan müsste man ja eigentlich nichts mehr voneinander hören, außer natürlich lautes hämmern da Boden/Decke aus einem guss sind.



Schau mal hier nach



Diese Schaumstoffgeschichte überzeugt mich nicht sonderlich.
http://fermacell.xella.de/html/deu/de/fermacell_trockenbau.php
unter 3.11 Seite 20/21



..



Zu schön um wahr zu sein. Die platten sind nur 1,8 cm dick, wie kann den so eine Platte 80 dB dämmen.! Nichtmal 8cm Wolle mit Rigips platten dämmen 60 dB.



Eine



Wand davor mauern wäre aber die effektievste Lösung oder ?



Eine



massive Wand kann zu statischen Problemen führen. Schalltechnisch gesehen wird eine Vorsatzschale, die weich an die vorhandenen Wände und Decken angeschlossen wird, sogar bessere Ergebnisse bringen.
MfG
dasMaurer



Dan



werde ich eine Vorsatzschallung machen, hat den schon jemand Erfahrung wie gut soetwas dämmt? Die Trennwand zu den Nachbarn ist eine Ziegelwand 11,5cm wen da jetzt von einer oder beiden Seiten eine Vorsatzschallung wäre wie viel würde das bringen ?



Wie man



Schall wahrnimmt ist sehr subjektiv und kann aus diesem Grunde nicht wirklich neutral beschrieben werden. In den Tabellen für die Vorsatzschalen stehen aber dB Werte, die die Konstruktionen vergleichbar machen und die durch einen fachmann oder eine Fachfrau einen Vergleiuch mit den gültigen geforderten Schallschutzwerten möglich machen.



Vorwand aus Stroh



-gibt es tatsächlich als fertige Platten in 800 mm breite und Raumhoch d= 58 mm, mit Lehm verputzen
Alternativ Hanfwolle auf Wand und Vorsatzschale mit Lehmplatten beplankt



--



Dämmen die Naturbaustoffe den Schall denn genauso gut wie Steinwolle und Glasswolle?
Wir haben in der Decke Strohplatten, aber ob die etwas bringen kann ich nicht sagen.



Entscheidend



für die Wirkung einer solchen Konstruktion ist der Aufbau aus verschieden festen Materialien in mehreren Lagen. Massive, schwere Wand(vorhanden), weiches Material, wobei die Dämmwirkung bei schwererem Material besser ist, zum Beispiel Hanfdämmung oder Steinwolle gegenüber der normalen Glaswolle und dann wieder eine massive Platte, ob nun Lehmbauplatte oder Gipsplatte. Wichtig ist die Vermeidung grösserer Hohlräume, damit keine Resonanzwirkung entsteht.
MfG
dasMaurer



Das mit den größeren Hohlräumen



kann man so nicht stehen lassen. eine ganz für sich stehende Wand, also ohne Verbindung zur bestehenden zeigt abgesehen von den Schallnebenwegen eine gute Dämmwirkung durch den "Hohlraum".



Wenn



dieser hollraum mit Wolle ausgefüllt ist, würde das dann nicht besser werden?



Aber



ich kann nicht glauben dass wenn ich eine Mauer aus Porenbetonsteinen davor mauer der Schall nicht so gut gedämmt wird wie mit einer Vorsatzschale.



Glauben ist die eine Sache



massive Wände dämmen andere frequenzen ab wie Leichtwände. Außerdem verhalten sie sich bei der Flankenübertragung der Schallwellen anders. Die Fuge zwischen den beiden gemauerten Wänden soll frei bleiben (keine Mörtelbrücken, sonst kann man sich die Arbeit sparen). Wird die Fuge mit Dämmmaterial gefüllt, muss dieses Material bestimmte Bedingungen erfüllen um eine Schallübertragung zu minimieren.