Aufputzdämmung bei altem Bauernhaus

12.05.2004



Hallo,
ich bin seit einigen Jahren Eigentümer eines 100 Jahre alten Bauernhauses. Dieses habe ich selbst renoviert und bewohne es seitdem auch. Das Haus hat ca 60 cm dicke Außenwände aus Bruchsteinmauerwerk. Außen hat das Haus sehr schöne Sandsteineinfassungen (Fenster, Türen, Sockel, Hausecken etc.). Nun möchte ich gerne die Dämmung verbessern, stehe dabei aber vor dem Problem, dass eine Vollwärmeschutz aus Styropor (min. 10 cm dick) dazu führt, dass die schöne Optik verloren geht.
Gibt es Möglichkeiten, eine halbwegs effektive Wärmedämmung zu erreichen und gleichzeitig die Ansicht des Hauses zu erhalten ?

Vielen Dank im Voraus

Achim Niklasch



?????



Jetzt musst du hier mal erklären, warum man eine 60cm dicke Wand dämmen muss.





schliesse mich dem Jens P. an.

Ist das Gebäude rundum mit einer 60 cm breiten Mauer versehen ? Ist es so kalt und ungemütlich ? Ein paar Zusatztinfos wären nicht schlecht.

Bei meinem Haus ist nur eine Wand, die auch 60 cm breite Wände hat, darüber und die nächste Wand ist leider nur 24er Lehmflechtwände, da werde ich was tun, wenn ich Geld habe.

Kann es sein, dass "nun mal gedämmt werden muss, weil das ja ein Altbau ist" ? (= Weisheit derjenigen, die die Auffassung vertreten, dass diese Energieeinsparverordnung auf jeden Fall einzuhalten ist, weil ansonsten sonstwas passiert).

Ich bin übrigens kein besonders militanter Vertreter alternativer Ansichten, habe bloss wenig Geld und kann vieles, das komfortabeler wäre einfach nicht finanzieren. Und genau diese Tatsache ist es, die mich vor grösseren Schäden bislang bewahrt habe. Allerdings habe ich da erst erkannt, seitdem ich dieses Forum entdeckt habe.

Herzliche Grüsse aus dem Harz von Doris Möller









Hallo,

die dicken Wände aus Bruchsteinmauerwerk haben tatsächlich eine sehr schlechte Dämmwirkung. Die Dicke der Wände trägt wenig zu einer besseren Dämmung bei.
Auf der Seite
http://www.ziegel.at/main.asp?content=technik/waerme/waermele.htm
ist die Wärmeleitzahl für Sandstein mit 2,00 angegeben und damit ähnlich schlecht wie bei reinen Betonwänden.
Tatsächlich sind die Wände innen im Winter sehr kalt. In Verbindung mit den hohen Decken (ca. 2,80m) ergibt sich deshalb ein recht hoher Heizbedarf.

Das Kälteempfinden ist somit nicht "nur" subjektuiv, es ist wirklich kühl.

Gruss
Achim Niklasch



Temperierung



Im Sommer sollten die Wände doch aber auch kühl sein, oder?
Wie war das Klima in deinem Häuschen im letzten Supersommer?
Angenehm oder eher nicht?

Ich tippe hier als Laie einfach mal:
Deine schönen dicken Wände haben eine sehr grosse Wärmekapazität und brauchen eine Ewigkeit um sich im Winter von innen zu erwärmen. Darum fühlen sie sich auch kühl an.
Ich glaube nicht, dass sie kühl sind, weil sie die Wärme schnell nach draussen ableiten.

Möglicherweise hilft hier eher eine Wandtemperierung (Heizleiste, Wandheizung...).

Mal hier im Forum danach suchen.



habe mal oben rechts die Suchfunktion aktiviert:



Gib dort mal "Bruchstein" ein, ist echt klasse, was da zum Vorschein kommt :-)) !!

Oder gehe mal auf "Mitglieder" und suche mal die Esther Schneider oder Herrn Dahlbüdding raus, die haben schon Erfahrungen gesammelt und sind bereit, diese weiter zu geben.

Viel Erfolg und bei Gelegenheit vielleicht mal eine Nachricht, wie es nun weitergeht.

Recht schöne Grüsse aus dem Harz

Doris



Innendämmung



guten tag achim niklasch
wandtemperierung oberflächenwärme geht mit pawatex-platten und lehmputz
aber vorsicht der Aufbau muss kontaktschlüssig verbunden bleiben (ohne luft)
im internet unter www.claytec.com
arbeitsblatt 3.3 Innenschale aus dämmplatten

mit zimmerlichem gruß
andreas vollack
aus hann.münden