Waagerechte Schlitze -Stabilität noch gewährleistet?

25.12.2013 Klein-Friedel



Oha, mit Grauen habe ich Beiträge über waagerechte Schlitze gelesen und frage jetzt wohl besser hier mal nach....
leider habe ich in Foren gelesen, nachdem ich die waagerechtere Schlitze gezogen habe *schwitz*... Wir haben eine 50 cm Dicke bruchsteinwand, sowohl innen als auch außen aus zwei Reihen Bruchstein massiv gemauert. Da ich nicht die wände heizen wollte habe ich isolierte heizungsrohre genommen und dementsprechend neben 2cm Putz auch ca 5-6 cm des Mauerwerkes waagerecht weggestemmt. Muss ich mir jetzt Sorgen machen? Besser Heizungsrohre wieder raus und schlitze mit Beton verspachteln?
danke für Eure Hilfe!!,!
tom



Selbstverständlich



... muss das Gelände unverzüglich im Drei-Meilen-Bereich evakuiert und abgesperrt werden um eine kontrollierte Sprengung Deines Hauses zu ermöglichen...
^... Spass beiseite... dass das eine dumme Idee war, ist Dir ja inzwischen selbst klargeworden, insbesondere im Zusammenhang mit der angedachten Innendämmung... da muss niemand mehr drauf rumreiten... akute Gefahr scheint nicht gegeben zu sein, endgültige Gewissheit dazu und darüber wird aber nicht via Forum zu erlangen sein...

Bitte frage bei künftigen Aktionen VORHER nach...

MfG,
Sebastian Hausleithner



Danke!



Das mit dem VORHER nachfragen werde ich HIER tun. Einen Installateur hatte ich gefragt, der fand das in Ordnung.
Wie finde ich denn raus, ob Gefahr besteht?
Danke nochmals!
Tom

Ps: würde es Sinn machen, hinter den Rohren - soweit es eben geht - alles mit Mörtel aufzufüllen, so dass die Rohre so gerade eben noch unter dem Putz verschwinden?



Für



... eine statische Berechnung ist ein, nunja, Statiker der richtige Ansprechpartner... ob überhaupt und ggf. welche Maßnahmen erforderlich und sinnvoll sind, kann aus der Ferne nicht seriös beantwortet werden...

MfG,
Sebastian Hausleithner



Das alles ...



... ist in den entsprechenden DIN-Normen bis in´s Kleinste geregelt, z.B. in der DIN 1053-1 (Mauerwerk, Berechnung und Ausführung), aber auch in der DIN 18015-3 (Installationszonen + Vorzugsmaße). Die sollte der entsprechende Handwerker kennen und auf Verlangen auch mal ausgedruckt zu Ihrer Beruhigung mitbringen. Auskünfte von Handwerkern sind mit Vorsicht zu nutzen; es ist schnell etwas dahergesagt, vor allem, wenn niemand für die Konsequenzen haftet.

Wenn Sie selbst daran gehen, sollten Sie sich die DIN-Normen (kostenpflichtig) besorgen, als Handlungsanweisung oder sich ein gutes MAuerwerk-Konstruktionsbuch zulegen (wäre preisgünstiger)

Allerdings gelten die DIN-Normen nur für bauaufsichtlich zugelassenen BAustoffe, deren Verhalten kalkulierbar bei derartigen EIngriffen beurteilt werden kann. Eine Bruchsteinwand ist es nicht, zumal Sie Schlitze in diesen Wänden i.d.R. nur mit größeren Kollateralschäden herstellen können, was die Tragfähigkeit weiter herabsetzt.

Wenn die Wand nicht ordentlich im Verband gemauert ist, sondern nur mit Lehmmörtel, zweier äußerer Schalen und einer inneren "Schutt-Schüttung" würde ich generell die FInger von solchen Aktionen lassen.

Die Heizungsrohre sollten dann aufputz und am besten auf einer Innendämmung geführt werden. Schlitze in Bruchsteinmauerwerk zu stemmen ist ja auch nicht besonders lustig ...



Leider....



.... Im Moment zu spät, da schlitze schon drin. Ich habe sie Mit der großen flex mit diamantscheibe scheibchenweise vorgeschlitzt, dann die "Plättchen" rausgebrochen. Größere lateralschäden hatte ich nicht, nur an zwei Stellen, die ich sofort mit betonmörtel ausgefüllt habe.
Ich wollte Sie eh noch letzte Woche angerufen haben, aber weihnachten..... :-)
Ich werde versuchen, Sie nach den Feiertagen anzurufen, dann können Sie mir ja auch sagen, was Sie für eine Beratung "vor Ort" verlangen.
Bis dahin schonmal vielen Dank für die Hilfe an Alle und ein paar besinnliche tage noch!

Liebe Grüße
Tom