Vorsatzschale aus Ytongstein vor Außenmauer

19.09.2016 Hans Peter



Hallo, ich habe eine Vorsatzschale aus Ytongstein vor eine Außenmauer gesetzt. Die Vorsatzschale ist ca. 5cm von der Außenwand entfernt. Der 5cm Spalt ist nicht gedämmt, dort verlaufen Elektroleitungen und Heizungsrohre(gedämmte)
Die Vorsatzschale ist ca. 7m lang und ca. 1m hoch.
Oben drauf kommt das Fensterbrett.
Vor der Vorsatzschale sind Heizkörper.

Die Yutongmauer wird noch verputzt und mit Handelsüblicher Farbe (Dispersionsfarbe) gestrichen.

Die Außenmauer ist wie folgt aufgebaut:
Fichtenbretter ~3cm
Mineralwolle ~5cm
Fußpfette ~ (weiß das Maß leider nicht 20cm vielleicht)
Dampfbremse
Spanplatte ~2cm

weiter für den gesamten Aufbau
5cm Luftschicht
Yutongmauer 5cm
Putz
Feinputz
Farbe

Laut u-wert Rechner besteht kein Problem mit Feuchtigkeit und Schimmel.
Allerdings ist der Wandaufbau nicht durchgängig gleich...

So liegt die Fußpfette z. B. nicht durchgängig auf der gemauerten Außenmauer auf sondern "schwebt" ca. 4m lang bis sie abstützt wird. Dort wo sie schwebt wurde nachträglich im Zuge eines Umbaus ein Holzboden eingesetzt. Hier wurde unter der Fußpfette mit Mineralwolle ausgedämmt.

Alle Bereiche in denen Mineralwolle eingesetzt wurde wurden mit Dampfbremse abgeklebt/abgedeckt.


Meine Frage nun. Sollte ich in die Yutongmauer bevor ich das Fensterbrett setzte Lüftungsgitter einsetzten damit die Luft zwischen der Vorsatzschale und der Außenmauer zirkulieren kann?
Wäre das auf jeden Fall der sichere Weg um Schimmel zu vermeiden?

Ich habe bei der Vorsatzschale irgendwie immer den Schrank vor der Außenmauer im Kopf hinter dem die Luft schlecht zirkuliert und es anfängt zu schimmeln.

Was meint ihr?



ich hab vergessen



zu schreiben das dort wo es möglich war auch oberhalb und unterhalb der Pfette gedämmt wurde. Dämmschicht dann so 16-20cm genau weiß ich es leider nicht.

Ich habe alle Bereich in denen Dämmwolle eingesetzt wurde kleinlichst mit der Dampfsperre abgedeckt und abgeklebt.



Kritisch



Bei diesem Aufbau entsteht bei mir Kopfschütteln.
Bauchschmerzen machen sich breit, da es auch lt. dieses Rechners sicherlich keine allzu lange bauphysikalische Funktionalität geben wird.
Würde diesen Aufbau ganz einfach mal einem Baubiologen zustellen und prüfen lassen.



Hallo Peter,



leider muss gesagt werden das der von Dir gewählt Aufbau sehr risikoreich ist und förmlich nach Bauschaden riecht.

Der richtige Weg Schimmel zu vermeiden wäre eine kraftschlüssigen Wandaufbau ohne Luftschichten. Auch sollten die verwendeten Materialien diffusionsoffen sein und ein kapillares Feuchtigkeitstransportvermögen haben.

Dein Aufbau erfüllt keine dieser Vorgaben!

Grüße



Hallo



nachdem ich meinen Beitrag nochmal gelesen habe und den erwähnten kraftschlüssigen Wandaufbau gelesen habe bin ich mir nicht sicher ob ich mich richtig ausgedrückt habe oder alles richtig verstanden wurde wie von mir gedacht.

Ich beschreibe das ganze daher nochmal, einfacher und detaillierter (hoffe ich :))


Das ganze ist in einer Dachwohnung
Die besagte Wand ist eine Wand von einer Dachgaube, die Frontwand und nicht eine von den Eckwänden.

Nun der Aufbau
Holzfassade ~30mm
Mineralwolle ~ 50mm
Fußpfette ~200mm (oberhalb und unterhalb der Pfette wurde auch mit Mineralwolle gedämmt, heißt ~200mm Dämmung)
Ampatex DB90 Dampfbremse
Spanplatte ~20mm
-> DAs war nun die Außenmauer

weiter folgt nun
50mm Luftschicht, beinhaltet Heizungsrohre (isolierte) und Elektroinstallation
Ytongstein 50mm
Putz ~20-30mm
Feinputz ~2mm
Dispersionsfarbe (Caparol indeko plus)

Die vorgesetzte Wand ist ~1m hoch. Schließt an der Unterkante der Fenster ab. Oben drauf kommt nun noch das Fensterbrett(25 oder 30mm). Dies wird entweder STein, Holz oder Wzerlit.
Dies wird auf die vorgesetzte Mauer angeputzt und die Fuge mit Acryl verschlossen.


Ich weiß nicht wie ich hier einen kraftschlüssigen Abschluss zur Außenmauer herstellen soll. Mir ist leider nicht klar wie ich hier außer einem Luftspalt zwischen Außenmauer und vorgesetzter Mauer abschließen kann.

Hätte ich Gipsplatten genommen hätte ich auch einen Spalt gehabt. Da hätte man zwar die Dampfbremse weiter rein nehmen können aber dann wird es mit dem Installationskanal wieder schwer. Mach ich dann nochmal eine Unterkonstruktion dafür bin ich ja wieder am gleichen Punkt angelagt wie jetzt auch...



Wandaufbau



der Begriff "Mauer" impliziert massive Baumaterialien. ist hier aber nicht der Fall, daher besser Außenwand. Kopfschmerzen bereitet mir zusätzlich zum Vorgesagten das unmittelbare Anliegen der MIWO an der Holzfassade (wie sieht die denn aus - Boden-Deckel-Schalung?), hier kann bei Schlagregen eine Durchfeuchtung von außen geschehen. Kraftschlüssig meint, lieber HP, das es keinen Hohlraum zwischen der Spanplatte ( und was ist denn das für eine, OSB?)und der Ytongvorsatzschale gibt, sondern das beide mittels Verbindern o.ä. zusammenhängen und der Hohlraum geschlossen ist. Theoretisch sollte laut u-wert.net wirklich kein Kondensat anfallen. Wenn der Spalt belüftet wird, hat die ytongwand nur eine optische Funktion, dass wäre auch mit weniger Gewicht gegangen. Achso, wo steht denn die Wand überhaupt auf? Auf der Dielung?



Nein



Keine Boden Deckelschalung.

Die Schalung geht aber gute 10cm tiefer wie die Dämmung. Warum und wieso weiß ich nicht, ist Altbestand.

Was Kraftschlüssig bedeutet weiß ich schon, mir war nicht klar wie ich dies realisieren sollte.

Ich sollte also auf jeden Fall für eine Hinterlüftung sorgen?

Die Mauer steht auf Gipsfasertrockenestrich.

€: Die Spanplatte ist eine grüne Pressspanplatte