Styroporvormauerung in feuchtem Keller

14.12.2005



Seit einiger Zeit bin ich im Besitz eines ca. 75 Jahre alten Haus. Beim Kauf ist mir der Feuchte Keller bereits aufgefallen und die Vormauerung aus Styropor mit einem Strukturputz drauf. Einige Räume sind nicht verkleidet und an diesen zeigt sich deutlich Ausblühungen sowie abgelöster Putz. Ich will mir gar keine Vorstellungen machen wie es hinter dieser Vormauerung aussieht, Tatsache ist das Sanierungsmaßnahmen durchzuführen sind da teilweise bereits an den Kellerdecken Ausblühungen auftauchen was für mich nur bedeuten kann das die Feuchtigkeit weiter wandert. Aber was ist in diesem Fall das richtige, hat jemand mit solche einer Vormauerung bzw. Sanierung eines solchen Kellers Erfahrung.
Da ich schon den ein oder anderen "Sanierer" im Haus hatte ist mir schon einiges erzählt worden aber die Meinungen gehen ziemlich auseinander von Aufgraben bis Innenabdichten und "Erdmagnetfeld behandlungen". Was ist von solchen Firmen wie Aquapol die ja auch auf dieser Webside inserieren zu halten.



Reihenfolge



Als erstes muss die Ursache ergründet werden. Ohne dem kann es keine vernünftigen Sanierungsvorschläge geben. Das heißt messen, Material einschicken zur Salzanalytik etc.. Weiter ist zu klären wie die Grundwasserstände liegen und der Baugrund beschaffen ist.

Was man jetzt schon sagen kann ist, dass die Styropor-"Vormauerung" keine Sanierung sondern lediglich eine Kaschierung darstellt - also: wegreißen. Eine der wichtigsten Überlegungen ist: wie soll der Keller genutzt werden. Darf er feucht bleiben? Dann können sie sich aufwendige Innen-/Außenabdichtungen evtl. sparen. Geht es nur um aufsteigende Feuchtigkeit? Dann reicht vielleicht eine Horizontalsperre.

Ich halte es für wichtig die Ursachenerforschung nicht von dem Unternehmen durchführen zu lassen, dass auch die Ursachenbeseitigung vornehmen soll und gleichzeitig nur über ein System verfügt. Die Gefahr ist da, dass dann zu viel oder das falsche gemacht wird.

Zu Aquapol und ähnlichen finden Sie hier genügend schlechte Referenzen (Über: Suche)



Detail



Der Keller soll generell genutzt werden, als Hobbyraum, Büro etc. Gibt es im Münchner raum Unternehmen die auf Analysen dieser art spezialisert sind und was kostet so eine vernünftige Untersuchung eigentlich, bei den Unternehmen die ich im Hause hatte haben sich alle als unabhängige Spezialisten bezeichnet dabei wollte aber nur jeder sein System welches auch immer es war los werden.
Danke für den Hinweis zu Firmen wie Aquapol, etc. hab mir das ganze mal durchgelesen...........naja



Suche



Sie können hier im Forum über die Umgebungssuche sicherlich jemanden finden. Ansonsten über Verzeichnisse von Bausachverständigen oder Baubiologen. Sie müssen mit Kosten zwischen 500 und 1000 Euro rechnen für eine fachgerechte Untersuchung mit Laborkosten - aber es hilft Ihnen evtl. 10.000 Euro zu sparen.



Baugrundgeologische Prüfung, Perimeterdämmung, ggfs. Ringdrainage



Ich möchte Ihnen noch eine klare Handlungsanweisung nachreichen.
(1) Holen Sie ein baugrundgeologisches Gutachten ein. Das gibt es bereits ab 200 Euro.
(2) Wenn das Gutachten ergibt, dass die Kellersohle das ganze Jahr über weder von Grund- noch von Stauwasser erreicht wird und auch kein drückendes Wasser gegen eine Kellerwand gerichtet ist, dann graben Sie auf und schaffen Sie eine neue "Perimeterdämmung". Bei saisonal seitlich drückendem Wasser benötigen Sie zusätzlich eine leistungsfähige Drainage. Bei saisonalem Grund-oder Stauwasserkontakt der Kellersohle müssen Sie die aufsteigende Feuchte in den Kellerwänden durch horizontales Eintreiben von Sperrflächen unterbinden (Edelstahlbleche, Injektagen). Perimeterdämmung bekommen Sie in Eigenleistung hin. Alles andere über Fachbetrieb. Glück auf!
Baubiologisches Büro Dr. Eiserhardt
D-22399 Hamburg
040-6062953
www.GuteOrte.de