vorbeugender chem. Holzschutz bei Altbausanierung

10.08.2005


Hallo liebes Forum,
bin z.Zt. in ein Projekt involviert, bei dem im Rahmen der Entwicklungshilfe eine Ambulanzstation in Holzbauweise (einfachster Art) saniert werden soll. Dabei ist man auf Spuren (Löcher, Freßspuren..?) in der Deckenkonstruktion gestoßen. Ein aktueller Befall scheint ausgeschlossen zu sein. Die gesamte Deck-Holzkonstruktion ist in einem guten Zustand.
Frage: 1.welches chem. Holzschutzmittel sollte als vorbeugender Holzschutz zur Anwendung kommen - problematisch ist eben die Nutzung (Ambulanzräume).
2. ist eine Vorreinigung (welcher Art auch immer) notwendig?
Die bestehende Deckenkonstruktion soll zusätzlich mit einer abgehängten Deckenverkleidung später verblendet werden.
Vielen Dank vor ab!



Wo?



In welchem Land soll die Station errichtet werden?
Dann sollte man erstmal recherchieren um welches Tier es sich gehandelt hat und wie groß die Gefahr eines Wiederbefalls ist. Vielleicht fragen Sie auch jemanden vor Ort, der sich damit auskennen könnte.



vorbeugender chem. Holzschutz bei Altbausanierung



Zunächst einmal Danke für Ihre Antwort.
Bei dem Land handelt es sich um den JEMEN.
Die Fressspuren lassen auf Termiten schließen -
ist aber fachlich nicht bestätigt. Wie groß die Gefahr eines Wiederbefalles ist, läßt sich nicht einschätzen. Dafür soll ja ein Holzschutzmittel zur Vorbeugung
aufgebracht werden - aber welches? Man plant die beschädigten Stellen der Deckenkonstruktion mit einem Hochdruckreiniger zu reinigen - ist dieser Ansatz generell
unangebracht wegen der entstehenden Feuchte?
Fachleute vor Ort gibt es in dem Sinne nicht - die Umstände sind eben nicht mit Westeuropa vergleichbar.
Auch wenn meine Angaben sehr allgemein gehalten sind, bitte ich um einen Ratschlag für die Vorgehensweise.

Als Neuling in diesem Forum möchte ich noch hinzufügen, das ich äußerst positiv überrascht bin über die fachlichen Hilfestellungen - super!
Gruß
Michael Künzel



HAAK



Was Holzschutzmittel anbetrift denke ich gibts nichts ökologisches(Herr Parisek fragen).Und befor die Decke abgehängt wird fachmann finden und fragen sonst bricht nocht das ganze zusammen.Außerlich ist das Holz noch in ordnung aber wer weiss.Wenn sie sagen da gibts keinen Fachmann wer hat das Dann vestgestellt?





Lieber Michael Künzel,
bei Termiten kann man auch mit rein konstruktiven Mitteln vorbeugen.

Das ist natürlich von der spezifischen Termitenart vor Ort abhängig, wie man da vorgeht, denn bei Termiten gibt es sehr unterschiedliche Strategien. Ein Militär wird dies sogleich verstehen, daß dementsprechend die Gegenmaßnahmen darauf hin ausgerichtet sein wollen.

Nehmen wir die Termitenstrategie an, mit Lehmschutzbauten an das Gebäude, sprich Holz, zu kommen, dann ist es naheliegend, in der Übergangszome zum Baukörper hin, lehmhaltigen Boden z.B. gegen Schotter oder Kies auszutauschen und damit eine ungünstige Umgebung und Kontrollzone zu errichten.

Eine regelmäßige Kontrolle der Übergangszonen kann schon allein erfolgreich Angriffe aufdecken und abwehren.
Ich habe stets gehört, daß die Befallsschäden der Termiten nach einer längeren Abwesenheit der Bewohner in einer Zerstörung endeten. Anders wurden beginnende Baumaßnahmen zu einem Angriff bei üblicher Aufmerksamkeit regelmäßig rechtzeitig erkannt.

Ähnliches gilt auch für andere holzzerstörende Insekten. Die visuelle Kontrole ist eine erste Maßnahme der Vorbereitung zu Maßnahmen einer rechtzeitigen Abwehr.

Beim Neubau schützt zudem die Wahl entsprechend dauerhaftigtiger Holzarten an der richtigen Stelle verbaut, daß man auf sonst vorbeugende Gifte völlig verzichten kann.

Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke




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