Vor- und Nachteile eines Fertigbauhauses gegenüber einem Fachwerkhaus


Künftige Bauherren haben die Wahl zwischen einem Fertigbauhaus und dem Fachwerkhaus. Während bei dem einem die vorgefertigten Wände vor Ort nur noch montiert werden, erfolgt der Aufbau beim anderen direkt auf dem Grundstück, indem alle Elemente einzeln gesetzt werden. Beide Bauweisen besitzen Vor- und Nachteile.


Zeit ist auch beim Bauen Geld

Gerade wenn es schnell gehen soll, ist das Fertigbauhaus dem massiven Haus weit überlegen. Da die Wände bereits vorgefertigt sind, dauert ihre Montage gerade einmal einen Tag. Dann geht es an den Innenausbau. Auch dieser benötigt weniger Zeit. Bis ein Fachwerkhaus als bezugsfertig gilt, vergehen mehrere Monate. Für den Bauherren bedeutet Letzteres eine höhere finanzielle Belastung. Zum einen bedeutet die Mehrarbeit vor Ort höhere Lohn- und Materialkosten, zum anderen verlangen die ausführenden Gewerbe bereits Geld, während für die aktuell bewohnte Immobilie noch monatliche Kosten anfallen. Insofern rechnet sich das Fertighaus auf gleich mehrfache Weise.

Fertigbauhaus kann wetterunabhängig errichtet werden

Verschiedene Witterungseinflüsse während der Bauzeit können dafür sorgen, dass sich die Fertigstellung des Fachwerkhauses nach hinten verschiebt. Beispielsweise lassen sich Mörtel sowie Kleber bei Temperaturen von unter fünf Grad Celsius nur schwer verarbeiten. Bei Starkregen benötigt der Beton länger zum Austrocknen. Ohnehin kommt es bei massiven Häusern für ein gutes Wohnklima auf eine ausreichende Trocknung an. Fertighäuser hingegen sind nach der Fertigstellung bezugsfertig.

Belastbarkeit aller Wände beim Fertigbauhaus gewährleistet

Wenngleich der Bauherr sein Haus sorgfältig plant, können bestimmte Situationen dazu führen, dass die Grundfläche irgendwann anders genutzt werden soll. Dadurch fallen Baumaßnahmen an wie

  • Wanddurchbrüche zur Zusammenlegung von Küche und Wohnzimmer, um eine offene Wohnküche zu erhalten
  • das Umsetzen von Wänden zur Vergrößerung des Kinderzimmers
  • ein Deckendurchbruch zum Einbau einer Treppe in die obere Etage.

Bei der massiven Bauweise spielt für obige Baumaßnahmen die Statik eine besondere Rolle. Damit das Haus nicht an Stabilität verliert, muss der Bauherr die Tragkraft der einzelnen Wände beachten. Tragende Wände dürfen nicht verändert werden, Trockenbauwände lassen sich weniger belasten als gemauerte Wände. Beim Fertighaus hingegen sind die Innen- und Außenwände einheitlich konstruiert, so dass sich ihre Belastbarkeit nicht unterscheidet. Eine ausführliche Beratung hierzu, können Sie auf https://www.livinghaus.de/ kostenlos und unverbindlich buchen.

Nachhaltigkeit spricht für Fertigbauhaus

Beim Hausbau geht es heutzutage auch um Nachhaltigkeit und die Nutzung vorhandener Ressourcen. Bei der Fertigung von Fertigteilen kommt Holz zum Einsatz. Achtet der Bauherr auf dessen heimische Herkunft, spart er Transportkosten und hilft bei der Erhaltung der Umwelt. Um eine noch bessere Ökobilanz zu erzielen, bieten sich weitere Möglichkeiten.

Natürliche Dämm-Materialien verwenden

Auch bei den für die Dämmung des Fertigbauhauses eingesetzten Materialien handelt es sich meist um natürliche Rohstoffe. So trägt bereits die Hinterlüftung der Holzfassade zur Energieeinsparung bei. Schafwolle, Kork, Naturfasern oder Holzspäne kommen zusätzlich zum Einsatz.

Energie kann bei beiden Varianten gespart werden

Die Möglichkeiten zum Einsparen von Energie sind beim Fertighaus sowie beim Fachwerkhaus vielfältig. Beispielsweise lassen sich bei beiden Varianten Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung einbauen. Photovoltaik-Anlagen können direkt beim Bau auf den Dächern montiert werden. Sie lassen sich aber auch nachrüsten. Letzteres macht Sinn, wenn die finanziellen Mittel des Bauherrn während der Bauzeit beschränkt sind.

Fachwerkhaus besitzt längere Lebensdauer

Damit das Fertigbauhaus mindestens 70 Jahre hält, muss der Bauherr es warten. Insbesondere das verwendete Holz im Außenbereich benötigt einen regelmäßigen Anstrich. Das massiv errichtete Haus hält ohne einen größeren Pflegeaufwand an der Fassade ungefähr 100 Jahre.