Vor dem Dämmen mit Schilfrohrmatten Putz abschlagen

25.06.2017



Hallo, ich möchte einen Raum, der in den Ecken Feuchtigkeit hat (eine Aussenwand/eine Wand zur Scheune)mit Lehm Verputzen und einer Wandheizung ausstatten. Nun sagt ein Fachmann, der komplette Putz im Raum muss vorher runter. Ein anderer sagt,nur die losen Stellen. Der Putz ist teilweise u.a. Kalkputz, Gipsputz und drunter ein uralter Putz steinhart (war mal ein Kuhstall).
Weiß jemand Rat? lg Heike



Erst analysieren, dann handeln



Lassen Sie die Situation durch einen unabhängigen Bausachverständigen begutachten und die Ursache der Feuchtebelastung zweifelsfrei analysieren. Die Vermutungen von HAndwerkern und "Fachmännern" gehen meistens nicht tief genug und sollten nicht Grundlage für einen eventuell kostspieligen Aktionismus sein.

Wenn der Raum früher ein Kuhstall gewesen ist, liegt eine Salzbelastung des MAuerwerks durch Abbauprodukte der Tierfäkalien nahe. Dann müssen die belastete Flächen zumindest vom Putz komplett befreit werden. Bei zusätzlich salzbelastetem Mauerwerk (nur die Fugen oder ggf. auch das komplette Ziegelmauerwerk) muß über die Anwendung eines Sanierputzes nachgedacht werden. Auch andere Möglichkeiten des Feuchteeintrags müssen in Betracht gezogen werden.

Jedenfalls ist dann ein Lehmputz/Gipsputz die komplett falsche Wahl, wenn eine Feuchtebelastung vorliegt. Auch eine Wandheizung ohne Wanddämmung ist zweckfrei. Schilfrohrmatten sind auch nur bedingt als Dämmmaterial zu bezeichnen. Lassen Sie sich die Baumaßnahme im Detail von unabhängiger Seite planen.



Richtig Will



Sehe ich ähnlich!
Und bitte generell ohne Dämmebene dann arbeiten.
Und Kalkputz.
Auch Lehmputz mit Wandheizung würde vertretbar sein, da dieser die Salze hervorragend an die Oberfläche transportiert.
Mit Lehmputz die Heizung warm verputzen, mit Kalk generell kalt und nach durchtrocknung ähnlich einem Heizestrich mittels Protokoll hochheizen.