Vollsparrendämmung

19.11.2015 glossar



Hallo Forum,
wir haben erhebliche Probleme mit der Dachkonstruktion in
unserer Dachgeschoss-Mietwohnung. Ein Sachverständiger war vor Ort und meint, dass zum Zeitpunkt der Objekterstellung 1978, noch keine Vollsparrendämmungen ausgeführt wurden. Be- und auch Entlüftungen von Dachkonstruktionen wären daher nicht von Bedeutung gewesen. Ebenso die fehlende Dampfbremse. Stimmt diese Aussage?



Schwarzkopfpilzbelastungen



Hallo Forum,
die Dachkonstruktion ist ein nicht belüftetetes Warmdach bei
dem keine Dampfbremse vorhanden ist. Im Dachfensterbereich, es sind Velux-Dachfenster, beschlagen je nach Jahreszeit die
Fensterverglasungen. Das blanke Wasser läuft dann an der Decke entlang. Wenn wir nicht aufpassen haben wir im Rahmen-bereich der Fenster Schwarzkopfpilz. Uns wurde gesagt, dass auch die Fenster ohne Dampfbremse eingebaut worden sind.
Ein Sachverständiger war wegen anderer Sachen vor Ort. Er wollte sich aber hierzu nicht äußern. Ist die fehlende Dampfbremse ein Ausführungsfehler? Ist darauf die Tauwas-serbelastung und auch der Pilzbefall zurück zuführen?



Dämmung



Wenn ein Sachverständiger da war dann warten Sie seine schriftliche Stellungnahme bzw. sein Gutachten ab.Wenn Sie Zweifel an den Aussagen haben fragen Sie nachl lassen Sie sich das erklären und beweisen.



Schwarzkopfpilzbelastung



Hallo Herr Böttcher,
der Sachverständige war wegen einer anderen Sache vor Ort.
Er wollte oder konnte sich zu diesem Thema nicht äußern.
Aus diesem Grund und auch auf Grund der mir fehlenden Information habe ich diese Frage im Forum gestellt.



Dämmung



Steildächer wurden i.d.R. zweischalig, also als hinterlüftetes Dach ausgeführt.
Ob zwei- oder einschalig, eine Dampfsperre oder -bremse sollte eingebaut sein.
Wenn aber Wasser die Wände runterläuft, ist das eher ein Zeichen von mangelnder Lüftung, als der fehlenden Dampfsperre.
Meine Empfehlung: Dem Vermieter den Mangel anzeigen und um Nachbesserung bitten.



Schwarzkopfpilzbelastungen



Hallo Forum ,
habe zu dem von mir angesprochenem Problem einige Fotos gemacht. Zum besseren Verständnis stelle ich ein Foto ein. Auch ohne Worte wird wohl das Problem erkannt und zugeordnet werden können.



Dämmung



Hallo Herr Böttcher,
ich habe mehere Fotos gemacht und stelle zum besseren Verständnis eines der Fotos ein.



Dämmung und fehlende Dampfbremse



Hallo Forum,
ich habe mehrere Fotos gemacht und stelle zum besseren Verständnis eines der Fotos ein. Deutlich ist die Schwarzkopfpilzbelastung zu erkennen. Leider kann nur ein Foto eingestellt werden. Tauwasser tritt im unter Bereich des Rahmens tropfenförmig auf. Ab einer bestimmten Größe läuft er vom Rahmen über die Verkleidung und dann im Deckenbereich in einem Rinnsal ab.



da



würde ich auf unzureichende Lüftung tippen .... die Scheibe ist der kältest Punkt und die höhe Luftfeuchte im Raum kondensiert aus - 5 min querlüften !



Vollsparrendämmung



auch Dachfenster sollten gewartet werden - neben den Scharnieren und der äußeren Abdeckung muss von Zeit zu Zeit die Gummilippe am unteren Holm zwischen Scheibe und Holzrahmen gereinigt werden. Dort soll das Kondenswasser nach außen geführt werden und es bildet sich im Laufe der Jahre eine schleimige Verkeimung, die dazu führt, dass Kondenswasser nicht mehr abgeleitet werden kann und über den Rahmen und die Laibung nach unten fließt.
Es ist wirklich ein Lüftungs bzw. Luftfeuchtigkeitsproblem. Ich habe 2 identische Dachwohnungen mit Veluxfenster jeweils nach Nordost. In einer Wohnung alles ok, in der anderen genau dieses gezeigte Schadbild. Messungen und Beobachtung des Lüftungsverhaltens haben Olafs Vermutung bestätigt. Auch der hinzugezogene Velux-Service bestätigt das und klärte mich auch über die Wartungsaufgaben auf.
Inwieweit die Beschichtung des Fensters mit Acrylfarbe den Schimmelprozess bei mir gefördert hat, konnte der Velux-Service nicht bestätigen. Jedenfalls habe ich alles abgeschliffen und mit einer naturharzhaltigen Farbe von Naturhaus gestrichen. Seitdem und durch Verbesserung der Lüftung, ist das Problem nicht mehr aufgetreten.

Grüße
Roland



Vollsparrendämmung bereits 1978? Fehlende Dampfbremse!



Hallo Roland,
ob die fehlende Be- oder Entlüftung, die nicht vorhandene Dampfbremse, oder die eingefallene Dachdämmung ursächlich für mein Problem ist konnte mir bisher niemand beantworten. Aber auch in anderer Dachgeschoßwohnungen der Wohnanlage tauchen diese von mir geschilderten Probleme auf. Es ist KEIN Lüftungsproblem. Ich hoffe ja immer noch, dass mir jemand im Forum meine Frage zur Vollsparrendämmung - jetzt bis zu 50% eingefallen - schon 1978 ausgeführt wurde oder nicht beantworten kann. Auch zu meiner Frage der fehlenden Dampfbremse und die dadurch stehenden Auswirkungen wäre ich nach wie vor für eine Antwort dankbar.



Vollsparrendämmung



Wie sieht denn der derzeitig Dachaufbau, insbesondere die Eindeckung, jetzt aus? Es gibt durchaus Systeme, die bei einer Vollsparrendämmung ohne Dampfbremse auskommen könnten, wenn es sich um kapillaraktive Dämmungen handelt, wie z.B. Holzfasermatten und auf der Außenseite der Dämmung, als unterhalb der Dachdeckung hinterlüftet werden. Ob die 1978 schon verbaut wurden weiß ich nicht. Welche Dämmung ist denn jetzt verbaut und um zu wissen, dass diese um 50% eingefallen ist, müssten Sie ja in den Dachaufbau geschaut haben. Eine fehlende Dampfbremse hätte aber nicht das bei Ihnen auftretende Schadensbild zur Folge, sondern verfaulte, pilzbelastete Dachbalken und eine abgesoffene Dämmung, weil die Raumluftfeuchtigkeit genau in der Dämmebene bzw. an der Oberfläche dieser kondensiert.



die



fehlende Dampfbremse hätte mehr oder weniger keinen Einfluß auf Deine Fenster, sondern nur auf die Pilzzucht ind er Dämmung - die Du hier aber nicht abgebildet hast. Gerade beinicht eingebaute Feuchtigkeitsbremsen wäre die Be- und Entlüftung von Dockonstruktionen von imenser Bedeutung, um aus den mehrheitlich eingesetzten Dämmstoffe aus Glas- und Steinwolle die im Winter angesammelte Feuchtigkeit abzuführen. Aber wie gesagt - die Feuchtigkleit entsteht im Raum und ist die Ursache für den gezeigten Pilzbefall. Ähnlich könnte es vielleicht in der Dämmun aussehen - das ist aber nur eine Vermutung. Es kann auch alles in Butter sein. Dein angesprochenes Problem hat definitiv nicht mit den gezeigten Fotos zu tun, aber nur die zeigen ein (kleines) Problem. Alles andere wäre auch eher ein Problem des Eigentümers, solang es nicht in der Wohnung zu bemerken ist.



Dachdämmung



Sie müssen bei Ihren Fragestellungen präziser werden wenn Sie genaue Auskünfte haben wollen.
"Ein Sachverständiger war vor Ort und meint,..."
Dieser SV hat Ihnen eine Auskunft allgemeiner Art zu Steildächern gegeben. Die nützt Ihnen nichts weil es hier um Ihr spezielles Problem, Ihre spezielle Bauweise geht und nicht um allemeine Bauweisen.
Also: Ein SV vor Ort war und sich zum Thema geäußert.
zu meiner Antwort: Was sollte ich sonst davon halten?
Dann schreiben Sie plötzlich: "Er wollte oder konnte sich zu diesem Thema nicht äußern."
Ich auch nicht, was Ihren speziellen Fall betrifft.
Warum? Weil ich weder Ihren Dachaufbau noch die nutzungsbedingten Umstände kenne.



Feuchte- oder Dämmschäden?



Wie ist denn die Situation?
Sind Sie Mieter der Dachgeschoßwohnung und wollen vom Vermieter, dass er bauliche Verbesserungen vornimmt oder wegen Baumängeln die Miete reduziert?
Um Genaueres sagen zu können müßte nachgewiesen werden, dass die Luftfeuchtigkeit übliche Werte dauerhaft nicht überschreitet und ein übliches Lüftungsverhalten eingehalten wurde bzw zur Vermeidung von Bauschäden genügt.
Dabei ist es völlig gleichgültig, ob irgendeine Bauweise vor Jahrzehnten den Vorschriften entsprochen haben mag.

Wenn zumutbares Mieterverhalten nicht genügt bzw trotzdem Schäden eintreten, kann die Wohnung nicht als Wohnraum vermietet werden oder man müßte sich in Kenntnis solcher Mängel auf eine entsprechende Miethöhe einigen (rechtlich schwierig für den Vermieter), oder entsprechend nachgebessert werden, wobei eine thermische Sanierung zu höherer Miete führen kann.

Sie können natürlich auch ausziehen und wenn der Vermieter Baumängel verschwiegen oder geleugnet hat, die Umzugskosten etc einfordern.

Was wollen Sie erreichen und welche Auskünfte haben Sie zur Wohnung bekommen?

Andreas Teich



Wasseranfall im DG



"Das Dach kann im übrigen weder belüftet noch entlüftet werden."
Ein Dach wird nicht von wem auch immer be- und entlüftet. Das ist durch die Konstruktion vorgeben.
"Ich glaube auch nicht, dass hier ein Lüftungspro-
blem der Wohnung vorliegt. Zusätzliches oder übermäßiges Lüften wird hier wohl nichts bringen."
Glauben heißt nicht wissen!
Es gibt immer verschiedene Ursachen für unerwünschten Wasseranfall:
Ein undichtes Dach, eine undichte Leitung, ein umgekippter Wassereimer...
Das was die meisten übersehen oder nicht wahrhaben wollen ist Kondenswasser.
Die bisher eingestellten Bilder legen die Vermutung nahe, dass es ein Kondensproblem ist.
Wie 1978, also vor 37 Jahren im Schwarzwald gebaut wurde, werden wohl die Wenigsten auf dem Schirm haben, da müsste man sich entsprechend alte Regeln ansehen, die habe ich nicht mehr im Regal stehen, vielleicht im Archiv. Außerdem ist das für das beschriebene Problem uninteressant.
Im übrigen ist das (außer unzureichendes Heizen und Lüften) kein Mieter-sondern ein Vermieterproblem.
Außerdem ist eine Ferndiagnose ohne Ortskenntnisse schwierig bis unmöglich.
Hilfreich wären Fotos vom Dachaufbau, vom betroffenen Raum (von innen und außen), Angaben über die Raumnutzung (Wohnraum, Küche, Bad; Aquarium, Topfplanzen). Heiz- und Lüftungsgewohnheiten.



Kondensation



Hallo Glossar,
ich kann nur aus Erfahrung sprechen und schließe mich voll der Kondensattheorie an. Wir bewohnten eine Wohnung mit den gleichen Dachfenstern und den gezeigten Problem
im Schlafzimmer (Südseite) und Badezimmer (Nordseite. Ich bin besonders im Badezimmer fast verzweifelt weil das Fenster und die Laibung ständing nass waren. Ich habe dann unser Lüftungsverhalten (fand ich bis dato eigentlich schon vorbildlich (morgens 2* - Wohnung leer da auf Arbeit - abends 2* quergelüftet, im Bad nach Duschen auch mal mehr)) radikal geändert. Habe die Fenster komplett gereinigt (auch hinter der unteren Gummilippe zwischen Holz und Glas)und das Holz abgeschliffen. Konsequent haben wir dann morgens und abends das angefallene Wasser mit einem Lappen abgewischt. Auch haben wir noch öfter (dafür kürzer) gelüftet, etwas mehr geheizt und sind damit ganz gut 'gefahren'. Nachdem wir unser eigenes Haus gekauft haben, hatten wir das gleiche Problem in der frisch bezogenen Wohnung. Das Haus musste saniert warden und die DG Wohnung war so schön und als einzige einzgsfertig.Schnief..)Dabei war durch den Vorgänger beim Dachausbau aber viel falsch gemacht worden. Angeblich war das Dach gedämmt. Na ja... Ich bin froh, daß wir uns dann doch zu einer Sanierung entschlossen haben. Dach sah wie folgt aus: Bitumenschindel, Dachschalung, Mineralwolle, Folie (nicht verklebt, ISO-gerecht etc..)Gipskarton. Vor die Wände war auch nur einfach der GK mit etwas Mineralwolle als Dämmung davorgestellt. Ich war total geschockt wie Schwarz die nackte verputzte Wand war und wie feucht die Dachschalung.
Wir haben jetzt mit Zellulose gedämmt, Dampfbremse, Holzweichwaserplatten und Lehmputz. Ich kann versichern, daß alle Anschlüsse auch am Dachfenster korekt sind und trotzdem haben wir am Dachfenster (wieder Velux, sicherheitshalber aber in der 'Feuchtraumvariante' und mit dem vorgeschlagenen Dämmrahmen)Kondensawasser in der kalten Jahreszeit. Wenn du nicht ausziehen willst/kannst oder dich gütlich mit deinem Vermieter einigst, wirst du dich in Deinem Nutzungsverhalten umstellen müssen. Nur weil bei anderen es genauso ist, heißt das nicht das diese es richtig machen. Wenn ich mir die vielen neu sanierten Hauser in unserer Wohngegend anschaue kann man in der Weihnachtszeit fast an allen Fenstern Kondenswasser sehen.
Vielen Dank daher an die Dämmindustrie, die Reg. mit der ENEV und der lautstarken Forderung nach Außendämmungen. Nicht zu vergessen die netten Hersteller von Kunststofffenstern.... Ich bin mir sicher das keiner dieser Bewohner sich wirklich mal die Mühe macht und versucht sein Verhalten den neuen baulichen Gegebenheiten anzupassen.
Am einfachsten hat halt immer der 'böse Vermieter' die Schuld.



... noch 'ne Frage:



Was ist ein "Schwarzkopfpilz"?




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