Schornstein einwandig oder doppelwandig

16.06.2011



Hallo,
ich habe ein Haus aus dem Jahre 1756, das normal gemauerte einwandige Schornsteine hat. Nu brauche ich einen weiteren Schornstein für einen Holzofen (8 KW). Kann ich diesen auch einfach mauern oder muß er unbedingt doppelwandig sein. Hier in Siebenbürgen sind die Bauvorschriften nicht so streng und beide Varianten lassen sich umsetzen.

Vielen Dank!

Volker



Habe



bei uns einen Schiedel SIH eingebaut.
Sehr einfaches System, blitzschnell aufgebaut, günstig zu bekommen.

Müsste ich noch einen bauen, ich würde nichtmal dran denken, den konventionell zu mauern.

Gute Preise bekommst Du hier:
Kamin- und Ofenvertrieb
Frank Kroener
Hauptstraße 70
09661 Rossau
http://www.kamine-kamin.de/frame.html

Die Seite schreckt erst mal ab, man wird aber gut beraten und die Preise sind sehr gut.

Gruß
Michael



der



Schiedel ist preislich etwas gehoben, es gibt noch mehr Anbieter, wo man einen isolierten Schornstein mit Keramit (glasiert) zu günstigen Preisen bekommt. Außerdem könnten je nach Land auch Klinker sehr teuer sein. So hat man die Gewissheit, dass das wenigstens funktioniert (bei fachlich korrekter Montage). Bei Tapete kann mans ja immer nochmal machen - einen Schornstein sollte man nur einmal bauen !



Moin Volker,



hier in D haben wir ja mittlerweile das ganze Feinstaubgedöns auch für Öfen. Das einzig sinnvolle was ich darin erkennen kann ist, dass Kaminquerschnitt und Ofen zusammen passen sollten, um eine sparsame und umweltfreundliche Verbrennung zu ermöglichen.

Vielleicht kann die Walter Hofacker hier aus dem Forum weiterhelfen, der ist Grundofenbauer.

Gruss, Boris



geht alles



Servus!

Ich würde nur einfache Schornsteine für solche Öfen mauern. Die mehrschaligen sind empfindlich und gleich hin, wenn es mal einen Knacks in der Keramik gibt oder der Edelstahl korrodiert.
Sehr schnell geht der Bau mit Fertigteilen, die z. B. Simo liefert.
Kriegt man in Siebenbürgen übrigens gute (neue) Mauerziegel? Haben die dort auch Normalformat?

Beste Grüße!
Volker



Hallo Volker,



in einemalten Haus sollte an sich ein gemauerter stehen. Wenn Du den Bauntrag eingereicht hast, müßtest Du an sich vom LDA dies als Auflage bekommen.
Am besten wären alte oder neue Kaminziegel, Klinker nur wenn´s sein muß. Beim Versatz am besten eine Mörtelmischung aus der Zeit des Hauses verwenden. 50 % des Sandes durch QuarzSand ersetzen, das härtet den Mörtel beim Ausbrennen, ohne brösel´s.
Das alles hat nicht nur mit Nostalgie zu tun. Formsteine haben eine geringere Dehnung, erst recht bei isolierter Innenhülle. Die Folge sind auf Dauer immer mehr Putzabrisse an Wänden und Decken.
Gute alte Kamine sind überdimensioniert und konisch. Je nach Thermik können die angeschlossenen Feuerstellen bei einem 6tel - 4tel der Vollast haben und er zieht immer noch - sofern die Feuerstelle genug Zughöhe hat. Unten sind die Rauchgase wärmer und der Ouerschnitt größer. Die Ziegel nehmen Wärme auf und geben sie nach Außen ab, deshalb die Verjüngung nach oben.
Im ersten Moment ist ein exact berechneter Iso Kamin logischer. Aber was ist, wenn sich Rauchgasmenge - Wechsel / mehrfachanschlüsse - erhöht?
In Deiner Anfrage fehlt eine Aussage dazu, ob Du eine Genehmigung für Mehrfachbelegung mit verschiedenen Brennstoffen erhalten kannst. Wenn ja, genügt es, den neuen Ofen mit selbstschließenden Türen auszustatten, wenn es ihn nicht werksseitig so gibt.
Die Mechanik kann man selbst machen oder zu einem günstigen Metaller gehen. Am beliebtesten sind, welche man außer Funktion setzen kann.
Gruß Walter

Boris, vielen Dank für die Blumen, hatte aber gerade keine Lust auf TV.



Danke, Walter,



das ist sehr aufschlußreich. Zum Glück brauch ich keine Genehmigung, ich habe ausreichend viele alte Vollziegel von einem anderen Schornstein, den ich abgetragen habe, die ich jetzt einsetzen werde.
Das Haus ist ja einigermaßen alt (1756) und z. T. werden die Abzüge über eine Distanz von 2 m auch durch die Wände geführt, die bis zu 1 meter dick sind.

Vielen Dank noch mal und beste Grüße

Volker





Danke Herr Hofacker,
bisher wurde ich immer seltsamangeschaut wenn ich dem schornsteinfeger oder Architekten gesagt habe das der alte Kamin wieder mit Ziegelsteinen aufgemauert werden sollte.
Warum habe diese Fachmänner nicht das Wissen? Welchen Mörtel empfehlen sie denn? Zement?Müssen die Innernen Fugen glatt verstrichen werden?
Beträgt der Abstand zu Holzteilen bei einem Ziegelkamin 50mm?

Vielen Dank


André