Vinyl über Dielenboden und alten Dämmung ?




Hallo,
wie in meinem Profil beschrieben haben wir vor kurzem ein Haus mit 2 Wohneinheiten mit Keller aus dem Jahr 1920 erworben.

Wir haben gerade angefangen die EG-Wohnung (80qm) zu renovieren, diese möchten wir nach der Renovierung erstmal selbst beziehen und in paar Jahren (bei Nachwuchs etc.) nach oben in die Wohnung (140qm) über 2 Etagen umziehen.

Als erstes wollten wir schauen was unter den Dielenböden ist um zu sehen wie es mit der Dämmung ausschaut. Es ist ein Gemisch aus Schlacke und Bauschutt. Meine Erste Frage war, kann man das drin lassen oder sollte man es aus energetischer Sicht mit was neuem dämmen?

Heute war ein Bekannter (Fachmann) da, der sich alles angeschaut hat. Er meinte, da diese Wohneinheit in Zukunft nur als Mietobjekt genutzt wird wäre das beste alles so zulassen wie es ist und den Boden eben Schleifen oder mit OSB platten versehen und Trittschaldämmung die auch gleichzeitig Wärmedämmung ist zu versehen und oben drauf Vinyl.

Als er das gesagt hat war ich erleichtert, da ich vor dem riesigen Aufwand mit Boden raus, Schlacke raus und alles neu, als Laie etwas Angst bekommen habe...

Jetzt habe ich gelesen das sich Schimmel bilden könnte wenn man Vinyl über Dielenböden, stimmt das? und was haltet ihr von der Dämmung?



Bodendämmung unter Holzdielen



Zur Beurteilung angeben ob der Raum unterkellert ist und wie der Aufbau genau aussieht.

Dielenböden über potentiell feuchtem Untergrund mit diffusionsdichten Belägen wie OSB- Platten, Vinyl oä abzudecken kann zur Verrottung führen, da sich Feuchtigkeit unter dem Belag staut.

Auch wenn Räumlichkeiten vermietet werden sollten sie gedämmt werden, um behagliche Wohnverhältnisse mit günstigen Betriebskosten zu ermöglichen.

Ich habe auch vermietete Wohnungen immer so saniert als ob es für mich selbst wäre- was nicht nur ökologisch sinnvoll ist sondern auch zur besseren Vermietbarkeit beiträgt.
Zudem werden günstige Heizkosten bei den möglichen maximalen Gesamtausgaben für Miete inkl Betriebskosten von Mietern berücksichtigt.

Der Energieausweis muß idR ohnehin vorgelegt werden, zumindest die Nebenkosten inkl Heizung angegeben werden.

Steuerlich macht’s auch Sinn, da alle Sanierungskosten von den Mieteinnahmen abgezogen werden können- von evt Zuschüssen ganz abgesehen.

Trittschalldämmung im Erdgeschoß ist sinnlos und erfüllt ohnehin kaum Wärmedämmfunktionen.

Wieweit Dämmung sinnvoll ist hängt vom jetzigen Zustand, dem Heizsystem, der Wärmeverteilung, dem Zustand der Räumlichkeiten etc ab.

Zur Beurteilung müßten wesentlich mehr Angaben vorhanden sein-
schon um teure Bauschäden zu verhindern.
Ob euer Bekannte dazu qualifiziert ist wage ich bei dem Ratschlag zu bezweifeln

Andreas Teich



Also



wie beschriben, ist die EG Wohnung über einem Keller eines Sandsteinhauses. Der Keller ist für ein Sandsteinhaus im Vergleich zu den Nachbar Häusern sehr trocken.
Den Kellerdecke zu dämmen kommt wegen der niedrigen Höhe nicht in Frage...
Die Kellerdecke besteht aus Ziegelsteinen die wie ein Brücke von Stahträger zu Stahtrträger aufgebaut sind. Darüber liegen im Abstand von 60cm Holzbalken. auf den Holzbalken sind die Dielen befestigt. Der Hohlraum ist aus einer Mischung aus Schlacke und Bauschutt befüllt.

Lohnt sich der Aufwand und die Energie um das alles auszutauschen? oder ist diese Art von Dämmung hinnehmbar?

Steurlich macht es für uns eben keinen Sinn, da wir die Wohnung erstmal für die nächsten Jahre selbst beziehen...

Weitere Infos über das Haus: 2000 kam eine neue Gasheizug mit neuen Leitungen rein. Die Holzfenster sind von 1980 und werden demnächst durch Doppelverglaste Fenster mit Rolläden ausgetauscht.



Erdgeschoßboden dämmen



Der Dämmwert des vorhanden Bodens ist sicher minimal.

Besonders Fußbodendämmungen gegen Erde oder Keller und Dämmungen der obersten Geschoßdecke sind die Dämmarten, die als wirtschaftlichste im Verhältnis zu den Kosten angeshen werden, was sich bei zahlreichen Untersuchungen bestätigt hat.

Am besten alles ausräumen-
die Dielen können bei vorsichtiger Demontage evt wieder verwendet werden-
Die Metallträger können gesäubert und mit Rostschutz behandelt werden.

Auf die Rohdecke Feuchtigkeitssperre (EPDM- oder PE-Folie, Katja Sprint, Erika von Bauder oä)auslegen und am Rand bis zur Oberkante Fußboden bzw bis unter die künftige Fußleiste hochziehen.

KVH-Balken ca 50/100 oder 60/120
(je nachdem welche Höhe zur Verfügung steht)
quer zu den Metallträgern im Achsabstand von ca 50-60 cm verteilen und auf den Trägern mit Gummigranulat, Hartholzstücken oä zur Nivellierung unterfüttern.

Die Randbalken mit einem Abstand von ca 10 cm zur Mauer verlegen.

Zwischenräume leicht überhöht mit Dämmung füllen (Zellulose, Holzfaser, Hanf oä)

Dann Dielen aufschrauben, am besten Ölen und anschließend die Fußleisten., evt noch Viertelstäbe davorsetzen.

Wenn die mögliche Aufbauhöhe bekannt ist kann der U-Wert berechnet werden- der Unterschied zum Jetzt-Zustand wird beträchtlich sein.

Falls der Keller belüftet ist kann diese im Winter reduziert werden, da die Feuchtigkeit im Sommer am höchsten ist.
Der Keller verliert dadurch weniger Wärme.

Sinnvollerweise Temperatur und Luftfeuchtigkeit im Keller und Wohnraum mit Hygro-/Thermometer überprüfen.

Andreas Teich



Kellerhöhe



Wie hoch ist der Keller? Es handelt sich wohl um eine Kappendecke.Ist sie verputzt? Wie wird/soll der Keller genutzt werden? Es sollte bedacht werden, wie Herr Teich bemerkte, dass sich eine hochwertige Wohnung mit Naturholzboden besser vermieten läßt. Ich weiß ja nicht , wie bei Euch der Wohnungsmarkt aussieht. Bei uns im kleinstädtischen Sachsen gibt es einen Wohnungsüberschuss (noch). Die Nachfrage nach hochwertig und besonders saniertem Wohnraum jedoch steigt.



Richtig,



Kappendecke... und ja die Decke ist verputzt.
Laut Vorbesitzerin war der Keller auf Erdreich. Die Leute haben vor ca. 30 Jahren Beton oder ähnlich reingegossen. dadurch ist die Kellerhöhe massiv geschrumpft. Ich schätze ca. 175-180cm. dadurch würde eine Dämmung von unten kaum möglich, oder?

Was Herr Teich beschreibt ist sicher die beste aber auch bestimmt die aufwendigste Art. Gibt es eine günstigere und einfachere Art? Es muss ja nicht gleich mit der Dämmkeule draufgeschlagen werden...
Gute Schalldämmung und Vinyl drauf bringt nichts meint ihr?

Wir leben in einer pfälzischen Kleinstadt, hier herscht seit Jahren Wohnungsmangel, gerade im 2-3 Zimmerbereich und die Mieten sowie Imobilienpreise expplodieren.



Fußbodendämmung



Es geht immer billiger.
Allerdings sind 12 cm Dämmung bei einem praktisch ungedämmtem Fußboden nicht als Dämmkeule zu bezeichne, sondern eher ein Minimum.

Alles was oben aufgelegt wird reduziert die Austrocknung der Dielen undd führt über kurz oder lang zur Verrottung, was wesenlich teurer wird, als eine von vornherein solide Konstruktion zu wählen.

Davon abgesehen ermöglicht die Dämmung einen fußwarmen, angenehmen Boden und reduziert die Heizkosten.

Wenn momentan kein neuer Fußbodenaufbau drin ist könnten auch einfach nur ca 2- 5 cm dicke PUR-, Kork- oder Holzfaserdämmplatten auf den Boden gelegt und darauf Fertigparkett oder Korkparkett verlegt werden.

Wenns nicht klackern soll beim Begehen Teppich verlegen, falls die Schalldämmung nach oben schlecht ist.

Allerdings sollte die Neukonstruktion bei 15-20 qm Raumgröße auch in max drei Tagen fertig sein.

Andreas Teich



Dämmung



Was würde so ein neuer Fussbodenaufbau von einer Fachfirma kosten ca.?
3 Zimmer, Küche Bad + Gäste WC, ca. 80qm



Dämmung auf Dielenboden



Hätten PUR Platten und Fertigparkett nicht den selben Effekt wie die Trittschalldämmung und Vinyl in Bezug auf Schimmel?

Am besten wäre uns eine Lösung auf den Dielen?!?



Schimmel bei Bodenaufbau



Jeder relativ dichte Belag ermöglicht über potentiell feuchtem Untergrund Schimmel-
deshalb wäre das nur eine provisorische Lösung, wenn kein neuer Aufbau erfolgen soll.

Besser wäre Dämmung mit trittfesten Holzfaserplatten und möglichst diffusionsoffenem Belag,
zB Teppich ohne Schaumrücken oder geölte Holzdielen.

40 mm dicke Holzfaserplatten mit Verlegelatten dazwischen zum Verschrauben von Holzdielen kosten etwa 20,-€/qm.
Verlegen kann das jeder Tischler, Bodenleger, Zimmermann oder auch Heimwerker.

Allerdings hat das mit Dielen eine Aufbauhöhe von ca 60 mm,
in jedem Fall müßten Türen gekürzt und möglichst auch die Zargen.

Wenn die Türen gut erhalten sind würde ich schon aus diesem Grunde die ursüprüngliche Höhe beibehalten und
gleich einen neuen, gut gedämmten Boden konstruieren-

auf Dauer sicher sinnvoller und wirtschaftlicher als jedes Provisorium,was zusätzliche Kosten
und Nachteile für Tür- und Rahmenkürzung, geringere Raumhöhe und Schwellen bei Übergängen mit sich bringt.

Andreas Teich



nachwievor



wäre die Dämmung der Kellerdecke der bessere Weg, hier reichen schon 6cm. Also erstmal Kellertemperatur feststellen und genau Höhe ermitteln. Die Nutzungsart ist immer noch unbekannt. Falls keine hochwertige Nutzung reichen auch 1,70 Höhe.



Dämmung der Kellerdecke



Das ist sicher mit die günstigste Variante, allerdings bleiben bei Kappendecken und ungedämmten Außenwänden die Wärmebrücken im Randbereich.
Je nach Höhe des Hohlraumes unter den Dielen kann dieser mit Zellulose ausgeblasen werden, wenn im Randbereich ein Brett entfernt wird.

Andreas Teich



Kellerdecke dämmen


Kellerdecke dämmen

Die Nutzungsart des Kellers ist nicht unbekannt, das hatte ich geschrieben... Waschküche, kleine Hobbywerkstatt und 2 Abstellräume.
Ich habe eben nochmal gemessen, es sind 190cm an den Eisenträger, also habe mich in der Höhe doch etwas verschätzt ;) würde dann ja passen um vom Keller her zu dämmen? Allerdings verlaufen viele viele Leitungen an der Kellerdecke entlang, was nimmt man da für Material?



Kellerdecke-Dämmung



bei vielen Rohren ists am einfachsten,
im Trockenbau eine abgehängte Decke zu erstellen und
den Hohllraum mit Zellulose auszublasen-
dann werden die Rohre gleich mitgedämmt.

Wenns auf Optik nicht ankommt transparente Dampfbremsfolie verwenden und darunter Sparschalung montieren.
Dann läßt sich die Einblasdämmung besser auf ungedämmte Bereiche kontrollieren.

Allerdings verbleiben dabei in allen Randbereichen Wärmebrücken

Andreas Teich



Kellerdecke dämmen


Kellerdecke dämmen

gibt es eine alternative zu der Einblastechnik, zum Beispiel. Platten oder ähnliches?
Die verbleibenden Wärmebrücken fallen aber doch nicht so ins Gewicht, oder?



Kellerdeckendämmung



Es gibt immer Alternativen- nur ist es aufwendig, um alle Rohre herum zu dämmen, ohne auch hier Wärmebrücken zu hinterlassen.

Gerade im Randbereich sind Wärmebrücken ungünstig,
weil hier am ehesten Kondensat anfällt und der Fußpunkt von Außenwänden am häufigsten von Schimmel befallen wird.

Wenn die Unterkonstruktion der Dielen ok ist können evt nur die Dielen entfernt, die Zwischenräume etwas geleert und nachgedämmt werden.
Die Dielen können bei vorsichtiger Demontage wiederverwendet werden, sofern es sich lohnt.

Andreas Teich



Kellerdeckendämmung



http://www.isover.de/Produkte/topdec-dp-3-tiefgaragen-und-kellerdeckendaemmung





Etwas gelehrt, das heisst wie viel ca.? unten könnten die alte Schlacke und der Bauschutt bleiben und oben mit was nachgedämmt?? Welches Material und wie viel cm ca. Nachschüttung? Die Balken sehen noch gut aus, die Dielen leider nicht mehr so...+

würde das so viel bringen?



Fußbodenaufbau



Wenn Sie es richtig machen wollen:
Alles raus bis auf die Gewölbekappen,
Ebener! Ausgleich aus gebundener Schüttung und/oder Estrichbeton
Dämmung aus trittfesten Holzfaserdämmplatten
in die obere Lage eingebettete Lattung
Dielen.
Die Latten fixieren nur, die Dielen liegen vollflächig auf der Dämmung auf.
Das erspart die Dämmung der Deckenunterseite.



Oben alles neu



ist ja offenbar nicht gewünscht- auch wenns besser wäre-
egal ob mit Schüttung und Plattendämmung oder mit KVH und loser Dämmung.

Topdeck von Isover müßte im Dübelverfahren befestigt werden- es blieben noch die Rohre auszusparen und die Zwischenräume zu dämmen.

Wenn nur die Dielen entfernt werden
sollten zumindest die Zwischenräume bis zur Balkenunterkante freigeräumt und gedämmt werden.
Im Außenwandbereich möglichst bis zur Rohdecke dämmen.

Es kann dazu auch Perlite öä verwendet werden.

Der erzielbare Dämmwert hängt von der Dämmhöhe ab.

Andreas Teich





Was heisst nicht gewünscht, ist eine Kosten- und Zeitfrage... Habe gedacht dass es vom Keller aus her günstiger und schneller geht bzw. das man es später noch nachträglich machen könnte... Diese Isoverplatten wären ja relativ einfach anzubringen aber was macht man bei den vielen verschiedenen Leitungen? Da umgibt man die mit was anderem, nehme ich an?
Dann gibt es auch noch Stromleitungen (siehe Bild)

Ist eine Bodendämmung immer besser als eine Kellerdeckendämmung?



Kellerdeckendämmung



Stromleitungen sollen lt Isover auf den Dämmplatten und nicht verdeckt auf der Rohdecke verlegt werden.

Bei vielen Rohren und unebener Decke kann die Dämmung sehr aufwendig werden.Spätere Änderungen der Installationen sind ebenfalls mühselig.

Bei ungestörter Kellerdecke ist Unterdeckendämmung einfacher.

Besser ist die Dämmung mit der größten Dicke und den geringsten Wärmebrücken- in diesem Fall ist das vermutlich von oben.
Ob dabei mit Dämmplatten auf Schüttung oder mit Balken gearbeitet wird ist eine Frage der Vorliebe für bestimmte Materialien und auch eine Frage der Belastungsmöglichkeit der gemauerten Zwischenfelder der Stahlträger.

Bei zweifelhafter Kappenausführung würde ich wie schon beschrieben KVH quer zu den Trägern verwenden und nur bei diesen unterfüttern.

Man kann später noch zusätzlich von unten dämmen, wenns besonders gut werden soll.

Wenn die Raumhöhe begrenzt, viele Installationen vorhanden sind, der Dielenboden darüber schlecht ist und wegen ungedämmten Außenwänden Wärmebrücken bei den Randbereíchen bleiben würde ich die Dämmung von oben vornehmen und möglichst die gesamte Bodenkonstruktion erneuern-

dann bekommt man ein gutes Ergebnis zumindest für die nächsten Jahrzehnte.

Bei mehreren Räumen kann das nach und nach geschehen.
Am besten geschliffene und vorgeölte Dielen verwenden.

Wieviel Platz ist über dem höchsten Punkt der Kappen bis zur Oberkante der Dielen
und wieviel Platz von der Oberkante der Stahlträger?

Ggf Zuschüsse/Förderung beantragen

Andreas Teich



Ein Gemurks...



...wird nicht bezuschusst. Oft ist auch der Aufwand, einen Zuschuss zu erhalten, aufwändiger als der Zuschuss dann bringt...

Georg hat eine gute Lösung vorgeschlagen. Der Aufbau ist einfach, bietet nur wenige Möglichkeiten zu patzen. Vorallem aber ist er für eine kleine Ewigkeit ohne noch einmal daran nachjustieren zu müssen, und, der Zeitaufwand ist gering. Ich wüsste nix besseres.

Viel Erfolg

Thomas



Danke



Also erstmal vielen Dank für die vielen Vorschläge... Jetzt habe ich genug Stoff um mir mal Gedanken zu machen.

Ich glaube ein Aufbau vom Boden wäre doch die bessere Variante ;)

Ich verstehe den Vorschlag von Herrn Böttscher nicht ganz. Ich schätze die Bodendicke auf ca. 30cm, das Aufzufüllen mit gebundener Schüttung oder Estrich würde uns doch ein Vermögen kosten?! oder war gemeint erstmal mit was anderem Aufzufüllen und dann mit Estrich oder gebundener Schüttung ausgleichen? Dann mit den eingebetteten Latten usw. habe ich auch nicht wirklich verstanden, gibt es vielleicht ein Bild von so einem Aufbau?

Würde es auch eine Möglichkeit geben die Schlacke und den Bauschutt zu entfernen und die vorhanden Balken zu behalten? Und mit diesem Aufbau weiter zu machen?

Herr Teich hatte am Anfang geschrieben neue Balken legen mit Abstand zu den Aussenwänden, ich meine das schonmal gelesen zu haben, aus welchem Grund macht man das?



Sie...



...brauchen gar keine Balken mehr, wenn Sie neu aufbauen nach Vorschlag Georg.

Natürlich müssen Sie keine 30cm Beton reinkippen, Sie planen ja kein Führerbunkerli. Schotter oder Waschkies, Geovlies, darauf 10cm sauber abgezogener Unterbeton (Leichtbeton), Dichtbahn, usw.

Ein einfacher und fehlerunanfälliger Aufbau.

Viel Erfolg wünscht

Thomas



Dämmung


Dämmung

Ich habe eben den Schutt und die Schlacke an der offenen Stelle weggeräumt.
Es ist schon betoniert, man sieht auf dem Bild auch den Stahlträger.
So jetzt ist eine neue Situation, macht man da überhaupt was, wenn ja, was könnte man da machen? könnte man zum Beispiel auf den Beton Styrodur legen und oben drauf Fließestrich?
Könnte man den Boden so lassen oder ist das von der Wärmeeffizienz immernoch miserabel?
Vinyl z.B mit Trittschalldämmung könnte man jetzt glaube ich in der Küche ohne Probleme legen weil ja keine Feuchtigkeit von unten aufsteigen kann?! Jedenfalls war alles furztrocken...



Bodenaufbau



Jetzt besteht ja die ursprünglich vermutete Situation.

Was spricht gegen KVH und Zellulosedämmung mit Dielenboden wie anfangs schon beschrieben?
Die KVH- Lage kann einfach mit 3 untergelegten Querbalken erhöht werden, um auf das gewünschte Niveau zu kommen.

Plattenförmige Dämmstoffe benötigen eine ebene Auflagefläche, dh darunter Ausgleichsestrich oder Schüttung.

Wer unbedingt will kann darüber einen Estrich herstellen,
jedoch aufwendig und hoher Feuchtigkeitseintrag.

Wenn ein diffusionsdichter Plastikfußboden gewünscht wird sollte auf dem Rohboden eine Feuchtigkeitssperre verlegen.

Andreas Teich



Was spricht...



...für Balken in nach oben völlig abgesperrten hohlen (bzw. flusengefüllten) Räumen?

Gar nichts.

Die Deklaration "furztrocken" ist albern. Ein Furz ist maximal mit Wasserdampf gesättigt. Und manchmal ist das sogar untertrieben.

Absperren sollte man gegen die kältere Seite. Und auf dem unebenen Untergrund ist ein Leichtbeton mit nicht unerheblichem Dämmpotential, schön sauber und waagerecht abgezogen, und eine Sperrbahn darauf die beste und einfach herstellbare Basis für alle denkbaren Aufbauten. Selbst für einen Quark wie Vinyl.

Grüße

Thomas



Vor- und Nachteil



was wäre denn der Vor- und Nachteil der beiden Varianten?

Also wenn ich die alte Konstruktion schon komplett raushole, würde ich gerne keine neuen Balken reinlegen wollen, dann würde ich vom Gefühl her doch auf was massiveres gehen, Ich schätze Leichtbeton kann man auch liefern und eingießen lassen wie Estrich schätze ich mal?!

Wir haben heute die alten Fließen aus dem Bad entfernt, dort ist schon ein kompletter Betonboden auf die Höhe der Dielen der anderen Räumen gegossen worden, das Problem ist dass wir in der Küche eine Wand aufreisen möchten und einen Teil der alten Küche zum neuen Bad hinzufügen, in diesem Teil wird dann wahrscheinlich auch Beton eingegossen damit man den gleichen Untergrund hat... Würde es da Probleme geben zu den anderen Räumen? In Bezug zu Wärmebrücken usw.?



Perfekte Schätzung :-)



"Ich schätze Leichtbeton kann man auch liefern und eingießen lassen"

Und das ist billiger als gedacht und besser als selber anrühren. Mit dem waagerechten Abziehen sollten Sie sich aber Mühe geben.

Davon abgesehen: Sammelt Euere Ideen und lasst 'mal einen Planer drüberschauen. Nicht alles Relevante seht Ihr vermutlich selbst, und letztlich ist das sicherer und sparsamer als drauflosbauen.

Grüße

Thomas



Planer



das mit dem Planer ist so eine Sache, würde ich gerne machen, nur habe ich das Gefühl das es bei uns in der Gegend irgendwie keine gibt. Habe letzte Woche einen Mann von einer Fachfirma da gehabt (siehe erster Beitrag ;) ) Deshalb habe ich mich im Forum angemeldet... Welches Handwerk ist den für so etwas zuständig?



Ein Architekt...



...mit Altbauerfahrung.

Gibt es mit Sicherheit auch in der Pfalz.

Grüße

Thomas



Dämmung



Wegen der Versetzung der Wand in der Küche war heute ein Architekt da, dieser hatte sich auch den Boden angeschaut und gemeint er würde da kein Leichtbeton usw. reinrissen wegen der Tragfähigkeit der Decke, er hält eine Trockenbauweise für besser. Ihr hattet doch geschrieben auf den vorhanden Beton eine Folie oder ähnliches drauf?! Der Architekt meinte dass dadurch die Trägern anfangen könnten zu Rosten weil sich die Feuchtigkeit unter den Trägern an der Folie sammeln könnte..
Er würde Dachpappe auf den Beton legen und darauf Balken, die Balken mit Keilen und sonstigen ausgleichen, zwischen die Balken Schüttung und oben OSB-Platten... was haltet ihr davon? das kommt dem von Herr Teich schon sehr nahe...



Fußbodenaufbau



Mag sein das dies ein Architekt war, Altbauerfahrung hatte er jedenfalls nicht.
Sein bauphysikalischer Kenntnisstand ist sehr dürftig. Eine Schweißbahn ("Dachpappe") ist genauso dampfdicht wie eine Dampfsperrfolie und das Kondensat, wenn überhaupt,fällt an der wärmeren Seite aus.
Was Leichtbeton ist weiß er anscheinend auch nicht, jedenfalls was die Rohdichte betrifft. Das so ein Aufbeton die Tragfähigkeit einer scheitrechten Kappendecke mit Trägern erhöht hat ihm wohl auch keiner gesagt
Sie müssen sich jetzt langsam entscheiden sonst geht diese Eierei noch bis ins nächste Jahr weiter.
Das letzte Foto zeigt mir das da kein PVC im Bodenaufbau ist.
Dann lassen Sie einfach die Decke so wie sie ist oder tauschen nur die Dielen aus. Wenn Sie keine Dielen mehr haben wollen dann Trockenestrich. Vorher die Hohlräume noch mit Dämmung auffüllen, neue Dielen drauf das wars.
Die Tragekonstruktion auszutauschen ist gaga wenn die alte in Ordnung ist.

Unabhängig gilt m-E.: Entweder richtig oder gar nicht.



Fußbodenaufbau



Mag sein das dies ein Architekt war, Altbauerfahrung hatte er jedenfalls nicht.
Sein bauphysikalischer Kenntnisstand ist sehr dürftig. Eine Schweißbahn ("Dachpappe") ist genauso dampfdicht wie eine Dampfsperrfolie und das Kondensat, wenn überhaupt,fällt an der wärmeren Seite aus.
Was Leichtbeton ist weiß er anscheinend auch nicht, jedenfalls was die Rohdichte betrifft. Das so ein Aufbeton die Tragfähigkeit einer scheitrechten Kappendecke mit Trägern erhöht hat ihm wohl auch keiner gesagt
Sie müssen sich jetzt langsam entscheiden sonst geht diese Eierei noch bis ins nächste Jahr weiter.
Das letzte Foto zeigt mir das da kein PVC im Bodenaufbau ist.
Dann lassen Sie einfach die Decke so wie sie ist oder tauschen nur die Dielen aus. Wenn Sie keine Dielen mehr haben wollen dann Trockenestrich.
https://www.fermacell.de/de/docs/fermacell_PuV_Boden_D.pdf
Vorher die Hohlräume noch mit Dämmung auffüllen, neue Dielen drauf das wars.
Die Tragekonstruktion auszutauschen ist gaga wenn die alte in Ordnung ist.

Unabhängig gilt m-E.: Entweder richtig oder gar nicht.



Bodenaufbau



Wegen der Korrosionsgefahr hatte ich Rostschutz der Metallträger erwähnt und dass das KVH auf den Trägern unterfüttert werden sollte (damit die Ziegeldecke nicht belastet Wird).

Leichtbeton ist nun alles zwischen ca 200 und 2000kg/m3- zumindest lastet bei jedem Beton ein höheres Gewicht auf den Stahlträgern als bei anderen Konstruktionen- egal ob Schüttung und Trockenestrich oder KVH und Dielen-Konstruktion.

Wenn Leichtbeton würde ich zumindest nicht die EPS-Leichtbetone nehmen- besser Liapor oä, die sind dann wenigstens voll mineralisch (und irgendwann problemlos zu entsorgen).

Kondensat kann sich unter jeder Dampfsperre oder -bremse mit höherem Sd-Wert sammeln. In der Hinsicht sind Bitumenbahnen nicht viel besser als PE-Folien, ich hatte auch noch andere erwähnt.

Wenn eine Folie oder Bituumenbahn voll auf dem Metallträger aufliegt kann sich dazwischen kein Kondensat bilden- das setzt einen Luftraum voraus.

Wenn der Keller tatsächlich ziemlich trocken ist (mit Hygrometer messen) und der Bodenbelag diffusionsoffen und die Dämmung kapillaraktiv kann die Folie auch entfallen.
Bei OSB und Plastikboden würde ich Folien auf der Rohdecke verlegen.

Wenn 20-30 cm aufgebaut werden muß würde ich mit etwa 30 cm Abstand von der Wand jeweils einen KVH-Balken Verlegen und den dritten mittig dazwischen und diese genau nivellieren. (größeren Abstand von der Wand lassen, da dies die Spannweite reduziert)

Dann müssen die darüber quer verlaufenden Balken nur noch aufgelegt und an den Kreuzungspunkten verschraubt, aber nicht mehr ausgerichtet werden.

Bei 12 cm Aufbauhöhe zB 5/10 oder 6/10 cm KVH verwenden.

Keile nur verwenden, wenn diese eine sehr flache Steigung haben und mit dem KVH verklebt/verschraubt werden- sonst können die sich losrütteln.
Besser Gummigranulatplatten in verschiedenen Stärken, Eiche-, Sperrholz oder Kunststoffplättchen zum Nivellieren verwenden und mit etwas Baukleber verbinden.

Ohnehin hängt die jeweils praktikabelste Lösung von den zur Verfügung stehenden Handwerkern, sowie den Kosten ab oder ob man selbst tätig werden will und evt ökologische Ansprüche hat.

Andreas Teich



30cm??



30cm?? vom Träger bis zu Oberkante Dielen haben wir ca. 12 cm...
Der Plan ist neue Balken legen bzw. wenn die alten Balken überall gut sein sollten behalten. Schüttung raus und neue rein, oben drauf OSB oder Fermacel und dann Design-Click-Vinyl.
Was ich wissen muss, benötige ich auf dem Rohboden eine Folie oder nicht??
Hat dieser ganze Aufwand überhaupt energetisch viel Sinn?
Welche Schüttung ist gut und günstig?



Korrosion



Zementleim ist ein sehr guter Rostschutz.
Sollte der Herr Architikt wissen.



Feuchtigkeitssperre


Feuchtigkeitssperre

Aufbauhöhe habe ich oben korrigiert..

Unter diffusionsdichten und feuchteempfindlichen Plastikbelägen sollte auf jeden Fall eine Feuchtigkeitssperre auf dem Rohboden verwendet werden, um potentielle Kellerfeuchtigkeit abzuhalten.

Ohnehin schreiben das fast alle Hersteller vor.

Schaumbeton dürfte max 1/4-1/5 der Dämmwirkung haben- abhängig von der Rohdichte

Andreas Teich



vielen Dank



Okay, vielen dank!! so werden wir das auch angehen!
Sie sagten die Balken quer zu den Trägern und auf den Träger nivilieren, richtig?
Welche Dämmwert haben wir jetzt ungefähr?
Kann man ca. sagen wieviel % man dadurch einsparen könnte? Gibt es da einen ungefähren Richtwert?



Bodenaufbau über Kellerdecke



Der Dämmwert steht bei der Zeichnung: 0,31 W(m²K),
ich vermute mind. 4-5 mal besser als jetzt und entsprechend weniger Wärmeverluste auf die Fußbodenfläche bezogen.

Höhenausgleich zwischen Stahlträger und KVH und die Holzbalken wie auf der Zeichnung quer gelegt zu den Stahlträgern.

Am besten mit Schlauchwaage oder Rotationslaser die fertige Fußbodenhöhe minus Belag an allen 4 Raumecken anzeichnen.

Dann den höchsten Punkt der Stahlträger suchen, woraus sich die maximale Balkenhöhe ergibt.

Andreas Teich



Vinyl



Vielen Dank Herr Teich und an die anderen!!
Jetzt habe ich nach einigen Tagen endlich mal ein beruhigtes Gefühl und weis jetzt was ich zu tun habe.
Also bei Vinyl Folie auf Rohdecke, wenn wir uns für Fertigparkett entscheiden sollten auch?



Was für ein...



...selten dämlicher Aufbau. Holzbalken in Fichte, Zellulose und am Ende auch noch organische Trägerplatten zwischen Folie und Vinyl?

Schaufeln sind gerade im Angebot bei OBI, kaufen Sie eine. Falls Sie das später alles entsorgen müssen, sind Sie so auf der sicheren Seite und haben schon das passende Werkzeug...

Da kann ich nur noch an den guten alten Einstein und seinen Spruch vom Universum und der menschlichen Dummheit denken.

Wohl bekomms!

Thomas



???



Wieso ist der Aufbau dämlich??
Ich bin mir auch etwas unsicher ob eine Sperre auf die Rohdecke Sinnvoll ist. In der Küche hat jahrelang ein PVC Boden gelegen und es ist alles in Ordnung drunter...
Was an dem Rest dämlich sein soll verstehe ich nicht ganz?



Genau das,



was ich schon schrieb und letzmalig für Sie wiederhole: Organische Materialien allseits eingepackt in Folie. Das darauf möglicherweise folgende Schadensbild ist mir von Baustellen bauwütiger Ahnungsloser gut vertraut. Eine vielleicht auch Ihnen bekannte Variante ist der Hausschwamm.

Ich werde noch 'mal anrufen, ob Denen ein multigenialer Berater namens "T." etwas sagt. Vielleicht sind es ja fachwerk-forensische Jünger...

Möglicherweise kann dieses Forum auch beträchtlichen Schaden anrichten.

Bedauert

Thomas



Bodendämmung



Wie ich schrieb:

Unten Folie, wenn Keller feucht, sonst weglassen
Oben Dielenboden
Dazwischen Dämmung

Der Diffusionsstrom geht aufgrund der Thermik nach oben.

Andreas Teich





Nochmal, Dielen werden keine mehr drauf kommen...

Ich bin mir nur etwas unsicher ob eine Sperre auf die Rohdecke wirklich Sinnvoll ist. Ich habe Angst mit einer Sperre mehr Schaden anzurichten als ohne... Der Keller ist trocken und wird immer gelüftet. In der Küche hat Jahrelang wenn nicht Jahrzehnte ein PVC Boden gelegen und es ist alles in Ordnung drunter...



Perlit



Anstatt Zellulose würde ich gerne auf was mineralisches wie Perlit zurückgreifen, so könnte ich wahrscheinlich die Folie unten weglassen... Sollte doch nahezu den die gleichen Dämmeigenschaften wie Zellulose haben?



Dielen



Hallo nochmal,
wir haben entschieden überall außer in der Küche (Vinyl), Dielen aber mit Nut und Feder zu verlegen, diese sollen ja verleimt werden. Dadurch kann die Folie unten wegfallen, oder?

Aber sonst möchten wir den Aufbau so wie Herr Teich gesagt hat machen...