Fachwerkhaus wieder aufbauen (Bodenaufbau, Wärmedämmung der Außenwände, Deckendämmung usw.)




Hallo,

wir möchten ein denkmalgeschütztes Fachwerkhaus wieder aufbauen! Das Vierständer-Bauernhaus ist aus dem 18. Jahrhundert und die Gefache werden wieder mit Feldbrandsteinen ausgemauert.
Eine Fuß- und Wandheizung soll installiert werden!
Zu den Wohnbereichen sollen demnächst die Deele (mit Deelenplatten), die ehemaligen Stallungen und das Querflett mit seinen Kammern gehören. Das Dachgeschoss soll also nicht ausgebaut werden!
Wer kann uns zu folgenden Themen Infos/Tipps z.B. in Sachen Qualität oder Preis-Leistung geben?
Wichtig, alles muss nach denkmalrechtlichen Bestimmungen geschehen!
- Welche Heizmethode ist empfehlenswert? Es soll eine Fuß- und Wandheizung installiert werden!
- Aufbau des Fundaments, des Bodens, des Sockels (das Haus soll einen Sockel (ca.25cm) bekommen!)
- Innendämmung der Außenwände (Wandheizung)
- Wärmedämmung zum Dachboden
Wir freuen uns schon auf Eure Antworten und vielen Dank im Voraus!
Viele Grüße Markus



Ja, moin auch ..



.. was wär denn die Frage ?
Ist doch alles klar soweit ; sollte der Denkmalschutz ( und das Bauamt )ihr ok zum umsetzen oder wiederaufbauen geben ,steht doch außer nötigem Schweiß und Kleingeld einer ordentlichen Bauplanung und Durchführung nix mehr im Wege ;-).
Aber ins kleingedruckte : Habe beim eigenen 4StänderHaus im Wohnbereich WEM-Lehmheizplatten montiert , in Flett und Bad Fußbodenheizung unter Terracotta : nix ernsthaftes zu meckern von unseren Mietern,(Gasrechnung kommt ja noch ..) , würde , wenn ich heut anfangen würd zu planen , über Hackschnitzelheizung nachdenkken ,falls Platz vorhanden .
Empfehlenswert auf jeden Fall einen Planer/Bauing hinzuzuziehen ,der Spaß und Ahnung vom Holzbau hat - ein mit Zuneigung zu seinem Beruf versehener Zimmermeister/in ist auch kein fehler - ,denn Standsicherheitsnachweis und den Rest vom Baurechtsfest (Brandschutz,Schallschutz..)müsst Ihr eh neu machen lassen , baurechtlich ist das ein Neubau !!eigene Vorstellungen entwickeln ,fachliche Hilfe suchen ,
nicht mürbe machen lassen ,si ists recht .
Gutes Gelingen Jürgen Kube



Vierständer



Guten Morgen,

ich nehme mal an, daß Ihr Vierständer im münsterländischen steht. Wie weit ist er denn gediehen ?
Mit Kalk und / oder Lehm können Sie nichts verkehrt machen. Hackschnitzelheizung ja, wenn Platz ist, Scheitholz ist unter Umständen noch günstiger im Verbrauch macht aber Arbeit.
Flächenheizungen sind immer gut, solare Untertützung wird allmählich auch selbstverständlicher.
Innendämmung der Außenwände ist beim Vierständer ein Muß.
das wär es auch schon, was ich zum Allgemeinen sagen könnte, was mein Vorschreiber geschrieben hat, kann man nur voll unterschreiben. Alles andere müßte man selber gesehen haben, bzw. es müßten viele Detail vorliegen, nichts für die Distanz. Detailentwicklung ist eben Arbeit im Detail und davon werden Sie noch jede Menge zu tun kriegen.

Grüße vom Niederrhein



Hier ein typischer Außenwandaufbau



mit Holz-Leichtlehmsteinen im Außenfachwerk und einer Vormauerung mit 6 oder 12 cm LehmLeichtbauplatten mit Leichtlehm-Zwischenfüllung



Hier einige Tips



Hallo, ich bau an einem ähnlichem Haus. Ziegelsteine kann man günstig kaufen bei http://www.trojanowscy.krasnik.pl/de/index.php oder beim Ingo. Die Innendämmung mache ich mit Leichtlehmsteinen von http://www.lehmmanufaktur.de gemacht. Läßt sich alles super verarbeiten. Der Mörtel für die Ziegelsteine wurde mit 1 Teil Weißkalkhydrat, 3 Teile Sand 0 bis 4 mm und 1/2 Teil Zement gemacht. Die Leichtlehmsteine wurde mit Lehm aus dem Gebäude vermauert, welcher 7 Tage zum Mauken angesetzt war. Als Heizung ist eine Fußbodenheizung vorgesehen. Festbrennstoffkessel von Solarbayer, 2000 l Pufferspeicher und 14qm Flachkollektoren.
Zusätzlich habe ich noch einen Kachelofen und baue noch eine Stapflehmmauer als passiver Sonnenwärmespeicher.
Bei den Fenstern bin ich noch nicht klar, habe provisorisch noch die Alten drin. Wäre aber für jeden Tip dankbar.
Gerd