Vertrieben von Zuhause - Die Yuppisierung eines Quartiers




Hallo zusammen,

"Das Seefeld ist Symbol für die Veredelung eines Stadtteils: Der Quadratmeterpreis steigt, alteingesessene Mieter werden verdrängt, die Bevölkerungsstruktur verändert sich. Karin Bauer porträtiert Mieter, Investoren und Politiker und erzählt die Geschichte der Schönheitsoperation ihrer Heimat."

SF Videoportal:

http://www.videoportal.sf.tv/video?id=910b51ba-aa47-4e4a-99ff-a38aaf8808a6


Viele Grüße

Mladen



Tja,



mal ein wieder ein Beispiel für "modernen Zeitgeist", der auch für den Abriss des Stuttgarter Hauptbahnhofs und den Bau unsinniger Brücken in Dresden sorgt. Ein Zeitgeist, der alle etablierten Berufslügnervereinigungen(zu deutsch: Parteien) unter einen Hut gebracht hat und für eine vereinheitlichte programmatische Zielsetzung gesorgt hat: Meine Tasche voll, egal wie.
MfG
dasMaurer



Naja,



wenn man sich durch das kratzige Schwitzerdütsch des Beitrages kämpft, hört man eben auch, daß das vor 15 Jahren eine vergammelte Ecke mit Drogenszene und Kinderstrich war. Soll man sowas konservieren? Es ist weder ungewöhnlich noch neu, daß Wohngegenden auf- oder auch abgewertet werden. Daß alte Bausubstanz abgerissen wird, und auch mal minderschön ersetzt wird, ist auch nicht ungewöhnlich. Es ist traurig, wenn man sich nach einer Sanierung sein Wohnumfeld nicht mehr leisten kann. Wenn das Ganze dann aber unter "Vertrieben aus der Heimat" läuft, kommt mir das denn doch übertrieben daher. Vertriebene, daß waren z.B. 1945 Leute, die halbverhungert aus den ehemaligen "Ostgebieten" mit nichts als einem klapprigen Handwagen, auf dem die Kinder saßen, in Deutschland ankamen. Mancheiner hat's auch nicht geschafft, und wurde unterwegs erschossen.

Medien neigen zur Dramatisierung. Wer würde sonst in dem täglichen Geplärr aus tausenden Stimmen noch aufmerksam werden.

Was hier kritisiert wird, ist nichs anderes als die Basis der kapitalistischen Gesellschaft, die uns umgibt, nämlich das Ziel des Maximalprofites. Es liegt an jedem selbst, menschlicher zu sein, als im Beitrag dargestellt.

Grüße

Thomas



Same procedure



as every Year.....nur dass es heutzutage dann keine Bilder mehr von brennenden Barrikaden und Strassenschlachten zwischen Hausbesetzern und der Polizei mehr dazu gibt...


:-( Boris



Hausbesetzung...



...ist nicht mehr trendy. Die Generation im besten Besetzeralter bevorzugt Bausparverträge :-)

Grüße

Thomas



@ Thomas:



Oder sowas:

http://www.syndikat.org/

Gruss, Boris



Ohne gleich im Sauerteig zu versinken:



Wohnprojekte, die durch die Jahre funktionieren, gibt's nicht so viele, würde ich meinen. Irgendwann ekelt doch meistens der eine den anderen 'raus. Nach der kollektiven Euphorie kommt halt oft der Ellebogen.

Grüße

Thomas