Welches Verbundrohr für Wandheizung ist am sinnvollsten?

04.01.2007



Hallo an alle,

wir wollen unser Einfamilienhäuschen(Neubau)zum Grossteil mit einer Wandheizung versehen. Diese soll in Lehmputz direkt auf die Poroton-Aussenwände installiert werden.
Beim sichten der verschiedenen Systeme viel mir auf, dass die Verbundrohre in Durchmessern von 16x2mm bis runter zu 9x1mm angeboten werden.
Um die kleinere Wärmeabgage der dünneren Rohre auszugleichen werden wohl die Rohre einfach mit einem geringeren Abstand verlegt. Der Vorteil ist natürlich dass der Wandaufbau geringer als beim dickeren ist und dadurch die Pzuschicht auch dünner ausfällt. Dadurch wird wahrscheinlich auch die Trägheit aufgrund der reduzierten Masse verbessert.
Ich vermute aber mal dass die dünneren Rohre auch Nachteile mit sich führen. Vermutlich sind die maximalen Leitungslängen aufgrund des grösseren Strömungswiderstandes kleiner. Und wie sieht es mit der mechanischen Festigkeit aus? Mein Installateur ist leider keine wirklich grosse Hilfe bei dem Thema Wandheizung :-(. Vielleicht bekomme ich hier noch ein paar Anregungen. Tausend Dank.

Grüße
Jörg



Hallo Jörg



wie arbeiten seit langen mit einen 16x2 mm Rohr und haben sehr gute Erfahrungen damit.

Die Putzstärke sind etwas dicker als normale Stärken. Allerdings wird die Wärme gut gespeichert und gleichmäßig in den Raum eingetragen. Durch die Rohrstärke und den daraus resultierende Wiederständen ist die Anbindetechnik und die Verteilung überberschaubar.

Grüße Gerd



Druckverlust



Hallo !

Der Druckverlust ist bei diesen Rohrlängen nicht zu vernachlässigen. Die von einigen Wandheizungsanbietern angegebene Maximallänge halte ich schon für ziemlich lang, wenn man auch vom Verteiler bis zur Pumpe noch einige Meter hat.
Der Installateur sollte aber schon in der Lage sein aus gewünschter Durchflussmenge, verwendetem Verteiler usw. eine passende Kombination aus Pumpe, Rohrlänge und Durchmesser zu berechen oder wenigestens Pi-mal Daumen vorzuschlagen.
Im Zweifelsfall lieber zwei kurze Kreise als einen langen.

Noch ein Tip, bei der Verlegung der Rohre daran denken, das man auch noch irgendwo eine Fußleiste andübeln möchte ;-)

Viele Grüße,
Karsten



Je



größer der Rohrducrhmesser desto kleiner der Druckverlust desto mehr laufende Meter und Leistung ( Watt)/ Heizkreis.

Bei einem 16x2 mm Rohr lassen sich an einen Kreis ca. 95 m anschließen.

Grüße



16er Rohr ist gut



Der Innendurchmesser beträgt dann nur noch 12mm. Und nur der ist relevant.
Bei 9*1mm sind nur noch 7mm Innendurchmesser übrig.
Es muss auch daran gedacht werden, dass zumindest an den Verschraubungen/Verpressungen eine weitere Verjüngung eintritt. Ich finde es schon gewagt, dünnere Rohre zu verwenden.Die Pumpe muss enstprechend stärkeren Druck aufbauen um die nötige Wassermenge zu beförden. Die Warscheinlichkeit von Fliessgeräuschen nimmt zu.
10cm Verlegeabstand sollte man eigentlich generell verwenden - optimalere Wärmeabgabe bei niedrigeren Vorlauftemperaturen.

Und nicht zuletzt: dünnere Rohre knickt man leichter - und schon hat man noch eine Pressstelle - mitten in der Wand.



Hallo allerseits,



vielen Dank für die hilfreichen Antworten. Meine Vermutung wurde bestätigt dass die dickere Rohrvariante (16x2mm) doch die gescheitere ist.
Wenn man die genannte Rohrkreislänge von 95m nicht ausreizen möchte werden es ja bei größeren Räumen 2 oder sogar 3 Heizkreise. Wie werden diese dann von einem gemeinsamen Thermostat geregelt? Jeweils ein Heizkreis auf einen Zu/Abgang am Verteiler + 3 parallel geschaltete Stellmotoren? Vielen Dank.

Grüße
Jörg



Etagenverteiler



Regelung über Raumfühler und den Etagenverteiler der Kreislaufregister.
Raumfühler über Kabel oder Funk ansteuerbar zum Etagenverteiler mit Stellmotoren oder eben manuell herkömmlich.
Grüße Udo



Etagenverteiler



Regelung über Raumfühler und den Etagenverteiler der Kreislaufregister.
Raumfühler über Kabel oder Funk ansteuerbar zum Etagenverteiler mit Stellmotoren oder eben manuell herkömmlich.
Grüße Udo



Nachtrag: Etagenverteiler



Hier in der Einbauphase im Dachgeschoß für mehrere Kreisläufe im 1.OG und DG



Hallo Udo,



dass der Raumfühler über ein Kabel den Stellmotor im Etagenverteiler ansteuert ist mir schon klar. Aber typischer weise halt "nur" einen einzigen Stellmotor. Wenn ich jetzt in einem großen Raum (35-40m2) aber 2 oder 3 Heizkreise installiere dann möchte ich diese ja trotzdem nur über den einen Raumthermostaten ansteuern. Deshalb die Frage wie dies dann gemacht wird.

Grüße
Jörg



einfach parallel schalten



Die benötigte Anzahl der Regler kann man einfach parallel schalten.
Bei mir sind es z.B. 3 Stück pro Raum.

Ein kleiner Hinweis zur Kreislänge: man ist schneller an der max. Länge angekommen, als man denkt. Alleine für die Zuleitung vom Verteiler zur Heizfläche sind ganz schnell mal 20m "verschwunden". Bei der Planung diesen "Verschnitt" unbedingt mit kalkulieren!