Holzvertäfelung im OG innen ersetzen

10.09.2007



Hallo,
wir möchten gerne in unserem zukünftigen Sandsteinhaus
im OG die Holzvertäfelung (an Decke und Wand bis zum Boden)
ersetzen. Die Räume wirken dadurch einfach zu dunkel und drückend.
Leider wissen wir noch nicht was sich dahinter verbirgt.
Was könnte man erfahrungsgemäß dahinter annehmen (Bj.1912).
Oder kann man das pauschal so nicht sagen?
Da das meiste Dachschrägen sind, habe ich erst schon an eine Fermacell oder Rigipsverkleidung gedacht. Die dann tapeziert und gestrichen würde.
Über Lehmputz habe ich hier auch schon viel erfahren, aber das wird wohl zu teuer.
Das schwierigste wird wohl das Bad werden, wo auch alles vertäfelt ist (Drempelhöhe nur ca.60cm bei einer Raunhöhe von ca 2m). Welche Wandaufbau wäre zu empfehlen?

Gruß,
T. Waldner



Sasndstein & Rigips



Bitte, bitte die Suchfunktion benutzen - es ist schon sheeeehr !!!! viel darüber gepostet worden.
Kurz: Rigips und Sandstein geht nicht...
Liebe Grüße
Silke



Anstreichen



Sie können sich eine Menge Arbeit ersparen, wenn sie das Holz weiss anstreichen, zum Beispiel mit einer Lasur.
Bei uns hat das meine Frau erledigt mit einer Lasur für Kinderspielzeug, sieht super aus, bisschen wie IKEA und vor allem hat es die Räume richtig aufgehellt.
Das Holz war wie bei Ihnen unterm Dach schon angegilbt weil unbehandelt.
Nun sieht man immer noch die Maserung und drüberwischen kann man auch, besser als alles runterreissen.

Alles Gute





Erst mal danke für die Tips.
Also auf der Suche hatte ich mich deswegen schon begeben,
aber zum Thema Holzvertäfelungersatz noch nicht richtig fündig geworden.
Die Holzvertäfelung spielt sich auch eher im Dachbereich ab. Weniger im Sandsteinbereich.
Anstreichen hatte ich auch erst gedacht. Aber ein Tischler hat davon abgeraten. Weil die Vertäfelung, die wohl in den 70ern angebracht wurde ,schon mit einer lasur versehen wurde. Und ob die alte Lasur schon den blauen Engel hatte?.
Bliebe nur das abschleifen. Und das möchte ich mir ersparen.
Es kommt mir auch speziell aufs neue Bad (Bilder) an, da dort das Holz definitiv raus muß.



zunächst macht es Sinn, unter die Wandvertäfelung zu schauen.



Wenn Sie Glück haben, ist kein Dämmstoff, sondern nur Luft dahinter. Die gleichen Holzvertäfelungen hat eine unserer Kundinnen erfolgreich mit unseren hochdeckenden TEX-BIS LehmFarben in weißen, hellen Farbtönen beschichtet. Zuvor wurde 1 mal mit unserer Streichputzgrundierung vorgrundiert.



Holzvertäfelung OG



Anhand des Baujahres vermute ich hinter der Vertäfelung Schilfrohr, Heraklith o.ä. als Putzträger und Putz.
Nehmen Sie doch einfach mal ein Brett ab und schauen Sie nach, ehe Sie uns Fernvermutungen anstellen lassen!
Falls Sie Schaumpolystyrol finden, in den 70-er wurden die Zwischenräume der Trägerlattung damit gern aufgefüllt.
Ich empfehle Ihnen den Ausbau nicht so sehr aus gestalterischen Gründen, sondern aus der potentiellen Gefahr einer Holzschutzmittelbelastung heraus. Damals wurden häufig lindanhaltige Holzschutzlasuren und -Mittel von Selbstbauern oft völlig überdosiert eingesetzt.

Viele Grüße
Georg Böttcher



Ich muß meinen Vorrednern zustimmen...



...und rate dazu, mal dahinter zu schauen. Allerdings vor allem wegen der lustigen Dämmethoden aus den 70ern. Hier im Forum werden verschiedenste Dämmethoden empfohlen, um Bauschäden zu vermeiden. Alle, wenn sie auch recht unterschiedlich sind, haben sicher gemein, daß die Sünden aus den 70ern als schlecht befunden werden. Vor allem wenn ich denke, daß ein Badezimmer auf diesem Stock ebenso ausgeführt ist.
Unter Umständen ist die Ästhetik dieser Nut-/Federbretter das kleinste Problem...

Gruß Patrick.



Hallo Herr Waldner,



der "Blaue Engel" ist das beste Beispiel dafür, daß nicht alles, was besser ist, auch gut ist.

Er wird dann verliehen, wenn etwas giftiges, umweltschädliches etwas weniger giftig oder umweltschädlich wird.

Ich empfehle Ihnen den Einsatz von Farben aus natürlichen Ölen, Lacken und Pigmenten. Die waren schon immer wohngesund, können also keinen "Blauen Engel" tragen und sind trotzdem Dispersionslacken und Lasuren ("Öko"-Wasserlacke) bei weitem überlegen.

Grüße

Thomas





Hallo,
Wenn ich die Täfelung jetzt sitzen lasse (außer im Bad) u. nach einer Grundierung mit Lehmfabe streiche ( wie von Herrn Schillberg empfohlen), wäre die alte u. evtl. giftige Lasur damit dann versiegelt oder könnte dann noch was ausdünsten?
Da die Lehmfarbe ja offen ist, würde ja nur die Grundierung versiegeln, oder? Naja, (nur) neu Streichen käme ja auf jeden Fall günstiger, alls neu verkleiden. Es sei den dahinter verbirgt irgendwelcher Dämmmüll.
Hinter der Verkleidung schauen kann ich leider noch nicht, da das Haus noch nicht unser ist und noch bewohnt wird. Ich werde es aber auf jeden Fall sofort machen, wenn es dann losgeht.
Gruß,
T.Waldner





Giftige Ausdünstungen können sie nur mit Schellackprodukten absperren, aber ob sie Nut -und Federbretter mit einem Anstrich rundum dichtkriegen ist die andere Frage !
Reißen sie das potthäßliche Gelumpe rauß aus dem Bad,verputzen sie alles mit Kalkputz und gestalten sie den Raum farbig nach ihren Geschmack ! Sie sollen sich dadrin doch genauso wohlfühlen wie im Bett, ohne dauernd irgendwelche Gedanken über Wohngifte und sonstiges im Kopf zu haben!



Ich halte es schlicht für Unfug,



Holz (und dazu noch lasiertes) mit einer Lehmfarbe zu streichen. Wenn Sie das Ganze trotz Holzschutzmittelbedenken nicht rausreißen wollen (was mir auch sinnvoller erscheint), maskieren Sie diese evtl. vorhandenen Stoffe mit Schellack. Dieser kann weiß bzw. farbig pigmentiert sein, oder aber Sie nehmen den Lack als Basis für eine Öl- oder Wachslasur. Letztere ist leichter verarbeitbar, aber nicht so dauerhaft.

Grüße

Thomas