Verständnisfrage Lastangabe

13.05.2013 Daniel



Hallo,

Stahbetonhohldielen werden hier bspw. 17,5kN/m² (1,75t/m²) angegeben. Quelle: http://www.lp-betonfertigteile.de/media/3-Diele%208cm%20Belastung.pdf

Was bedeutet y-fach?
Habe gelesen, dass bei einem PKW 3,5kN/m² angenommen werden. Ein PKW hat ja aber im Prinzip 4 Punktlasten.
Wie paßt das zusammen?

Bei Annahme 3,5kN/m² läßt sich also darauf schließen, dass die Dielen mit Faktor 5 halten.

Viele Grüße



Hohldielen



Ich vertehe nicht was Sie mit der Belastungstabelle aus den Zulassungsunterlagen anfangen wollen.
Wenn Sie die Dinger verbauen wollen ist die Prüflast uninteressant, hier zählt die zulässige Belastung. Da die Dielen für eine Verkehrslast von 3,5 kN/m² ausgelegt sind reicht das für den normalen Gebrauch völlig aus. Der Statiker der die Teile für größere Verkehrslasten einsetzen will kann mit den angegebenen Feldmomenten und den je nach Belastung vorgeschriebenen Sicherheitsbeiwerten die Nachrüstung mit Aufbeton planen.
Für was wollen sie die Dielen verwenden?

Viele Grüße



Dielen



sollen als Abdeckung der alten Grube dienen (lichte Weite 80cm), welche ich auch mal ohne Schmerzen mit dem Auto befahren will. Die alten Platten haben nämlich schon "Knack" gemacht.

Im Umkehrschluss bedeuten die 3,5kn/m² also 3,5t bei einem Fahrzeug von 5x2m?

Gruß



Verkehrslast



Wieder einmal ein schönes Beispiel das man sich auf ein Randthema konzentriert und das Wesentliche außer Acht läßt.
Die 3,5 kN/ m² sind eine Verkehrslast, das reicht sogar für die Decken von Parkhäusern als Lastannahme. Verkehrslast heißt wechselnde, sich bewegende, auch punktförmig einwirkende Lasten.
Außerdem ist als Überdeckung ohnehin noch ein Aufbeton erforderlich.
Sie sollten nicht an den Tabellen herumrätseln, sondern lieber den Text lesen der darunter steht. Da steht wirklich wichtiges, z.B. die Auflagerausbildung und die Kopplung zur Querkraftübertragung.
Was nicht drinsteht sind Angaben zur Betondeckung, je nach Expositionsklasse (die davon abhängt was mal in der Grube war/ist) kann der Einsatz der Dielen generell in Frage stehen. Besonders wichtig ist bei Ihnen die Lösung der Abdichtungsproblematik, sonst machen die neuen Platten bald genauso " knack" wie die alten.

Viele Grüße



Aufbeton mit Bewehrung



hätte ich eh gemacht. Lt. Kleingedruckten kein Muss, aber allein wegen der Optik notwendig.
Jetzt liegen noch als Achteck 6cm Betonplatten mit ev. Bewehrung oben auf.
Was mir, zugegeben, da noch nicht klar ist, was genau hinter "Schubfest vergießen" steckt?
In Sachen Abdichtung haben Sie mich ja jetzt echt neugierig gemacht. Nutzung jetzt nur mit Regenwasser.

Viele Grüße



Abdeckung



Sehen Sie, langsam kommen die wirklichen Probleme heraus.
Wie wollen Sie ein Achteck mit rechteckigen Platten abdecken?
Damit gibt es immer Probleme bei den Auflagern.
Schubfest heißt die Mörtelschlösser zwischen den Platten (wie die aussehen finden Sie im Querschnitt)kraft- und formschlüssig auszumörteln. Das ist bei Ihnen immens wichtig, da die Platten wohl unterschiedliche Längen haben werden. Damit ist auch ein bewehrter Aufbeton von min. 50 mm Dicke erforderlich.
Ohne Abdichtung besteht die Gefahr das die Bewehrungslage korrodiert. Ein Wasserbehälter bedeutet ein ständig feuchtes Klima und Frost, ich vermute hier die Expositionsklasse XF 3 bzw. XC 3.
Ihre Dielen müssen dafür eine Mindestbetondeckung von 20 mm + einem Vorhaltemaß von 15 mm haben. Ob das mit diesen Fertigteilen, die ja eigentlich für den Innenbereich gedacht sind einzuhalten ist bleibt abzuwarten.

Ihr Problem ist also doch etwas komplizierter als gedacht. Ich würde rein gefühlmäßig zu einem Semifertigteil (Filigrandecke) mit Aufbeton greifen. Das Teil kann inklusive Bewehrung auf Maß gefertigt und am Stück montiert werden. Wenn es eine Zisterne ist wäre dann ja ein Kontrolleinstieg erforderlich, der lässt sich in einem monolithischen Fertigteil besser integrieren. Dann kommt noch Aufbeton und Abdichtung, hier würde ich zu Gussasphalt tendieren.

Viele Grüße

p.s. Kann es sein das es um eine Kleinkläranlage geht?
Gibt es ein Foto davon?



Problem



erkannt. Ich hätte bei "Verkehrslast" nie an einer Außentauglichkeit gezweifelt. Ich hatte auch gedacht, dass der Beton die Bewehrung schützt und dass dort ein konstantes tropffreies Klima herrscht. Naja, wieder was gelernt. Ok, mir würde quasi der "Unterbeton" fehlen.
D.h. ferner, dass ich den beiden Auflagern (ca.12/20), welche weiterhin die Platten/Dielen aufnehmen sollen, auch nicht mehr zwingend trauen kann. Das Achteck wird in der Form nicht wieder ausgebildet.

Ansatz der Dielen war:
- kann ich selber beschaffen und auflegen,
- geht rel. schnell und ist günstig,
- größere Fertigteile benötigen irgendwie Kran > und der müsste recht groß (teuer) werden, da Hof schlecht zugänglich

- Alternative war eine befahrbare Plastekugel - ist aber auch recht teuer.

Grüße



Abdeckung



Es wird immer verwurschtelter. Wo liegen die jetzigen Platten auf, wie groß sind sie?



die 2 (Stahl)-Betonträger



liegen unter den, im Bild, senkrechten Fugen. Die quadratischen Platten sind 90x90. Grubendurchmesser ist ca. 2,5m.



Abdeckung



Entweder monilithisch auf einer verlorenen Schalung betonieren oder 2 bw. 3 Fertigteile im System Filigran auf Maß fertigen lassen und dann mit Beton vergießen. Damit sollte auch das Transportproblem zu lösen sein. Mit Hohldielen wird das nichts.

Viele Grüße