Schornsteinsanierung

08.08.2010



Hallo HandwerkerInnen und HausbesitzerInnen
Habe einige Fragen bezüglich einer notwendigen Schornsteinsanierung (Versottung im oberen Teilstück). Das einfachste wäre in diesem Fall wohl das Einbringen eines einwandigen Edelstahlrohres. Meine Fragen sind nun folgende:
-Wie bemisst man den richtigen Durchmesser. (So groß wie möglich?)
-Gibt es rechtliches zu beachten bzw. muß der Schornsteinfeger seinen Senf dazu abgeben, bevor man anfängt?
-Und darf man es überhaupt selber durchführen.
Für Antworten bin ich dankbar.





>>>"Gibt es rechtliches zu beachten bzw. muß der Schornsteinfeger seinen Senf dazu abgeben, bevor man anfängt?"<<<

Hallo,

Genau das muss man, und der Schorni beantwortet dann auch alle weiteren Fragen.

Grüße aus Schönebeck



Schornsteinsanierung



Also,
ab zum Schornsteinfeger.
Noch eine Frage am Rand: Warum soll der Durchmesser
"so groß wie möglich" werden?

Viele Grüße



Antwort am Rand:



Weil die Verringerung des Querschnittes so gering wie möglich gehalten werden sollte...

Gruß...J.



Schornsteinquerschnitt



Warum?





Jürgen…

das hängt doch wohl von der Nutzung ab, und die wird der Schorni am besten beurteilen können.

Grüße



Weil



es möglichst nah am Original ist.

Offen für alle Möglichkeiten.

Gruß...J.





@Jürgen

Den Unterschied der Oberfläche von Edelstahlrohr und Mauerwerk kennst du schon?
Und das das auch Auswirkungen auf den Luftzug hat?

Oder doch nicht?

Grüße



Schornsteinquerschnitt



1. Der Schornsteinquerschnitt sollte zum Heizgerät passen.
2.Es gibt beim Schornsteinquerschnitt 3 Möglichkeiten, zwei falsche eine richtige:
- zu klein
- passend
- zu groß
Deshalb ist es Quatsch, möglichst große Querschnitte als Ziel einer Sanierung zu stellen.
Zu groß ist genauso schädlich wie zu klein.

Moderne Feuerstätten haben höhere Wirkungsgrade und der Energieverbrauch ist durch bauliche Maßnahmen im Vergleich zu Bauzeitpunkt der Schornsteine drastisch gesunken.
Außerdem haben moderne Stahlrohre als Auskleidung durch den runden Querschnitt, die Dämmung und die glatte Wandung eine viel höhere Durchsatzleistung bzw. Wirkungsgrad.
Das "zu klein" ist da sehr selten.
Deshalb lieber den BZFM dazu befragen, um solche "viel hilft viel" Lösungen auszuschließen.

Viele Grüße



Den



Universalschornstein für alle Optionen gibt es nicht. Der Querschnitt kann erst dann festgelegt werden, wenn die Heizanlage festgelegt ist. Der Bezirksschornsteinfeger ist da der richtige Ansprechpartner, der muss dann auch die Anlage und den Schornstein abnehmen und freigeben.
Die Sanierung der Versottung kann durchgeführt werden, ein Edelstahlrohr kann dann immer noch eingezogen werden.
MfG
dasMaurer



@Oliver



Dann empfehl doch einen dünneren Querschnitt. Also wirklich, man kann alles verwissentlichschaften, oder willst Du jetzt ernsthaft die abluftstromreibungskoeffizienten von Stein und Edelstahl anmahnen?

Ich sehe keinen Grund, nicht nah am Original zu bleiben...die Leute, die das damals gemauert haben...

Gruß...J.



@ Georg



hier ging es nicht um moderne Feuerstätten...

Gruß...J.



Rauchzug



Hallo


Früher wurden die Schornsteine gemauert, die Züge waren eckig. Da der Rauch beim Aufsteigen im Zug kreist, wird er vom eckigen Querschnitt gebremst. Deshalb muß derr Querschnitt groß sein.
Die heutigen Kamine sind in der Regel rund (Edelstahleinzug oder gleich Keramikrohr). Dadurch kann der Querschnitt etwas geringer ausfallen, da der Innenwiderstand gegen den Rauch geringer ist.

Bei der Sanierung durch Einzug eines Edelstahlrohres wird in der Regel der gleiche Querschnitt verwendet, wie der Innenquerschnitt des quadratischen Kamins: bei 24er Zug 24 Durchmesser. Dadurch bekommt das Rohr Führung und liegt fest im alten Zug...

Bei einem zu großen Zug wird der Rauch zu langsam und kühlt im Zug aus- Kondensat. Bei zu kleinem Zug kommt es zum Rückstau in der Feuerstätte- nicht zulässig...

Gut, daß ich mal in einer Heizungsfirma Kaminsanierungen gemacht hab...

Welchen Mindestquerschnitt Du brauchst, hängt von der Feuerstätte ab, nur größer als der vorhandene Kamin geht nicht...da hilft dann nur noch Abriß und Neubau.


Andreas





@Jürgen woher weißt du...???

>>> “hier ging es nicht um moderne Feuerstätten…”<<<

Ich hab nur was von Schornstein gelesen, nichts vom Querschnitt und nichts von Feuerstätten und auch nichts von deren Anzahl.

Da gibt es schon ein paar Unterschiede und die kennt der BSFM sicher besser als du, er muss das Ding so wie so abnehmen und er hält dann auch seinen Arsch dann dafür hin.

Grüße aus Schönebeck



@ ansgar



Das Material und den Querschnitt leget der SF fest, sobald Du ihm die Werte Deine Heizquelle nennen kanst. Die Sanierung kannst Du selber durchführen, jedoch mußt Du Deine Sanierung vor Anschluß an den Ofen/Heizung vom SF abnehmen lassen.



Nicht ohne meinen Schorni



Danke schon einmal für die vielen Beiträge. Eines ist mir nun schon einmal klar geworden. Es empfielt sich nicht ohne das OK des Schornis anzufangen. Nur erreiche ich ihn seit zwei Wochen nicht an seinem Telefon. Was den Rohrdurchmesser betrifft bin ich gar nicht so sehr flexiebel. War eben schnell mal auf dem Dach und habe den Innendurchmesser meines gemauerten Schornsteins gemessen. Er ist ca. 22cm x 17cm. Also kommt wohl nur Rohrdurchmesser 15cm in frage. Oval gibt es glaube ich auch. Ist aber viel teurer. Einwandig Sanierungssysteme sollten doch alle mal reichen. Wüsste jetzt nicht warum ich im Schornstein noch ein Doppelwandiges System verwenden sollte. Das andere Problem könnte werden, dass ich noch nicht weiß, was letzt endlich für ein Ofen betrieben wird. Zur zeit steht dort noch ein alter Buderus Allesbrenner. Wird aber eines schönes Tages gegen einen Kaminofen oder Grundofen ersetzt. Sprich, ich kann dem Schorni nichts genaueres zur zukünftigen Feuerstätte sagen. Evtl. werde ich diese dem Schornstein anpassen müssen.



Moin Ansgar,



vielleicht machst du's auch ganz anners: Neuen Ofen/Hzg. an Edestahl-Aussenkamin (kommt evtl. günstiger als teures Oval-Rohr) und trägst dat Ding wenigstens bis unters Dach ab.

Die notwendige Dämmung hängt ebenfalls von der neuen Feuerstätte ab: wir mussten für unseren neuen Kaminofen eine neue Haube samt Dämmung anbringen, damit die Abgaswerte lt. Berechnung stimmen. Einer für alles war gestern.

Solang dir da nix aufs Hirn fällt, würde ich solange warten und dann nach Vorgabe renovieren.

Gruss, Boris



Versottung



Ne geht nicht. Die Versottung im Dachzimmer ist schon jetzt unerträglich und wie ich meine nicht wirklich gut für die Gesundheit und die Bausubstanz. Sollte vielleicht die Luftklappe am Ofen weiter geöffnet lassen um für den nötigen Zug im Schornstein zu sorgen. Und damit das Abkühlen und Kondensieren der Abgase im Schacht verhindern. Dann ist aber der Holzverbrauch und die Temparatur unnötig hoch. Und genau das hätte ich gerne mit der Edelstahlausfütterung verhindern wollen.



Moin Ansgar,



also wird dein Ofen bald nicht mehr abgenommen und du wirst früher oder später Probleme mit deinem Schorni kriegen, bzw. wird er dir den Betrieb untersagen, weil Kamin ungedämmt und mit falschem Querschnitt.

Du kannst dir deinen Schorni mittlerweile aussuchen, also auch einen anderen anrufen.

Hier mal ne grobe Info:
http://mein-schornsteinfeger.de/03360e99a511a520e/03379c9a0506faf03/index.html

Dein Anliegen is ja klar, wird aber nur kurze Freude bereiten.

Gruss, Boris



Sanierung der Versottung



Hallo

(Versottung im oberen Teilstück) bekommen Sie mit keinem Zementmörtel weg und auch nicht mit einem Stahlinlay aus V2A.

Lassen Sie den Kamin neu aufmauern - dann ist die Versottung weg - und können dann noch immer sinnvolle oder sinnlose Inlayimplantierungen vornehmen.

Wenn Sie eine neue Heizung installieren müssen könnten Sie die auch im Dachraum einsetzen, dann brauchen Sie nur einen kurzen Stutzen für Zu- und Abluft! und die Kosten für ein Inlay sind gespart.

FK