Wärmepumpe vs. Durchlauferhitzer




Hallo,

bin bzgl. Überschrift gerad etwas am grübeln und würde mich für ein paar Meinungen interessieren...

Situation: entkerntes Haus, alle Möglichkeiten offen (dürfen natürlich wie immer nichts kosten...)
4 Wohneinheiten wollen mit Warmwasser versorgt werden
- 2x2 Personen EG / 2x4 Personen OG

d.h. entweder 4 DLE â 24 kw dezentral oder aber eine LuftWärmePumpe mit Speicher im Keller

Vorhanden ist ein 30kw Fröling Holzvergaser, welcher zw. Oktober und April auch die gesamte WW Versorgung
übernehmen könnte, da ja sowieso geheizt wird...

Da die Anschaffungskosten für beide Varianten
annähernd bei 2tsd € liegen - wozu würdet Ihr
unter den ggbnn. Umständen tendieren ?

Lieber Platz für Speicher nebst Zirkupumpe + Zirkuleitung
sparen oder besser mit Wärmepumpe ggfls. günstiger WW bereiten ?

Grüße



WW-Bereitung



Bei den beiden "Optionen" eher die LWP. Die Stromkosten sollten mit dieser geringer liegen.



warmes Wasser oder warme Brühe



Hallo

Bei der WW Versorgung habe ich lieber DLE - da habe ich kurze WW-Wege und brauche kein warmes Wasser vorhalten und ständig auf Temperatur halten und reduziere die WW-Strecke auf ein Minimum.

Wenn dann die Küche und das Bad nahe zusammen sind ist das optimal.

Da klappt auch die WW-Versorgung wenn geduscht oder gebadet und in der Küche abgewaschen wird und das bei einem 5Personen Haushalt mit duschenden pubertierenden Damen :-)

… und wenn man heisses Wasser braucht … dann hat mans ohne hygienische Fragezeichen und minimalem Aufwand …

Florian Kurz
www.slow-house.de



Heizung/Warmwasser



Außer der Frage welcher Energieträger zum Einsatz kommt spielt bei der Wahl ob zentrale oder dezentrale Warmwasserversorgung zukünftig auch die Legionellenproblematik eine Rolle.
Seit dem November 2011 gibt es eine Novellierung der Trinkwasserverordnung. In der sind Prüfzyklen und Prüfvorschriften festgelegt, nach denen die Eigentümer von Mehrfamilienhäusern mit zentralen Warmwasserboilern über 400 l Fassungsvermögen den Nachweis der Legionellenfreiheit zu sichern haben. Dafür sind spezielle Probeentnahmestellen zu schaffen, die Beprobung darf nur von besonders akkreditierten Laboren durchgeführt werden usw..
Die o.g. Verordnung ist mittlerweile nach Protesten aus der Immobilienwirtschaft mit einer "zweiten Verordnung zur Änderung der Trinkwasserverordnung " etwas entschärft worden, trotzdem kommen auf Hauseigentümer und Mieter daraus Kosten und Verpflichtungen zu, die man nicht unterschätzen und keinesfalls missachten sollte.

Deshalb sollte bei der Planung einer solchen Anlage auf jeden Fall auch die Legionellenproblematik eine Rolle spielen, das heißt kurze Leitungswege, genügend hohe Temperaturen und auch mal dezentrale Teillösungen mit einplanen. Das Gästebad im Keller oder im EG muß z.B. nicht unbedingt an die zentrale WW- Versorgung angeschlossen werden, dafür genügt auch ein Durchlauferhitzer.

Viele Grüße



Was ist konkret vorhanden?



Hallo,

wie könnte denn der "Fröhling" die WW-Versorgung in der Heizsaison übernehmen, was ist da vorhanden?

Auch mal an eine Frischwasserstation gedacht?



Moin Noodles,



ich fänds ja absurd die vom Kessel ohnehin produzierte Wärme nicht für WW zu nutzen, z.B. wenn im Haus nur eine geringere Heizleistung abgerufen wird.

Sind denn WW-Installationen vorhanden?

Arbeitet die Heizung komplett ohne Speicher?

Gruss, Boris



WW-Versorgung



Strom ist die teuerste Energie.
E-DE sind dann sinnvoll, wenn wenig Wasser an entfernten Zapfstellen gebraucht wird. Im übrigen reicht ein E-DE jeweils für eine Entnahmestelle; sobald an einer weiteren Entnahmestelle warmes Wasser gezapft wird, haben beide nicht mehr allzuviel davon.
Das Leginellenproblem ist durch geeignete Speicher keins mehr: Nicht das TWW sondern das Heizwasser wird gespeichert, das TWW wird mittels Wärmetauscher im Durchlauf erhitzt. Also immer frisches, hygienisch einwandfreies TWW.
Im übrigen bedarf eine solcher Anlage einer Planung und diese setzt voraus, dass alle relevanten Fakten bekannt sind.
Viel Erfolg
Paul



Wärmepumpe vs. Durchlauferhitzer



Sind die WE (fremd)vermietet?

Bei Mietobjekten würde ich persönlich DLE einbauen.
Sonst benötigst Du noch Wärmemengenzähler....
4 DLE von Stiebel kosten 600-800€, wenn Du diese selber einbauen kannst und darfst. Eine WW Zirkulation ist komfortabel aber auch mit hohen Wärmeverlusten verbunden.



Wärmemengenzähler



werden dafür nicht gebraucht! Warmwassermesswer (Wasseruhren) genügen.
Mit elektrischer Energie Wasser von ca 10° C auf 50°C erhitzen ist physikalisch betrachtet nicht sinnvoll. Um eletrische Energie zu "gewinnen" wurde in der Regel bereits ein großes Feuer entfacht, viel Wasser erhitzt, der Dampf durch eine Turbine gejagt, die dann einen Generator angetrieben hat. Jetzt diese Energieform zu verwenden um wieder Wasser zu erhitzen führt dazu, dass ein unnötig hoher Aufwand dafür entsteht. Aufwand und Preis ist eben nicht immer identisch, aber irgendwer muss dafür zahlen.
Ich rate also dazu nimm deinen Heizkesswel und mach damit dein Wasser warm. Am besten mit einer FWS, im Sommer macht der Kessel meistens Urlaub, da scheint die Sonne und heizt den Puffer auf. Klappt hervorragend bei mir (Haus mit 4 WE).

Ein schönes WE

Kutti



Wenn Du für 2 Mille...



... so eine WW-WP meinst, mit nem 300 Liter Speicher, Typ SE TVD 250, dann sag ich Dir, vergess es. Die reicht gaaaanz knapp für nen EFH. Dann ist das Problem der Aufheizung, erst recht, wenn viel Wasser benötigt wird. Das dauert, bis das wieder warm wird.