verputzt, putz, styroporptapete

10.12.2013 lilliput



hallo liebe leute,

ich bin neubesitzer eines etwas verbauten fachwerkhauses in nähe hannover. konnte das objekt günstig mieten, allerdings ohne es vorher genauer zu besichtigen. ich schätzte den gesamteindruck als "ausbau und wohnfähig" ein. allerdings hatte sieht die sache jetzt etwas anders aus....... ich bin selber Tischler und habe auch grundkenntnisse Zimmerei und holzbau.... bin aber gerade ein wenig überfordert damit, dass ich mich nicht ausreichend über den gesamtzustand informiert habe.

meine frage: der komplette Innenbereich ist mit Sand / gibsputz verputzt - seid ca. 40jahren. der Aufbau besteht aus metalgewebe mit roten tonstückchen welches auf den Eichenbalken genagelt und dann ebend mit diesen sandputz verputzt ist. zusätzlich war im küchenraum an den aussenwänden noch Styropor Tapete aufgeklebt - normaler styroporkleber...... naja, die styroporptapete ist weg und der Putz liegt frei. was kann ich dort jetzt aufbringen ohne den jetzt vorhandenen putz - runterzuklopfen ?? es ist viel verpfuscht und damals aus unkenntnis falsch gemacht worden.... so das ich jetzt einen kompromiss finden möchte und die besagte Wand neu Verputzen werden soll. ich dachte an Kalk oder lehmputz.

danke, roland



Grundlagenermittlung ....



... ist hier angesagt. Sind Sie Mieter oder Eigentümer? Wenn Sie Mieter sind, sollten Sie nichts unternehmen.

Ansonsten empfehle ich Ihnen, den Putz an den Stellen zu entfernen, die bekanntermaßen schadensträchtig beim Fachwerkbau sind: Sockel +Grundschwelle, Riegel unter der Fensterbrüstung, Eckstiele im Schwellenbereich, Rähm im Traufbereich (Feuchteschäden aus undichter Dacheindeckung) etc.

Insbesondere dann, wenn das Fachwerk sowohl innen, als auch außen nicht sichtbar ist. Alle Verkleidungen sollten zumindest stellenweise entfernt oder geöffnet werden, um den Zustand des Fachwerks beurteilen zu können.

Auch Fussbodenkonstruktionen (Dielung+Balkenlage über Erdreich im nicht unterkellerten Bereich) sollten geöffnet werden. Meistens findet man dort nur noch morsches, manchmal auch unliebsame Mitbewohner.

Kurzum: das eigentliche Fachwerk überprüfen, bevor Sie wieder neue "Verkleidungen" aufbringen. AUf jeden Fall dann, wenn Sie selbst schon erkannt haben, das viel gepfuscht worden ist. Was man sieht, ist gelegentlich nur der Anfang.