Tür anputzen.

27.02.2022 Frasi

Tür anputzen.

Hallo und guten Morgen.
Ich möchte nochmal eine alte Frage aufgreifen, da ich damals leider keine Antwort bekommen habe. Wir haben uns eine Haustür beim Schreiner fertigen lassen. Die Firma hat diese Tür auch eingebaut. An den Seiten befinden sich
Meranti- Holzlatten. Diese müssen ja nun irgendwie verputzt werden. Wir hatten mittlerweile drei Firmen vor Ort (die ganze Fassade wird neu verputzt) und keine wollte/konnte uns eine Gewährleistung geben. Uns kam es eher so vor, als wäre eine große Ratlosigkeit vorhanden. Bei Nachfrage des Schreiners bekamen wir die Info, dass wir Bauteilplatten (o. ähnlich?) drauf Kleben können. Das ist eigentlich nicht unser Ziel zu Mal wir dann ja seitlich kaum noch Rahmen übrig haben werden. Ich würde mich sehr über Ratschläge freuen.

Gruß
Frasi



Noch ein Bild


Noch ein Bild

von der ganzen Tür.



Das sieht...



...irgendwie schlampig gemacht aus. Üblich wäre wohl eher gewesen, erst 'mal einen Falz herzustellen (diesen also aus dem Türgewände herauszuarbeiten). Dann hätte die Tür auch breiter werden können. Hat das tatsächlich ein Tischler selbst gebaut, oder sehen wir hier ein irgendwo bestelltes Teil, das der Lehrling falsch aufgemessen hat?

Nun liegt das Kind im Brunnen. Ihr könntet die Schraublöcher verspachteln und die Meranti - Leisten, die nun einen billigen Falzersatz darstellen, mit einem dem zukünftigen Wandfarbton ähnlichem Kunstharzlack streichen.

Grüße

Thomas



Leiste ab, Tür anputzen



Das sieht nicht nur schlampig gemacht aus, das ist m. M. n. Pfusch. Zum Einen wurde vorm Einbau der Tür nicht mal der Putz entfernt, zum Anderen ist die Montagefuge an den Seiten viel zu breit. Wenn die Zarge da nicht ordentlich verklotzt wurde, wird die schwere Tür alsbald lose sein und das Blatt aufm Boden schleifen.

Da die Leibung sowieso noch verputzt werden muss, würde ich die Leisten entfernen und die Leibung entsprechend dick verputzen. Eventuell in einem leicht offenen Winkel zu den Außenecken hin, damit der Putz nicht bis zu den Kanten so dick werden muss.

Gruß,
KH



Anputzleiste



Das ist leider der Normalfall, obwohl das ausschäumen stark umstritten ist. Schöner ist Trioplex Band. Die Leiste würde ich abschrauben und dann eine Anputzleiste setzen. Die Leibung mit Wedi, XPS o.ä. auffüttern. Es gibt so tolle Einbauvorschriften nach RAL etc. wo es um Dichtigkeit geht, die aber fast kein Fensterbauer einhält. Schaum rein und weg. Den Rest macht der Putzer.... Leider. Innen müsste glaube ich abgklebt werden, oder du setzt von innen auch noch eine Anputzleiste mit Zertifikat. Weiß nicht ob es das gibt. Das ist alles bissl 90er Jahre Standard mit dem Schaum.



Oh



Ich seh grad im alten Beitrag, dass die Tür duch die Leisten in der Leibung verankert würde. Sowas hab ich auch noch nicht gesehen. O weia...



Dann wäre...



...besonders dringend zu prüfen, ob der Türrahmen solide verklotzt eingebaut wurde. Sonst hat das Ganze, wie oben schon geschrieben, kein langes Leben.

Grüße

Thomas



Danke



schon mal für die Antworten.

Sie sehen ein Schreinerhandwerk keine Bestellware. Die Tür wurde individuell in einer Schreinerei gefertigt. Wir waren bei jedem Schritt quasi dabei. Beim Einbau waren wir auch etwas irritiert, aber als Laie meint man natürlich, dass es so richtig ist. Es war auch kein Lehrling sondern zwei Altgesellen.

Wir können die Leisten nicht entfernen. Die Tür ist an diesen Leisten in die Seitenwände geschraubt. Quasi dienen diese Leisten zur Befestigung der ganzen Tür. Im Rahmen selbst sind zwar auch Schrauben aber bei Weitem wohl nicht genüge.

Die Tür ist lasiert und ich bezweifle eh, dass wir es schaffen die Löcher unsichtbar „überzumalen“ Wir benötigen also eine Lösung die Leisten überzuputzen oder zu verkleiden.

Von innen war ein Band verklebt. Na ja, wie sollen wir prüfen ob sie ordentlich verkeilt ist? Eigentlich geht man ja davon aus ._.
Mittlerweile steht auch der Innenputz und die Außentreppe.



Die Tür...



...ist nicht lasiert, sondern deckend lackiert. Davon abgesehen: Jeder Maler kann mit einem Spachtel die Schraublöcher schließen, verschleifen, und die Leisten streichen. Im Türblau oder im Farbton der Wand. Das ist kein Kunststück.

Verputzen und Verkleiden? Dann wird etwas hässliches Kleines ein hässliches Größeres. Putz wird auch mit Putzträger für diese Kanten kaum etwas Dauerhaftes, und eine Verkleidung hat dann wieder Schraublöcher, die geschlossen werden müssen...

Auch finde letztlich die beste Möglichkeit die, den Einbau der Tür so zu verändern, daß sie im Gewände solide verklotzt eingebaut wird, und die Leisten ganz verschwinden. Die Tür ist die Visitenkarte des Hauses, und die Leisten sind ein übler Heimwerkerpfriem...

Die Verklotzung sollte man von innen sehen, falls noch nicht verputzt. Im Bereich der Schrauben, die den Rahmen an der Wand halten (also nicht an der Leiste!) sollten Keile aus Holz oder Kunststoff zu sehen sein. Da der Innenputz ja schon fertig ist, kann man die Verklotzung nach Abnahme der äußeren Leiste prüfen.

Die Leiste selbst ist nicht verklotzt. Sie hält also nicht viel und hat überwiegend "dekorative" Wirkung.

Grüße

Thomas



Nun gut



Du hast ja immer noch genug Platz auf dem Rahmen um eine Lösung zu finden, ohne die Latten abzuschrauben. Die jetzige Ansicht ist sowieso unschön breit. Wichtig, egal was du machst, der sichbare Rand sollte dann seitlich UND oben gleich schmal sein. Z.B. 5cm. Also Anputzleitse aufkleben, auffüttern mit Wedi, Pur, Holzfaserplatte usw.



Zweimal die gleiche Tür?



@Frasi: Du hast im März 2021 schon mal einen Beitrag geschrieben zu dem du ein Foto einer gleichn Tür hoch geladen hast. Zumindest sind es die gleichen Beschläge und die gleiche "Einbauweise"... : https://www.fachwerk.de/fachwerkhaus/wissen/tuerrahmen-anputzen-296252.html
Was mir auffällt ist, dass da ein grauer Montageschaum verwendet wurde, auf den aktuellen Bilder aber ein gelber Schaum zu sehen ist.
Hast du dir den gleich Pfusch zweimal andrehen lassen, oder geht es hier immer noch um die gleiche Tür wie im obigen Beitrag?
Gruß,
KH

PS: Auf dem Foto des alten Beitrags sieht man zwei Schrauben ohne Verklotzung.....



Also



am Schaum wurde nichts verändert. Es ist noch immer der gleiche Zustand wie im vorherigen Beitrag. Verändert sich die Farbe vom Schaum mit der Zeit? Mir war es ehrlich gesagt nicht bewusst und die andere Farbe fällt mir jetzt erst auf.

Seit dem letzten Beitrag ist leider von außen (Fassade) nicht nichts weiter passiert.

Ich erinnere mich jedenfalls nicht daran, dass Holzkeile verwendet wurden.

Die Tür ist nicht deckend lackiert. Das sieht eventuell auf den Fotos so aus. In der Realität ist die Maserung des Holzes noch zu sehen. Jedenfalls wurde lasiert bestellt und ich hoffe nun einfach, dass es auch so ist.



Aha...



... jetzt wirds klar. Bauschaum ist nicht UV-beständig. Der vergilbt mit der Zeit und wird dann auch irgendwann von außen nach innen bröselig! Wenn noch länger dauert bis die Tür endgültig eingeputzt/verkleidet/oder was auch immer, wird, solltest du den Schaum lichtundurchlässig abdecken/zu kleben.

Gruß,
KH



Re: Holzkeile



Da die ganze Geschichte schon so lange her und die Rechnung wahrscheinlich schon bezahlt ist, wirds mit einer ernsthaften Reklamation vermutlich schwierig, auch wenn die Gewährleistungsfrist noch nicht um ist....
Du könntest den Schreiner aber fragen (mit Nachdruck) ob er kulanterweise wenigstens noch Klötze einbaut, damit die Tür auch auf Dauer Halt hat. Von außen kommt er ja noch dran. Denn im Grunde genommen ist das was er da abgeliefert hat Pfusch³, der jeglichen Einbaurichtlinien widerspricht.

Gruß,
KH



Das klingt nach einer Lösung



@Methusalem kann man denn, wenn seitlich Anputzleisten gesetzt werden, die Holzleisten einfach mit vollem Kontakt mit Putz verputzen oder müssen diese irgendwie vor Kontakt mit dem Putz geschützt werden?



Auch wenn's...



...nicht zur Ausgangsfrage beiträgt: Das ist ein deckender Lack. So sehr kann die Kamera nicht lügen. Lasierend beschichtet bedeutet, daß man das Holz tatsächlich noch, im Farbton der Lasur eingefärbt, sieht. Die Farbunterschiede der Jahresringe, Äste und anderer Holzmerkmale erkennt.

Wird nur die Struktur der Holzmaserung im Lack vermittels kleiner Höhenunterschiede erkenntlich, ist der Lack zu dünn und/ oder die Oberfläche wurde nicht hinreichend vorbereitet, bevor der Lack kam.

Grüße

Thomas



richtiger Einbau



Zum richtigen Einbau der Tür gehört folgendes:
1. Der Türrahmen ist auch ohne Merantileisten im Mauerwerk festverschaubt/verankert. Dann die Merantileisten entfernen.
2. Zwischen Türrahmen und Mauerwerk, wo zur Zeit der Schaum zerfällt gehört ein Kompriband als Schlagregenschutz.
3. Mit Laibungs-/Anputzleisten, die auf den Türrahmen geklebt werden, wird ein sauberer Anschluss des Putzes an die Tür gewährleistet.



Re: richtiger Einbau



Im Prinzip würde ich es auch so machen.
Nur, zu 3., es gibt auch APu-Schienen mit Dichtlippen. Die braucht man nicht ankleben.
Und, statt den breiten Spalt dick mit Putz zu "kaschieren" kann man auch z. B. eine Wedi-Platte in die Leibung kleben, die anschließend dünner verputzt wird. Dann hats da auch gleich eine leichte "Außendämmung" in der Leibung.

Gruß,
KH