Fachwerk

01.04.2009



Hallo zusammen.

Kann mir eventuell jemand sagen wie ich folgende Gefache am besten verputze?
Schön wären auch entsprechende Produktvorschläge.
Ich nehme mal an ich brauche "Lehm-Kalkmörtel", Kalk-Glätte (Kalkschlemme) und Kalkfarbe.
Sollte ich auch Kaninchendraht verwenden.

Bin für jede Antwort dankbar.



Ein Fall für Fach-Werker



Lieber Herr Kleinschmidt, ihr persönliches Engagement in allen Ehren, besonders an einem Tag wie Heute. Kanichendraht ist gut zum Bau von Kaninchenställen, keine Frage. Am hier gezeigten Fallbeispiel sollten nur restauratorisch geschulte Fachkräfte ran, alles andere ist vorsätzliche Sachbeschädigung!Suchen sie sich nen Zweitjob dann klappts auch mit der Bezahlung der Fachkräfte. Selbermachen ist hier nich!



Nicht´s für ungut...



...Herr Welsch.
Auch wenn die Eingangsfrage an einem Tag wie heute möglicherweise wie ein Aprilscherz anmutet, steht Ihre Antwort dem in nichts nach. Sorry.
Warum an dem gezeigten Beispiel nur restauratorisch geschulte Fachkräfte dran sollen und warum alles andere vorsätzliche Sachbeschädigung sein soll entzieht sich meiner Kenntnis. Natürlich müssen (und sollen) auch Fachbetriebe ihr Geld verdienen, aber Ihr Statement halte ich für "Panikmache". Der Ratschlag zur Suche eines Zweitjobs um die "Fachkräfte" bezahlen zu können schon eher für Polemik.

Soweit auf dem Bild erkenntlich, scheint das Fachwerk substantiell in Ordnung zu sein. Offenbar wurde es auch niemals mit irgendeiner "Tünche" behandelt, sondern scheint naturbelassen. Gute Voraussetzungen für geringe Holzschäden.
Lediglich die Verbindungen scheinen teilweise "schadhaft" zu sein (fehlende Holznägel).
Das Verputzen solcher Gefache kann durchaus in Eigenleistung geschehen (vorausgesetzt es sind nicht zwei linke Hände mit nur Daumen dran beteiligt).

@Peter Kleinschmidt:
Bevor ich da irgendetwas verputzen würde, würde ich zunächst die Holzverbindungen instandsetzen. Anschließend die offenen Brüstungen (der Spalt im Bereich der Verbindung von Riegel und Ständer) mit altem, trockenen Holz gleicher Holzart auskeilen.

Anschließend die Lehmausfachungen instandsetzen (losen Lehm entfernen und mit frischem Lehm aufbauen, Kellenschnitt nicht vergessen), auf gute Rauhigkeit der Oberfläche achten und dann zweilagig mit Kalkputz verputzen (Kalk haftet nur mechanisch auf Lehm, nicht chemisch, deshalb auf hohe Rauhigkeit des Lehms achten).Zwischen die beiden Kalkputzschichten Gewebe einlegen.
Unsere Vorfahren haben auch "Karnickeldraht" verwendet, hat auch funktioniert. Problem ist, das der rostet und der Rost schlägt irgendwann durch, Es gibt heute bessere Produkte die ebensolche "Sicherungseigenschaften" haben, aber nicht rosten. Ich habe bei meinem Haus "Gittex" (Glasfiebergewebe) verwendet.

Könnte noch ganz viel schreiben, aber bemühen sie doch mal die Suchfunktion dieses Forums und besorgen sie sich einschlägige Literatur bevor sie loslegen.
Lassen sie sich nicht entmutigen. Wenn sie es falsch machen, platzt der Krempel eben wieder ab und es geht von vorne los. So ist´s halt. Von "Sachbeschädigung" würde ich zunächst einmal nicht reden.

So, jetzt habe ich mir einen "Wolf" geschrieben. Oder war es am Ende doch ein Aprilscherz???

Grüße
Martin



Klarstellung



Mahlzeit!

Vielleicht sollte ich zu diesem Gebäude noch einiges anfügen.
Diese alte Scheune steht weit außerhalb einer Ortschaft, wird weder bewohnt noch lagern in ihr irgendwelche Wertgegenstände.
Eigentlich könnte ich sie als Erbe also verfallen oder abreißen lassen. Das würde aber sicher nicht im Sinne des Erblassers sein, daher möchte ich der Scheune wieder ein ansehnliches Äußeres verpassen.

Es handelt sich bei meiner Frage also nicht um einen Aprilscherz.
Das Verputzen von Außenwänden usw. ist durchaus eine Tätigkeit die ich schon erfolgreich beendet habe.

@ Herr Welsch
Ein Zweitjob ist neben meiner Hauptbeschäftigung aus zeitlichen Gründen leider nicht möglich. (und auch nicht notwendig)
Auch wenn den sogenannten "Fachbetrieben" (so wie Sie einer sind) in der derzeitigen Wirtschaftslage die Aufträge wegbrechen, finde ich Ihre Antwort mehr als unpassend.

Grüße
Peter Kleinschmidt

@ Martin Wittwar
Danke schön für Ihre Antwort und die Anregungen.



Scheune



Hallo Herr Kleinschmidt,

Es gibt auch Handwerksbetriebe, die Eigenleistung betreuen.
Wenn Sie wollen, kann ich Ihnen Kontaktdaten übermitteln.
Melden Sie sich einfach bei mir.

Viele Grüße



Mensch Peter...



...du machst dir Gedanken über das Äußere deiner Scheune.Weit im Außenbereich und nicht bewohnt. Der pure "Luxus".
So gut möchte ich es mal haben. Meine Gedanken hängen noch immer an der adäquaten Instandsetzung meiner bewohnten Hütte.

Nicht ganz neidlose Grüße ;-))
Martin