verputzen mit Trasskalkmörtel




Hallo zusammen!

Ich habe eine Frage, zum Verputzen mit Trasskalkmörtel. Meine Gefache sind alle mit Bimssteinen ausgemauert und einige Gefache musste ich wg. Arbeiten am Holz ausräumen. Nun sind sie wieder geschlossen, auch wieder mit Bims. Jetzt geht's an den Aussenputz. Diesen möchte ich mit TrassKalkMörtel ausführen. Immer wieder liest man, auch im Datenblatt des Herstellers, dass in zwei Schichten gearbeitet werden soll. Die erste Schicht soll aufgeraut werden! Aber wann und wie stellt sich mir die Frage. Wann, also der Zeitpunkt...am nächsten Tag, oder wenn der Mörtel "angezogen" hat, oder wenn er vollständig abgebunden hat? Weiter würde ich gerne noch wissen, ob ich anwerfen muss oder den Putz einfach mit dem Glätter oä aufziehen kann, bei einer Schichtstärke vom fertigen Putz bei etwa 2cm an der dicksten Stelle gemessen.

Vielen Dank an alle!!!



Putzarbeiten



die Schichtdicke ergibt sich aus der Kornzusammensetzung, besser gesagt dem Größtkorn. Das mal 3 ergibt die Schichtdicke, also bei 4 mm eigentlich 12 mm. Sicherlich kann man den Putz auch aufziehen, aber ich kann ihn bei Anwerfen verdichten, d.h. es entsteht so ein künstliches Sediment, das entscheidend für die Festigkeit eines Putzes ist. Ich gehe mal davon aus das mit dem "Anrauhen" nicht die Arbeit an der Oberflächenstruktur gemeint ist, die sollte im Unterputz eben aber rau sein (nach dem Schlichten mit dem Richtscheit o. ä. auf der Kante abziehen), sondern das Unterbrechen der Sinterschicht, damit sie beide Lagen miteinander verbinden können. Dies machen von den Aufbringen der Decklage. Wenn noch Fragen bestehen melden Sie sich einfach.



weitere Fragen zu Putzarbeiten



Hallo und vielen Dank, für die schnelle Antwort!

Also das ist soweit erstmal verstanden. Dennoch stehen da Fragen offen. Das Anwerfen verbessert ja so zu sagen die Struktur, das Gefüge der Putzschicht in Hinsicht auf die Festigkeit und damit der Haltbatkeit. Bislang bin ich immer davon ausgegangen, dass ich das angeworfene Material in ruhe aushärten lassen muss und nicht schlichten soll oder wie auch immer. Heist für mich jetzt erstmal, das ich nach dem Auftragen dieser angeworfenen Schicht doch die Möglichkeit habe, durch abziehen die Schichtstärke zu regulieren, ohne das Gefüge zu beeinträchtigen. Ist das so korrekt?

Nun zum unterbrechen der Sinterschicht. Der Hwrsteller des Mörtels gibt an, das vor dem Auftragen der nächsten Schicht, pro Milimeter Schichtstärke, ein Tag lang zu warten sei damit das Material entsprechen abbinden kann. Heist für mich, dass der Unterputz, vor dem nächsten Auftrag relativ vollständig ausgehärtet ist. Wie soll ich nun die Sinterschicht unterbrechen? Zum Beispiel mit einer Drahtbürste? Sorry, wenn sich das äusserst laienhaft anhört.

Vielen Dank schon mal wieder im Vorraus;-)





Aaaaalsooo... wenn das rohe Gefache frei liegt muss es genässt werden damit der Kalk nicht "aufbrennt", dies muss satt und vor dem Grundauftrag des Putzes geschehen. Dort wird auf die Nässe gearbeitet. Trasskalk enthält puzzolane, welche den Putz ähnlich wie Zement wasserdicht und nicht gerade diffusionsoffen macht. Daher würde ich es lassen auf ein Gestein zu Putzen, was so stark Wasser saugt. Fachwerk ist NIE dicht.
Am besten einen Putzfachmann vor Ort Fragen der sich mit Fachwerksanierung auskennt! Ferndiagnose ist schwierig.

Der weiß dann auch was mit dem Aufrauen, zwischen den Schichten und mit dem Wasserausnahmekoeffizienten W bei Putzen an Fachwerken auf sich hat.

Besten Gruß,Jörn