Verlegung Massivholzdiele auf 8m Länge

25.01.2008



Der auszulegende Raum hat eine Breite von ca. 4m und eine Länge von 8 m.
Nun kommen uns Zweifel, ob es besser ist den Boden durchgängig zu Verlegen oder, ob wir auf der Hälfte der Raumlänge besser eine Dehnungsfuge vorsehen(sieht natürlich nicht so schön aus wie eine durchgehende Fläche).
Die zwei im Raum befindlichen Fenster befinden sich auf einer der 8m Längsseiten, so dass wir die Dielen mit dem Lichtfall in der Breite von 4m verlegen würden.





Guten Tag,
und wie lt. Ihre Frage?
Wenn Sie im Verlauf der Längsseiten verlegen, verstärken Sie den optischen Eindruck, der Raum wird noch schlauchförmiger. Außerdem wäre der Lichteinfall quer zur Diele. Also legen Sie doch quer zu den Längsseiten.
Mit freundlichen Grüßen
Bernd Kibies



Hier werden Sie geholfen!!!



Dieser Communarde wird Ihnen sicherlich alle Ihre Zweifel ausräumen können.

Restauratio GmbH
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Viel Erfolg

Udo





Ich habe nun eine Skizze erstellt. Hier ist ersichtlich, dass wir die Verlegung genau so vorhaben, wie Sie es beschrieben haben.
Unsere Frage:
Ist es bei derartiger Verlegung erforderlich eine Dehnungsfuge zu lassen?
Wir Verlegen den "Klammerboden" von Berthold.





Normalerweise dürfte das kein Problem sein. Berthold müßte aber auch technische Merkblätter auf Internetseite hinterlegt haben. Da sind dann i.d.R. auch max. Raumgrößen angegeben. Erfahrungen mit dem geklammerten Dielenboden habe ich keine. Evtl. rufen Sie auch dort mal an.
Mit freundlichen Grüßen
Bernd Kibies





Danke! Ich sehe mal nach bzw. rufe mal bei Berthold beim wirklich netten und wie ich finde-auch kompetenten Kundenservice an.





Bei der geplanten Verlegung würde ich wohl im Bereich der Mauervorsprünge mit einer ganzen Diele beginnen, damit die alte Raumaufteilung betont wird und der Dielenboden nicht eingeschnitten und um die Mauervorsprünge verlegt wird. Sollten Sie doch im Verlauf der Längswände verlegen wollen, könnten Sie im Bereich der Mauervorsprünge eine Diele, schöner wäre dann durchgehend, quer legen, ähnlich einer Schwelle. Dann hätten Sie auch damit eine optische Unterteilung beibehalten.
Mit freundlichen Grüßen
Bernd Kibies





Ja, Berthold ist ganz bemüht.
Da Sie in NRW wohnen, haben Sie auch noch einen regionalen Anbieter.
Mit freundlichen Grüßen
Bernd Kibies



4m quer zum Licht



sieht m.E. gut aus (Bei uns 7m + 1,5m auf Raumbreite 8,5 und Länge 14, 5 = ca. gleiches Verhältnis wie bei euch):

Bei Querverlegung ist keine Dehnungsfuge nötig, diese Aufgabe übernehmen die sowieso quer angeordneten Fugen der Dielenbretter, zumindest bei konventioneller Verlegung auf Lagerhölzern (Dielen 20-38cm breit)


Gruß Eckard



Dielenrichtungswechsel



Im Ergeschoß haben wir im ehemaligen Wohnzimmer (8*4m) die Laufrichtung der Dielen gewechselt:

3m quer/Korkstreifen/2m längs/Korkstreifen/3m quer.

Unterteilt die Raumbereiche bei schmalen Dielen (8,5 cm) optisch besser:



Schon mal überlegt...



... sich nach der evtl. vorhandenen Balkenlage zu richten (oder bei Neubau danach, wie die Deckenbalken früher verlegt worden wären) ?

Wir haben (zwangsläufig) in unserem DG die Dielen längs zum First gelegt (s. Bild). Dann hättet ihr die 8m-Problematik nicht und "schlauchförmig" wirkt ein Raum dieser Größe und Größenverhältnisse meiner Meinung auch nicht - ist aber sicher Ansichtssache...

Gruß Frank





Die vorhandenen Örtlichkeiten kenne ich natürlich nicht. Da der Boden mit einer Klammerung verlegt werden soll, wird der Boden wahrscheinlich nicht auf eine Deckenbalkenlage verlegt, da die Verlegeart schwimmend ist. Alles andere ist natürlich hypothetisch.
Siehe auch:
http://www.berthold-holz.de/151.html
Mit freundlichen Grüßen
Bernd Kibies



Habe das...



... mit den Klammern und der Unabhängigkeit von der Balkenlage schon verstanden... würde mich aber manchmal dennoch nach der (vielleicht auch nur hypothetischen) Balkenlage richten...

War auch nur ein Einwand...

Gruß Frank



Über 8m Breite



Bekommen Sie mit dem Klammerboden ein massives Problem.

Bei einem Holzfeuchtewechsel zwischen Winter und Sommer von 5% ( Winter 7-8, Sommer 12-13 ist gar nicht so unrealistisch) wird der Boden (z.B. Eiche) über 8m 14,4cm arbeiten wollen. Das ist mit Dehnungsfugen nicht zu kompensieren. Er wird im Winter beträchtliche Fugen haben und klappern, im Sommer hingegen genießen Sie einen plastischen Boden mit einer (oder mehreren) Welle (n).

Sicherlich sind Sie ein belesener Mensch und möchten das auch zeigen. Ein schweres Bücherregal an einer Stirnseite wird dazu führen, daß der Boden nur noch in eine Richtung arbeitet, das verstärkt den Effekt. Hinzu kommt: die Quetschungen im Sommer quellen im Winter nicht vollflächig zurück, d.h. die Winterfügen werden noch größer. Woher sollen die Brettelchen aber wissen, wo genau sie vorher lagen? Die Fugen können also extrem ungleichmäßig werden (Schauen Sie sich die Klammern an. Ist es wahrscheinlich, daß diese dünnen Teilchen überhaupt oder gar über Jahre die Spannkraft haben werden, das Dielenbrett an seinen alten Platz zu befördern, wenn der Boden im Winter schwindet? Eindeutig: Nein.)

Exakt das Dargestellte (Raum 4x9m, Esche massiv 22mm, Verlegung quer, Klammersystem) hat eine ausgewiesene Dresdener Fachfirma bei einer Freundin produziert, und sie prozessiert noch heute. Wenn Sie das auch noch selber verlegen, werden Sie keinerlei Gewährleistung durchsetzen können - aber immer einen lebendigen Boden haben :-)

Ich bin ein grunsätzlicher Gegner der Klammerverlegung massiver Dielen, wie auch überhaupt der schwimmenden Verlegung nichtabgesperrter Dielenbretter. Technik und Material sind nicht zueinander passend. Die Holzeigenschaften sind auch den Herstellern der Klammersysteme bekannt. Da ein vom Kunden verlegter Dielenboden aber kaum reklamierbar ist, verkaufen die lieber fleißig, statt zuviel zu reden.

Ich kriege bei dieser Thematik einen massiven Kropf, weil hier ein hochwertiges und schönes Material oberschlampig verkauft wird und unter ungünstigen Umständen bald wieder 'rausfliegt.

Wie ist denn der Unterbau, und welche Aufbauhöhe steht zur Verfügung? Wir können über Alternativen auch gern am Telefon nachdenken.

Grüße

Thomas

0351 - 2685949
0177 - 5333544



@ Udo



Lieber Udo, danke für Deine Lobpreisung.

Ich bin aber nicht mit Frau Feldbusch oder der Telefonauskunft verbandelt, und versuche, fachlich korrekte Ratschläge zu geben.

Nix mit Tussenkram a la "geholfen werden haben zu sein"

Hölzerne Grüße :-)

Thomas



@Thomas



Nö nö, wollte doch nur biss'l Humor mit streuen.

Grüße an den "Brett-Verleger,


Udo





Hallo zusammen,
Berthold hat uns geraten bei unserer geplanten Verlegungsrichtung (s. Skizze ein paar Beiträge weiter oben)eine Dehnungsfuge in der Mitte des Raumes vorzusehen.
Ich bin mal gespannt wie sich der KLammerboden im Laufe der Zeit verhalten wird, denn der ist schon bestellt worden, bevor ich den Beitrag hier ins Forum geschrieben habe und der Beitrag von Thomas macht mir doch ein wenig Angst.



Vielleicht



Klammern wegwerfen und vollflächig verkleben? Elastic-Kleber sind sehr emissionsarm und nicht mit den Stinkbomben vergangener Jahrzehnte zu vergleichen.

Das kann man zwar auch noch 2 Jahre später machen, da die Fläche wieder aufgenommen werden kann, aber der Aufwand mit dem Ausräumen etc. wäre vermeidbar.

Leiser würde der Boden auch, die losen Brettelchen würden klappern.

Selbst mit einer Dehnungsfuge in Raummitte (das sollte zwischen den Mauervorsprüngen stattfinden) hätte ich ein ungutes Gefühl.

Da mich meine Freundin Conny (wo der oben zitierte Eschenboden liegt) gelegendlich zum Skat einlädt, werde ich demnächst Bilder einstellen.

Grüße

Thomas