Verlegung Dielen auf Lithotherm




Einen wunderschönen Guten,

ich bin mir auch nach einiger Suche nicht sicher wie ich die Verlegung meiner 20mm Eichen Dielen mit umlaufender Nut und Feder auf meinen Lithothermplatten angehen soll.

Zwar habe ich schon Erfahrung mit der Verlegung von Massivholz auf Lithotherm (Stabparkett im Schlafzimmer), allerdings ist man damit auch gescheiter geworden.

Ich möchte gerne das Knarzrisiko weitestgehen vermhindern und überlege, ob ich mit einer Unterlage unter den Eichendielen arbeiten soll.
In Frage kommen für mich, Rollkork, Hanffilz oder ganz einfach Fichtenfurnierstreifen.

Natürlich möchte ich so wenig wie möglich dämmen um das ohnehin schon anspruchsvolle Konzept FBH und Massivholz nicht noch mehr zu strapazieren.

Macht es Sinn mit einer Unterlage zu arbeiten?

Schon mal vielen Dank und lg
Hansjörg



Dielenverlegung ohne Knarrgeräusche



Jede Zwischenlage ermöglicht eher Knarren, da die Verbindung zwischen Diele und Traghölzern instabiler wird.

Auf korrekte Holzfeuchtigkeit von Dielen und Unterkonstruktion achten.
Bei Fußbodenheizung ergibt sich während der Heizperiode eine geringe Holzfeuchtigkeit, besonders im Herbst jedoch eine höhere.

Dadurch bedingtes Arbeiten des Holzes lockert die Schraubverbindung.

Fußbodenheizungen erhöhen das Risiko von knarrenden Dielen.

Bei der Befestigung darauf achten, dass beim Vorbohren entstehendes Bohrmehl nicht zwischen Unterkonstruktion und Diele gerät-
beim Bohren und auch Verschrauben also möglichst auf den Dielen stehen
(oder eine 2. Person bitten).

Möglichst stabile, hohlraumfreie Verschraubung verhindert am besten das Knarren.
Die Unterkonstruktion muß eben ausgerichtet sein, um Spannungen im Holz zu vermeiden.
Randabstände einhalten- auch zu Installationen uä.

Andreas Teich





vielen Dank für die Antwort.
Dielen sind aklimatisiert und der Bodenaufbau ist zur Gänze trocken. Feuchte der Lithothermplatten wurde gemessen, wurden auch mit Heizung 2 Monate betrieben ohne darauf befindlichem Bodenbelag.
Damit sollte keine Restfeuchte, auch im schlimmsten Fall nicht im Spiel sein.
Wir werden dann auf die Zwischenlage verzichten. Danke für den Rat.
Lithotherm lässt sich meiner Meinung nach, gerade in einem Altbau/Umbau nur bedingt 100% eben verlegen. Kleinere Unebenheiten oder Stufen sind meiner Ansicht nach zu ertragen.

Soll hier im Bereich neben der Polsterhölzer im Bedarfsfall mit Furnier aufgefüllt werden um ein "theoretisch mögliches Federn" der Dielen zu verhindern? Macht doch Sinn, oder?

Der Kompromiss FBH und Dielen und damit verbunden, das Arbeiten des Holzes ist uns bewusst. Wir hoffen dies ein wenig durch ausgiebigen Lehmputz kompensieren zu können. Dieser macht seinen Job bis jetzt gut und hält auch jetzt in der Heizperiode die Luftfeuchte auf 60-65.

Danke
bg
hansjörg



Dielen auf Lithotherm



Hallo Hansjörg
Nur die Unterkonstruktion genau ausrichten und ggf unterlegen.

Zwischen Dielen und Lithotherm besser nichts legen, da die Dielen in möglichst engem Kontakt mit den Heizflächen stehen sollten
und da sich die gesamte Konstruktion bei Belastung und nach kompletter Fertigstellung ohnehin noch etwas setzen könnte.

Die Dielen werden sich ohnehin nur minimal durchbiegen.

Dielen auch nicht untertrocknen, da sie im Spätsommer/Herbst, bevor geheizt wird,
vermutlich eine höhere Ausgleichsfeuchtigkeit einnehmen als während der Heizperiode.
Hygrometer aufstellen und Luftfeuchtigkeit dauerhaft auf etwa die Verhältnisse wie bei der Verlegung einstellen-
dann besteht das geringste Knarr- Risiko.

Bei unserem Wintergarten mit 20 cm breiten Eichedielen auf Balken betragen die Temperaturen
im Winter bei nahe Null Grad, im Sommer mind 25 Grad-
es gibt allenfalls beim ersten Betreten ein ganz leichtes Geräusch,
danach hört man nichts mehr.

Andreas Teich



Verzichte auf ...



...die dünnen Systemdielen, oder auf Lithotherm. Das wird immer knarren.

Ich habe schon einen Bauherren erlebt, der hat beides wieder herausgerissen (Ich hatte das nicht gelegt :-).

Sind beide Komponenten unvermeidbar schon "gesetzt", bleibt nur, eine 22mm OSB - Platte, verleimt in Nut und Feder, als Montageebene "dazwischenzuschieben". Darauf kann mit kurzen Dielenschrauben geschraubt werden.

Grüße

Thomas



Dielen auf FB-Heizung



Wir haben oft 21 mm-Dielen aus Eiche oder weicheren Hölzern bei ähnlicher Spannweite verlegt- da knarrt nichts.

Ich würde eher auf die Fußbodenheizung verzichten zugunsten von anderen Heizsystemen, da Holzböden per se fußwarm sind.

OSB-Platten unter an sich schon freitragenden Dielen fände ich übertrieben-
im Zweifel selbst probieren, wieweit sich die Dielen unter Belastung durchbiegen.

Das Hauptproblem ist dabei die Fußbodenheizung mit daraus resultierenden unterschiedlichen Holzfeuchtewerten.

Andreas Teich



Haben Sie auch...



20mm Systemdielen auf Lithotherm verlegt? Dann wissen Sie auch, was Ohropax kostet (Verlegung im eigenen Haushalt), oder Sie haben Ihre Fluchtreflexe geschult (Verlegung beim Kunden).

Ich habe Lithotherm als wenig eben in Erinnerung, die beschriebenen Probleme waren sehr auffällig, und die dünnen Brettchen in Verbindung mit nicht unterfütterten Querstößen werden, von der FBH potenziert, für viel Unterhaltung sorgen.

Deshalb: Auf Lithotherm nur mit OSB. Daß das die Wärmeleistung des Bodens reduziert, ist bedauerlich, aber unvermeidbar.

Der immer wieder lustige Belastungstest ist Unsinn. Schon die Bewegung einiger zehntel Millimeter kann Knarren hervorrufen, und wird das an den Hirnstößen ganz gewiss auch tun. Ich habe das (bei Lithotherm) sogar bei raumlangen Dielen erlebt.

Wenn Sie eine Fußbodenheizung statt angewärmter Betonformstücke wünschen, sind, in Verbindung mit massiven Dielen, Heizungen auf Wärmeleitblechbasis mit zwischenliegenden Lagerhölzern eine gute Lösung, speziell mit dem System von Ripal habe ich gute und langjährige Erfahrungen machen können.

Grüße

Thomas