Parkett auf altem Dielenboden verlegen?

09.10.2011



Wir haben einen Altbau (BJ 1924) gekauft und ueberlegen, wie wir (neben allem anderem) den Boden sanieren koennen. Wir wuerden gerne Fischgraet-Parkett verlegen. Der Bodenaufbau stellt sich folgendermassen dar: Der Keller hat eine Betondecke, im EG fanden wir unter vollstaendig verklebten Schichten von Teppich, PVC, Spanplatte (100mm dick) und einer Ausgleichschuettung (Zement?) mit Ochsenblut gestrichene Weichholz Dielen mit Nut und Feder, etwa 2.5 cm dick. Ich weiss nicht, worauf diese aufliegen. Der Hoehenunterschied ist nicht gravierend (max. 2 cm Hoehenunterschied auf 4 m), allerdings sind die SPanplatten nach dem Entfernen des PVC voellig Faserverklebt. Die Spanplatte selbst schein vollstaendig auf der Ausgleichschuettung verklebt zu sein und reicht auch bis zu den Waenden. Wir haben bisher erst eine Zimmerecke aufgemacht, das Holz sieht dort nicht morsch aus, aber wir sind ein bisschen ratlos. Muss man zwingend alles rausreissen, oder kann man die Spanplatten reinigen und darauf das Parkett verkleben? Sollte man besser neue OSB Platten Verlegen und neu nivellieren? Sollte man besser von Parkett absehen und auf den alten Dielen neue verlegen? Oder reicht es, die alten Dielen reaktivieren? Was koennen wir in Eigenleistung machen? Der Bodenaufbau darf nicht zu hoch werden und auch die Kosten sollten nicht explodieren, da es an dem Haus sehr viel zu sanieren gibt.
Wir sind fuer alle Vorschlaege und Tips dankbar!!



Fußboden



Alles raus bis auf die Rohdecke!
Dann können Sie darauf einen neuen, wärmegedämmten Fußbodenaufbau einbauen (lassen).

Viele Grüße



Moin,



wenn die Dielen noch zu retten sind, würde ich das an eurer Stelle machen.

Ansonsten sehe ich's wie Georg: Alles runter, Substanz prüfen/richten, neu aufbauen, dann wisst ihr, was ihr habt.

Evtl. bietet es sich auch an gleich die neuen Leitungen unterm Boden zu verlegen.

Gruss, Boris



Auf



alle Fälle bis runter auf die originale Dielung!
Sind die Spanplatten ernsthaft 10 Zentimeter dick?!? Dann würde man ja unglaublich Platz gewinnen wenn man die beseitigt!

Wenn die Dielen mechanisch noch stabil aber optisch nicht mehr schön sind könnte man sie durchaus als Blindboden für einen genagelten Parkettboden verwenden (von Kleben bin ich nicht sonderlich begeistert, die üblichen Kleber gehören zu den ekelhaft stinkendsten Materialien die man auf einer durchschnittlichen Baustelle so vorfindet und leichtes Ausbessern des Bodens ist dann auch nicht mehr). Ein guter Parkettleger schafft da ein Zimmer pro Tag, einem Heimwerker würde ich es nicht unbedingt empfehlen, wir haben uns das nur aus zwei Gründen zugetraut: erstens habe ich vor Jahren tagelang einem Profi über die Schulter geschaut und zweitens hatten wir einen alten Boden als Muster, den wir Stück für Stück zerlegen und analysieren konnten.





Vielen Dank fuer die Antworten! Die Spanplatte ist natuerlich nur 10 mm dick, ich hatte mich vertippt. Wir arbeiten inzwischen daran, alles oberhalb der Original Dielen abzutragen. Diese sind insgesamt in ordentlichem Zustand. Eine Holzboden Firma, die sich die Situation inzwischen angeschaut hat, machte dieselbe Empfehlung: Neue Dielen auf den alten Nageln oder Schrauben. Leider haben wir inzwischen von Seiten der Kellerdecke eine andere unangenehme Entdeckung gemacht. Unter einer Schicht Tapete und Styropor versteckte sich eine auf 4 m gebrochene Kappendecke. Nun muessen in dem Bereich die Dielen aufgenommen und das Feld neu gegossen werden :( Bei der Gelegenheit kann man zumindest mal schauen, wie die Unterkonstruktion so aussieht. neue Leitungen werden wir wohl trotzdem unter der Kellerdecke verlegen lassen und nicht im Boden. Danke noch mal an alle!



Fußbodenaufbau



Wenn Sie den alten Dielenaufbau drinnenlassen haben Sie immer noch keine Wärmedämmung zum Keller. Die muß jetzt an die Deckenunterseite. Glauben Sie das die alte Dielenlage exakt eben und waagerecht liegt so wie es für Parkett erforderlich ist? Warum wurde dann eine Ausgleichsschüttung eingebaut?

Viele Grüße