Was beachten beim Verlegen von Dielen?

13.10.2005


Hallo!
Ich möchte demnächst einen Dielenboden (Lärche) verlegen. Hier im Forum wird ja viel diskutiert über Konstruktion und Produktauswahl.
Was muss man aber beim Verlegen beachten? Wie lange muss die Ware im Raum liegen, um später keine Risse zu bilden?
Ist es sinnvoll, die Dielen zunächst (ohne sie zu verschrauben oder zu nageln) lose zu verlegen und nach einem halben Jahr endgültig zu befestigen?
Vielen Dank schon mal.



3 Wochen



Hallo Andreas,

die Dielen sollten 3 Wochen in dem Raum lagern, der normal beheizt / gelüftet werden muss.

Dann haben sie sich an das Klima angepasst und Du kannst sie befestigen. Die Dielen nur locker zu verlegen und nach einem halben Jahr noch mal anfangen, bringt dann nicht mehr viel.

Wichtig ist, sie möglichst fugenlos zu verlegen. Je nach Dielengröße müssen sie vor dem nageln/schrauben verkeilt werden. Habe ich nicht gemacht, und bereue es jetzt ein wenig.

Fugen werden im Laufe der zeit zwar immer entstehen, aber sie sind dann nicht so groß.

Nageln oder Schrauben wurde hier schon viel diskutiert. Nageln soll besser sein, da die Holzfasern wohl nicht so zerstört werden, vor allem, wenn geschmiedete Näge genommen werden. Ich bevorzuge shrauben, da ich dann die Dielen relativ problemlos wieder aufnehmen kann.

Viele Grüße
Stephan Schöne



Das Lagern,



hallo,
hängt von der Restfeuchte der Dielen bei Lieferung ab.
Die Restfeuchte sollte bei etwa 9% liegen. Dann muß auch nicht ewig gelagert werden.
Wichtig sind auch die klimatischen Bedingungen beim Einbau. (optimal 20°C - min 15°C und 50% - max 65% rel. Luftf.)
Grüße Lukas



Verkeilen?



Vielen Dank schon mal.
Aber was meinst du mit verkeilen? Wo und wie wird das gemacht?
Gruß,
Andreas



Verkeilen



naja, meine Dielen waren 4 m lang, ca. 30 cm breit und 40 mm hoch. Da gab es trotz Maschinentrocknung und 3 Wochen lagern ziemliche Verwerfungen in alle Richtungen.

Ich habe sie nur nebeneinander gelegt und verschraubt. Hätte sie aber mit Hilfswerkzeugen aneinander pressen sollen. Dazu wird ein Widerlager am Balken befestigt und zwischen Widerlager und Diele ein Keil getrieben, der die Diele an die anderen Dielen presst.

Bei handelsüblichen Dielen ist das vielleicht kein Thema, da die nicht solche Ausmaße haben.

Solch ein Feuchtemessgerät macht ganz sicher Sinn für Profis, aber ob es für Laien Sinn macht?

Viele Grüße
Stephan Schöne



Das Messen der Feuchtigkeit,



hallo,
macht auch beim begeisterten Amateur Sinn. Dem Holz und seinen Eigenschaften ist es relativ egal, wer es verarbeitet.:-)
Es gibt auch Werkzeug- und Maschinenverleiher, die sowas im Programm haben.
Grüße Lukas



Hallo Lukas,



ich habe so ein Gerät noch nicht in der Hand gehabt. Hier wurde aber mal diskutiert, dass man sich ohne Erfahrung vermessen kann. Messung zur falschen Zeit an der falschen Stelle etc.. Da wollte ich nicht so vermessen sein. Oder ist das nicht so kritisch?

Viele Grüße
Stephan Schöne



Hallo Stephan,



Beim Messen der Holzfeuchte sind die Geräte ausreichend zuverlässig.
Die sicherste Methode ist die Darrprobe, diese ist aber eher etwas für die Industrie oder das Labor, da unter Baustellenbedingungen nicht durchführbar bzw. nicht sinnvoll.
Das Risiko des Vermessens besteht bei der elektronischen Messung der Restfeuchte im Estrich.Da kommt eine andere Technik zum Einsatz.
Bei www.gann.de kann man sich umfangreich über die Geräte und Methoden informieren.

Grüße Lukas



Holzfeuchte messen



Hallo,

die Meßgeräte sind sehr zuverlässig, es ist nur wichtig die Meßnägel quer zur Faser eizuschlagen und die "Richtige" Baumart einzustellen. außerdem sollte die Batterie nich zu alt sein.
Gute Geräte kosten ca. 200 bis 250 €.
Sind besonders gut beim Restfeuchte messen von Brennholz.