Sanierung Okal Haus in Eigenleistung

01.02.2012



Hallo zusammen.

Haben uns im Jahr 2004 ein Okal Haus Typ 104 im gekauft.
Nach den schon hier mehrfach beschriebenen Belastungen wie zb Modergeruch uä auf die ich nicht näher eingehen möchte,haben wir uns letztes Jahr dazu entschlossen eine Sanierung in Angriff zu nehmen.Nachdem wir uns nach Betrachtung einiger Angebote von Firmen sicher waren es selber zu versuchen,da uns die Preise zu teuer waren,sowie die Materialien nicht unseren Vorstellungen entsprachen.
Also gingen wir ans Werk und erkundigten uns nach Dämmung,neuen Fenstern usw und dem kompletten Wandaufbau unseres Hauses.Nachdem wir uns nach ca 1/2 Jähriger Plannung und Materialbestellung sicher waren das wir es selber hinbekommen ging es im März 2011 endlich los.
die Alte Vorhangfassade wurde abgenommen,die dahinterliegende Spannplatte entfernt,sowie die Dämmumg in den Gefächer wurde rausgenommen.Was zum vorschein kam war ein ekliger Geruch der uns dazu zwang das Haus erstmal knapp eine woche der sonne auszusetzen und pause zu machen.Nachdem der Geruch erträglich war haben wir mit dem Neuaufbau begonnen.Die Gefächer wurden genau wie die fertige Ausenwand mit einem Holzfaserdämmstoff gedämmt.Neue Fenster wurden eingebaut(Firma)sowie die Fassade danach verputzt(Schnelldurchlauf.Müßen nach einem Jahr sagen das war die beste Entscheidung die wir treffen konnten.
Habe diese Arbeiten mit meinem Vater und meinem schwiegervater erledigt.
Dabei muß ich sagen,das wir Handwerklich einiges an Geschick mitbringen,aber fürs fernseh würd es nicht langen.
Man bekommt von diversen Firmen Angebote die weit Über 30000 Euro liegen mit Materialien die meiner Meinung nach Fragwürdig sind......
Haben insgesamte kosten inkl 3Fach verglasten Fenster mit 18 cm Dämmung auf der Wand knapp 25000 Euro bezahlt.
Muß abschließend sagen das das wirklich kein Hexenwerk ist wenn die Informationen die richtigen sind und ein bisschen Handwerkliches Geschick da ist....
Bin gerne Bereit mein wissen mit euch zu teilen wenn Bedarf da ist...
Grüße aus dem alten Westerwald





Hallo Sigi,

das hört sich doch wirklich interessant an! Mich würden insbesondere die verwendeten Materialien interessieren und ggf. auch die Kosten nach Menge/Materialien aufgeschlüsselt. Wie lange habt ihr insgesamt gebraucht? Welchen Anteil hatten die Fenster von den 25.000 €? Habt ihr Fotos vom Umbau gemacht? Kann man die - wenn ja - irgendwo sehen? Hast Du schonmal selber eine Homepage gebastelt? Das wäre ein tolles Thema um eine Dokumentation des gesamten Umbaus als Homepage zu realisieren.

Danke schonmal für Deine weiteren Infos!

MfG,
Dominik





Hallo Dominik,
ich versuch jetzt mal die Kosten so gut es geht und anhand der vorhandenen Unterlagen aufzulisten.
Umbaumaßnahme Untergeschoss.
Obergeschoss wurde damals selbst ausgebaut wodurch wir Gott sei Dank oben keine Propleme mit bekanntem Thema haben
Fangen wir mit den Fenstern und der Haustür an:
Die Posten 1 und 2 wurden von einer Firma im Nachbardorf eingebaut.
1 Haustür :Haustürsystem Euro Futur Elegance 3fach verglast ug-wert 0.7 inkl Einbau und Zubehör 3300 Euro
2 Fenster :6 Fenster Kömmerling Euro Futur Elegance 3fach verglast ug-wert 0.7 inkl Einbau Entsorgung und Ausbau der alten Fenster 3400 Euro
Muß dabei sagen,dass ein guter Bekannter von mir in der Firma Verkaufsleiter ist wodurch wir evtl den ein oder anderen Nachlaß bekommen haben.
Haben uns für das komplette WDVS System von Inthermo entschieden, da erstens ein großer namenhafter Hersteller von Farben und Dämstoffen dahintersteckt und zweitens dieser Dämmstoff auch in den heutigen Ökohäusern zum Einsatz kommt,was seine ökölogische und chemiefreie Herkunft bestätigt.
Fangen wir ganz vorne an.

3 Abbau und Entsorgung der asbesthaltigen Vorhangfassade.
Abbau und Entsorgung der dahinterliegenden und übel riechenden Spannplatte.
Gefächerdämmung rausreißen in Säcke verpacken und entsorgen
Gesamtkosten insgesamt ca 2000 Euro
4 die in den Gefächer liegenden Dampfsperre sah nach erster Betrachtung noch gut aus, sodass wir uns dazu entschlossen haben,(nach Rücksprache mit Energieberater)sie drin zu lassen und nur die Risse und Durchbrüche(Steckdosen usw)mit Klebeband zu verschließen.
Nahmen dafür Delta Multiband
8 Rollen für ca 120 Euro
Haben uns nach mehrmaliger Rücksprache mit einem Fertighaus sanierer dazu entschlossen die oft angepriesene Kalkmilch wegzulassen da der Nutzen zwar immer wieder betont aber höchst umstritten ist.
Eine Chemie kommt raus und neue Chemie kommt rein....
Langzeitfolgen der Kalkmilch sind auch noch nicht absehbar...
Da die kompletten Trägerbalken 1A waren und auch nur minimal
geruchsbelastet, was wie ich annehme durch die Dämmung kommt, haben wir es dabei belassen.
Danach wurden nach Auslüftung über ca 1 Woche die Gefächer(ca 85qm) mit der Kronotherm Flex 120mm gedämmt Kosten hierfür 950 Euro.
Die offenen Gefache wurden dann mit der HFD Exterior Solid 60mm verschlossen. Haben mit Verschnitt ca 115qm verbraucht.
Kosten hierfür inklusive Klammern zum Festschießen und Sockelschiene ca 2800 Euro.
Danach 2 mal mit HFD Putzgrund gestrichen und verputzt.
Verputzen mit fabigem Silikonhartzputz.
Verputzen inklusive aller Materialien wie Putz, Gewebe, Gewebewinkel usw ca 6000 Euro.
Hinzu kamen noch diverse Einkäufe und Dauerbesuche im Baumarkt die nochmal mit knapp 2000 Euro zu Buche schlugen.
Mit den anschließenden Entsorgungskosten der Restmaterialien,
sowie Versorgung mit Essen usw kamen wir auf knapp 24000 Euro worin auch ein neuer Ofen für meine Frau enthalten war die meine Teilweise schlechte Laune aushalten mußte.
Reine Umbauzeit war knapp 4 Wochen, wovon ich zwei Wochen Urlaub hatte und die restliche Zeit immer mittags bis Abends ca 21.30 gearbeitet worden ist.
Hoffe es hilft Dir weiter.
Bilder vom Umbau stell ich die nächsten Tage online aber für eine Homepage denke ich ist die Sache nicht aufwändig genug.
Könnt mich aber für mehr Infos wenn gewünscht gerne Fragen.
Abschließend kann ich sagen,das ich es jederzeit wieder machen würde und wir bis jetzt sehr zufrieden sind mit dem was wir geschafft haben.
Gruß





Hallo
Wie schaut es mit den belasteten Platten zum Innenraum aus ? Wurden diese auch ausgetauscht ? Und haben Sie das kompl. Ständerwerk "nach"behandelt ? Haben sie nach den Umbaumaßnahmen eine Schadstoffanalyse machen lassen ? Was sagt der schadstoffreiche Dachstuhl ? Wurden die Decken zu diesem auch saniert ? Auch ein nicht muffiges "saniertes" Okalhaus ist aus meiner Sicht als unzumutbar einzustufen .... Mein Beileid !

PS : Es gab hier mal einen schönen Beitrag . Da sah eine Sanierung anders aus .... Ging auch viel schneller ...





Moin Sigi!

Danke schonmal für die Antwort! Nach Abzug der Kosten für die Fenster und die Haustür sowie den neuen Ofen verbleiben ja "nur" noch knapp 17.000 Euro für die eigentliche Sanierung der Außenwände. Für eine komplette Eigenleistung immer noch ein stolzer Preis wie ich meine. Wurde der Außenputz selber aufgebracht oder hat dies auch eine Firma erledigt? Dann wären die 6.000 Euro wiederum verständlich.

In einer Sache muss ich allerdings entschieden widersprechen bzw. nochmal nachfragen. Du weist aber schon, dass Kalkmilch keine Chemie ist oder? Kalkmilch ist einfach nur eine Mischung aus (Sumpf-)Kalk bzw. Weißkalkhydrat und Wasser. Also absolut natürlich und ohne chemische Zusätze. Diese Kalkmilch hat auch einen ganz besonderen Nutzen bei dieser Sanierungsmaßnahme, denn Kalk hat natürlicherweise die Eigenschaft Gerüche zu neutralisieren und desinfizierend zu wirken. Landwirte haben sich diese Eigenschaft schon vor Jahrhunderten zunutze gemacht, indem sie Tierställe mit Kalkmilch strichen bzw. ausspritzten und damit unangenehme Gerüche eliminierten und Bakterien töteten. Weiterhin hat Kalk die Eigenschaft Schimmelbildung zu vermeiden. Dies geschieht durch den hohen PH-Wert des Kalk. Schimmel kann sich bei diesen Werten nicht bilden. Sie sehen, der Nutzen ist alles andere als umstritten, außer bei Fertighaussanierern, die an Kalkmilch wohl nicht genug verdienen können. ;-) Kalkmilch ist so harmlos, da würde ich sogar dran lecken! Anders sieht es mit chemischen Mitteln aus, die Holzschutzmittel im Ständerwerk absperren oder chemisch abbauen sollen. Diese sind allerdings umstritten, aber es gibt verschiedene Produkte, deren Wirksamkeit und Inhaltsstoffe auch sehr gut dokumentiert und geprüft sind, so dass man den Einsatz gut abschätzen und begründen kann. Ich würde bei einer solchen Maßnahme jedenfalls nicht drauf verzichten und mein bevorzugtes Produkt wäre EX Schadstoffvernichter von Baden Chemie.

Meiner Meinung nach habt Ihr einen kleinen Denkfehler gemacht. Ihr habt lediglich die sekundär belastete Mineralwolle und die primär belasteten Spanplatten V100G??? entfernt. Gegen die primär belasteten Balken habt ihr nichts unternommen. Im schlimmsten Fall (was ich allerdings aufgrund der langen Ausgasungsdauer von über 30 Jahren und dem fehlen von Formaldehyd in der Dämmung bezweifel) wird die flexible Holzfaserdämmung in einigen Jahren wieder anfangen zu riechen.

Ansonsten wirklich interessant. Meist liest man ja nur von Lobbyisten und nicht wirklich von Betroffenen, die das Problem auch wirklich angegangen sind. Selber bin ich zum Glück nicht betroffen. Ich habe zwar auch ein Fertighaus aus dem Ende der 70er, aber laut aktueller Hausstaubuntersuchung auf die üblichen Hausschadstoffe sowie einige Holzschutzmittel, darunter PCP und Lindan, konnte Entwarnung gegeben werden. Absolut unbelastet. Keine Ahnung mit was und ob Bien-Haus damals die Holzteile behandelt hat, aber PCP und Lindan waren es nicht. Stinken tut es bei uns auch nicht und Asbest haben wir auch nicht in der Fassade. Die Außenfassade besteht bei uns aus verputzten Heraklithplatten, welche direkt auf die äußere Spanplatte V100 genagelt wurde. Irgendwann werde ich wohl auch mal die Sanierung durchführen, aber nur aus energetischen Gründen und nicht wegen Gerüchen oder Schadstoffen. Dann werde ich auch die Produkte von Steico nehmen und im WDVS das zugelassene mineralische Putzsystem von Knauf. Kunstharzputze mag ich nicht und über die Vorteile und Nachteile mag ich mich jetzt nicht auslassen. :-)

An Bildern bin ich natürlich nach wie vor sehr interessiert!

Gruß





Nochmal ich, nachdem ich den Beitrag von "Okalhasser" gelesen habe. Genau diese unqualifizierten Beiträge hasse ich! Die bringen keinem Menschen etwas, denn zumeist zeigen die Beiträge von mangelndem Fachwissen und geben einfach nur Meinungen wieder, die sich meist so nicht belegen lassen.

Wenn man denn mit den anderen Bauteilen argumentieren möchte, dann sollte man doch auch sehr genau den Unterschied zwischen den Bauteilen kennen bzw. sicher beurteilen können, dass es keinen Unterschied gibt. Denn im Innenraum wurden zumeist andere Spanplatten verbaut. Kennt Okalhasser den Unterschied zwischen V20, V100 und V100G und den von Okal selbst produzierten Röhrenspanplatten? Oder muss jetzt erst gegoogled werden? Wieso ist der unausgebaute Dachboden ein Problem und wieso sollte der Dachboden bei einem Fertighaus aus den 70ern ein anderes Problem darstellen als bei einem Massivhaus aus den 70ern???

Allerdings in einem muss ich ihm Recht geben, denn eine Schadstoffanalyse sollte schon nochmal gemacht werden, alleine um den Erfolg der Maßnahme auch gegenüber Dritten einmal nachweisen zu können. Denn die Wertsteigerung des Hauses durch diese Maßnahme ist auch nur dann sichergestellt. Mal abgesehen von dem eigenen Gewissen, welches ein für mich positives Testergebnis sehr entlasten würde.

Übrigens waren es solche Beiträge, die mich eine Zeit lang in absolute Panik versetzt, schlecht schlafen und an den Rand eine Phobie gebracht haben. Erst das intensive und sehr kritische Beschäftigen mit der Materie sowie die Hausstaubanalyse haben mich wieder beruhigen können.

Gruß



Kalkhydrat



..."Kalkmilch ist so harmlos da würde ich sogar dran lecken"
Guten Appetit bei einem ph- Wert um 12.
Das Zeug ist ätzend. Spritzer ins Auge können das Augenlicht kosten. Als gelernter Maurer hatte ich mehr als einmal regelrechte Löcher in der Haut meiner Hände, wenn sich der Kalk bei kleinen Wunden hineingefressen hatte.
Die schimmeltötende Wirkung von Kalkmilch ist nur temporär; wenn der Kalk durchcarbonatisiert ist ist der ph- Wert im neutralen Bereich.

Viele Grüße





Ein Träumer,

auf der einen Seite verweist er darauf das man mit Kalk Bakterien abtöten kann und auf der anderen würde er sogar dran lecken.
Wer weis woran der Gute noch so alles leckt.

Die chemische Verbindung des Wasser ist übrigens H2O, (H für Wasserstoff und O für Sauerstoff).
Kalkhydrat ist Calciumhydroxid und hat die chemische Formel Ca(OH)2





Irgendwie wusste ich, dass diese Einwände kommen. :-) Sicherlich würde ich nicht die Kalkmilch trinken wollen und das es ätzend ist, ist mir auch sehr wohl bekannt. Spritzer brennen tierisch in den Augen. Aber eine ausgetrocknete gestrichene Wand ist sicherlich für keinen mehr in irgendeiner Art gefährlich.

Dass Kalk im Laufe der Zeit ebenfalls die schimmelverhindernde Wirkung durch ein Absinken des PH-Wertes verliert ist mir auch bekannt, aber der hohe Anfangs-pH-Wert wird auch mit fortschreitender Carbonatisierung nur sehr langsam abgebaut und ist daher trotzdem ein Schimmelschutz. Des weiteren benötigt Schimmel organische "Nahrung" für sein Wachstum. Kalk ist jedoch anorganisch und bietet keine gute Grundlage für ein Schimmelnest. Chemische Keulen waschen sich auch mit der Zeit aus oder gasen aus. Also was ist besser? Chemie oder Kalk?





Ach Dominik .... Du schreibst es ja selber . Belastete Balken , Analyse usw usw ... Behalte du dein Fachwissen und ich meins . Okal sauber zu bekommen ist so wie einen Krebs zu besiegen . Die einen schaffen es , die anderen nicht . Zu welcher Gruppe die Überzahl zählt brauche ich dir nicht zu sagen .



Nochmal!



...auch Kalk ist Chemie





Jaja, man versteht immer was man verstehen möchte. Sicher ist Kalk Chemie. Es gibt für alles eine chemische Formel. Auch natürliche Produkte sind Chemie. Und auch darunter gibt es schädliche Produkte wie beispielsweise Asbest. Aber, und da muss mir wohl jeder zustimmen, geht von Kalk grundsätzlich im trockenen Zustand keine Gefahr für die Gesundheit aus. Als Chemie in oben genanntem Zusammenhang meinte ich selbstverständlich künstlich von Chemikern erzeugte Produkte.

Das man sich hier aber auch immer wieder rechtfertigen muss...





Nun,
die Asbestfaser ist auch völlig unschädlich solange sie nicht durch die Luft fliegt und dann in die Lunge gelangt.



Sanierung



Am besten der Reihe nach.
Würde dem Namen Okalhasser nicht wirklich viel Bedeutung schenken,da die anderen Fertighaushersteller die selben Propleme haben.
Muß Dir aber sagen,das wir uns nach Rücksprache mit Zwei Fertighaussanierern und unserem Enegieberater eigentlich sicher waren das wir uns darüber keine Gedanken machen müßen.
Hatte das Glück mit Drei Privatleuten in regem Kontakt zu stehen,die selbige Sanierung schon hinter sich hatten wobei 2 von Ihnen schon 5 Jahre Erfahrung in Saniertem Haus hatten.Wie gesagt unserer Meinung nach haben wir nach der Überzeugung gehandelt,das es Ok ist.
Der Dachstuhl sowie die Decken waren in keinem Gespräch ein Thema.
Sogar von den Firmen die solche Sanierungen machen zb OK Bauservice,Feba,sowie die Firma HG Nord werden diese Schritte ausgelassen.Empfehlen kann ich übrigends zwecks Erfahrung und Rücksprache nur die Firma HG Nord.
Hatte das Vergnügen in dem Chef dieser Firma einen sehr kompettenten und Hilfsbereiten Menschen zu finden,von dem ich echt viel Erfahren habe.
Das einzige was Alle Firmen machen ist der Anschluß an die Decken und die Bodenplatte zu erneuern sofern das möglich ist.
Zu Dominik

Wenn ich die Kosten für Ofen und Fenster abrechne komme ich auf einen knappen Preis von ca 15000 Euro was wie ich finde nicht sehr viel ist für einen Maßnahme die sonst nicht unter 30000-40000 Euro zu haben ist mit meiner Meinung nach schlechteren Materialien.Leih Dir mal ein Gerüst für die Zeit dann weißt Du was ich meine.

Der Außenputz wurde von einer Firma übernommen nur das Material haben wir besorgt,da wir wie gesagt bei einem Hersteller bleiben wollten.
Nun die Sache mit der Kalkmilch.
Ob Chemie oder nicht ist wohl eher keine Frage.
Die Frage die wir uns gestellt haben ist eher der nutzen sowie die Reaktion nach einigen Jahren mit den ich sag mal belasteten Hölzern wenn die Balken behandelt wären.
Da das aber kein Mensch beantworten kann weil es keine Langzeiterfahrung gibt kann man darüber streiten.
Was bringt es mir zum Beispiel wenn ich die Balken von drei Seiten streiche und an die vierte Seite komm ich gar nicht ran weil darauf die Innenwände festgetackert sind.Da sich die Ausgasung meiner Meinung nach auch auf die Innenwände absetzten ist bei einigermaßen ganzer Dampfbremse eine komplette Behandlung mit Kalkmich auch nicht möglich und deswegen nur halbherzig durchzuführen.Bevor ich etwas halb mache laß ich es ganz.Eine Möglichkeit wäre die Behandlung mit Kairatin gewesen was aber auch nicht Flächendeckend machbar ist in unserem Fall.Da wir die Dampfbremse abgedichtet und alle offenen Löcher nach innen verschlossen haben sollte das ok sein sonst hätten wir direkt einen Totalabriss machen können was Blödsinn ist.
Wie gesagt der sinn und zweck vom Einsatz der Kalkmilch erschloss sich uns nicht wirklich.
Du sprichst ein Schadstoffgutachten an.
Haben um drei Ecken einen Bekannten der solche Gutachten sowie die Messung macht.
Da ich nicht alles wiedergeben will in kürze.
Die Ausgasungen von Lindan usw sind bestätigt allerdings nicht bei uns.
Ein Gutachten hätte uns knapp 1000 Euro gekostet.
Nach dem Sinn kann man sich fragen.
O-Ton des Bekannten.
Schmeißt alle Möbel raus zieht für drei Wochen aus laßt die Fenster zu und dann kann ich eine verläßliche Messung machen was auch einleuchtet....
Da die Gerüche mit den enthaltenen Schadstoffen ins Haus gelangt sind steht ja fest.
Genauso sicher ist es das sich die Schadstoffe überall absetzen,Möbel Tapette,Bodenbeläge usw.
Um Eine wirklich verlässliche Messung zu bekommen müßte alles raus und das Haus fast im Rohbauzustand stehen.
Da diese aber nicht möglich ist haben wir es dabei belassen,da es anscheinend oder Gott sei Dank auch noch Leute gibt,die einem helfen wollen anstatt nur Geld zu verdienen.
Hatten unter der Asbestplatte keine V100 die wir eigentlich erwartet hätten,sondern nur irgendwas was nach Holz aussah,eine 0,8mm starke Platte.Unser Haus ist BJ 1976 und nach Auskunft des Herstellers fand in diesem Jahr eine Wechsel der Ausenwände statt.Haben eine 12 Innenwand mit einer damals 8cm Dämmung.Was mann nicht sieht sag ich da nur.
Evtl haben wir das Glück das die Trägerbalken ohne Behandlung eingebaut wurden und nur bei der Verkleidung die Restposten aufgearbeitet wurden.
Wenn du im Baumarkt die Nase an ein Stück unbehandeltes Holz hälst,weißt Du wie unsere Balken gerochen haben...

Hatten uns auch dach dem WDVS System von Knauf umgesehen,aber ich mach nicht die eine Chemie raus und Nagel mir ne neue ans Haus ;-))


Übrigends Dein Ex Schadstoffvernichter von Baden Chemie ist auch eine Chemiebombe,bekommt man alles raus wenn man nur genug zeit im Internet verbringt;-))





Moin Sigi!

Da habe ich direkt nochmal die ein oder andere Nachfrage.

Zum einen zu Deinem Bekannten, der die Schadstoffmessung hätte machen können. Anstatt Dich mit einer solchen Pauschalaussage abzuspeisen, hätte er ja auch mal kostengünstiger messen können. Wenn er behauptet, dass sämtliche sekundärbelasteten Materialien erst entfernt werden müssten, dann hat er offentsichtlich doch nicht sooo viel Erfahrung mit solchen Messungen. Professionelle Messlabore haben für diese Fälle Vergleichswerte anhand derer Sekundärbelastungen ausgeklammert werden. Zum anderen werden Holzschutzmittelbelastungen i.d.R. als Hausstaubuntersuchung (mit ca. 2-4 Wochen altem Staub) oder Materialuntersuchung (Holz) durchgeführt, aber nicht als Luftuntersuchung wie bei Formaldehyd. Genau aus diesen Gründen. Es gibt, wenn man nur will, übrigens genug Labore, die diese Untersuchung auch wesentlich günstiger anbieten. Auch bei Laboren herrscht Wettbewerb. :-) Selber habe ich die Untersuchung bei einem Labor der Stiftung Warentest durchführen lassen, aber auch in der regionalen Nachbarschaft gibt es einen guten und preiswerten Anbieter, der auch überregional arbeitet und mit dem ich mich sehr nett telefonisch ausgetauscht habe. Auch dieser hat mir beispielsweise bestätigt, dass eben nicht alle Fertighäuser aus dieser Zeit Probleme haben, noch nicht einmal alle Fertighäuser eines Herstellers aus der gleichen Zeit. Dieser Anbieter hat selber nach eigener Aussage im Auftrag bereits über 100 Fertighäuser analysiert und konnte keine Regelmäßigkeiten nach Baujahr oder Hersteller feststellen. Lediglich einige wenige Fertighaushersteller (seiner Aussage nach die damals teuersten Anbieter) haben mit Holzschutzmitteln kaum Probleme, da diese bereits damals auf die kritischen Diskussionen zum Thema Holzschutzmittel reagiert haben und auf Alternativen ausgewichen sind.

15 T€ sind natürlich absolut OK, wenn der Verputz tatsächlich von einer Firma übernommen wurde. Da kann man nichts sagen. Das Material ist ja auch alles andere als günstig. Da hast Du Recht!

Aber was hast Du gegen die Kombination von Steico Holzfaserplatten mit dem zugelassenen Knauf Putzsystem auf mineralischer Basis (ist ein Kalk-Zementputz)?

Und welche Informationen hast Du über EX Schadstoffvernichter, die mir vielleicht trotz intensiver Recherche verborgen geblieben sind? Ich bin ja nicht lernunwillig und wenn jemand andere oder bessere Informationen hat, dann ändere ich auch gerne meine Meinung. Aber das Argument, dass EX Schadstoffvernichter auch nur Chemie ist lasse ich nicht gelten. Wie ich weiter oben bereits belehrt wurde, ist ja alles Chemie. ;-)

Versteh mich auch bitte nicht falsch! Ich möchte Dich nicht kritisieren sondern lediglich konstruktiv austauschen und dazulernen. Da ich diese Phase eben auch schon durch habe und in den nächsten Jahren eben auch eine Außenwandsanierung in Eigenleistung vornehmen möchte, bin ich an Deinen Erfahrungen wirklich sehr interessiert. Wenn ich in irgendeinem Thema daneben liege, lasse ich mich gerne eines besseren belehren. Grundsätzlich bin ich nur einfach ein kritischer Mensch, daher würde ich mich auf Aussagen solcher von Dir genannter Firmen auch eher nicht verlassen. Die gehören ja teilweise sogar zu den Herstellern, die die Häuser damals errichtet haben. Das die sogar teilweise heute noch mit äußerst fraglichen Methoden und Materialien sanieren, ist Dir ja auch schon aufgefallen. :-)

Gruß





Dann werde glücklich mit deinem tollen Haus . Selber schuld , wenn man sich vor dem Kauf nicht richtig erkundigt . Diese Häuser gehören auf den Sondermüll . Auch wenn man versucht etwas zu retten . Der Teufel steckt im Datail und den wirst auch du lieber Sigi nicht aus deineer Hütte vetreiben können .



Fachbetriebe die eine Haussanierung ( Fasade und neue Fenster ) durchführen



Hallo, da ich nicht alles selber machen kann. Brauche ich eine ausführliche Beratung. Ich suche einen Fachbetrieb, in der Nähe von Trier, der mich fachgerecht beraten und die Sanierung ( Fasade und neue Fenster ) durchführen kann.
Okal Haus gebaut 1976.



Frage ab Sigi36



Hallo Sigi36,
wir haben auch ein Okal-Haus (1975) mit Moder-Geruch.Danke für Deinen Bericht, der ist für uns sehr hilfsreich.
Du bist seit paar Monaten mit der Sanierung fertig. Ist nun der Geruch vollständig verschwunden? Würdest Du auch aus der heutigen Sicht alles genauso machen? Herzliche Grüsse Reno 22





Hallo reno22 sorry war länger nicht online.zu sagen der geruch wäre weg wäre gelogen,denke auch das wird noch bisschen dauern bis er komplett weg ist.dafür konnte das komplette system zu lange vor sich hinstinken.die unmittelbare verbesserung und abschwäschung des geruchs haben wir abwr schon deutlich wahrgenommen.aber die frage ob ich es nochmal mit den selben materialien machen würde kann ich nur deutlich und mit überzeugung mit ja beantworten.sind nach dem wenn auch milden Winter sehr zufrieden mit dem material.



@ sigi



Danke für den Super Sanierungsbericht !!

Ich befinde mich auch in der gleichen Lage mit einem Streif-Haus Bj. 1972 was an zwei Seiten massiv angebaut wurde.
Werde Dich in den nächsten Tagen mal kontaktieren. Lebe auch im WW :-)

Hui Wäller!

Gruss Andreas