Zement Vorspritzmoertel

13.05.2009


Hallo, mein Architekt hat mir verschwiegen, dass unter dem Kalkputz ein Zement Vorspritzmoertel (Marmorit Vorspritzer) auf meine Aussenfassade aufgebracht wurde. Da bei Zement saemtliche Alarmglocken angehen wuerde ich gerne wissen, ob das ueber laengere Zeit Probleme machen kann, bzw. ob ich vor Endabnahme noch etwas kontrollieren kann.
Es handelt sich um Sichtfachwerk das mit hartgebrannten Ziegeln ausgemauert wurde. Vereinbart war Kalk Grund- und Oberputz.

Gruesse,
Stefan



Bauen ist Vertrauenssache!



Das sind die Auswirkungen von Lug und Trug.
Ihr A wird Ihnen erzählen, dass man da einen Zementvorspritz machen muss: lt. Din irgendwie und den anerkannten Regeln der Industrietechnik.

Wie die Leute es früher geschafft haben einen Putz ohne Zement an die Wand zu bekommen ist mir schleierhaft.

Die Baukunst und Baukultur geht vor die Hunde und alle glauben und glauben und glauben den Jahrzehnte langen Versprechen der Ind und deren Bütteln.

Mittlerweile sind die richtigen Handwerker, die etwas konnten ausgestorben oder am Aussterben. Ein fulminanter Grossteil der As und der Handwerker können nur noch zitieren und aus Glitzerprospekten vorlesen oder gefakte "Normen" und "Verordnungen" zitieren.

Wann wachen die auf?
Wir werden doch alle an der Nase herumgeführt - und der Zechezahler ist der Steuerzahler und der Bauherr!

Leider ist das nicht nur auf dem Bausektor so: Nahrungsmittel, Gesundheit, etc.

Keine Kompromisse zulassen: Bestellt ist bestellt!

Greifen Sie an und durch!

FK





Ganz Unrecht hat er nicht der Florian. Nur wird bei dem Angriff nicht viel Rumkommen "Verhältnismässigkeit".
Es wird wohl auf einen Nachlass hinauslaufen. Ärgerlich ists schon wenn man eine klare Ansage bzw. Absprache trifft und sich einseitig nicht daran gehalten wird.
Putzschäden durch den Aufbau sollte es jedoch keine geben.

Was sagt den der Arch. warum er hat den Zementvorspritzer aufbringen lassen bzw. dabei zugeschaut hat obwohl im LV anders ausgeschrieben bzw. Beauftragt?
Gruß Jens



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kann hier bös´nach hinten losgehen. Es kommt immer drauf an, was im LV ausgeschrieben wurde.
Wenn lediglich "Kalkputz" ausgeschrieben ist und der Verarbeiter hier ein Putzsystem eines grossen Herstellers gewählt hat, dann gehört dieser Vorspritz zum System. Dem Verarbeiter bleibt dann aus Haftungsgründen schon keine Wahl mehr. Allerdings wird auf dem Untergrund der dünne Vorspritz auch langfristig keine Probleme verursachen.
MfG
dasMaurer



Nur immer den eigenen Ball flach halten!



Ich find das keine gute Einstellung:
"Allerdings wird auf dem Untergrund der dünne Vorspritz auch langfristig keine Probleme verursachen."
Das ist doch einfältig und gut gelernt: "Das bisschen ist doch nicht schlimm!"
Wie mit der Demokratie und dem Überwachungsstaat: "Die Kontrolle oder der biometrische Pass - ist doch nicht schlimm! PKW-Kontrollen durch die Kontrollteile der LKW-Maut - ach nicht schlimm! Meinungsfreiheitverbot im Internet - - ach Lappalie! Gift im Essen, Jod im Salz, Chemtrails in der Luft, Geld weg: IST DOCH ALLES IN ORDNUNG!
Das bisschen, die Kleinigkeit, ....!

"Wenn alle Flüsse verschmutzt sind, alle Tiere vergiftet und die Natur zerstört ist, werdet ihr merken dass man Geld nicht essen kann!"

Die Politik der "kleinen Schritte" wird praktiziert - Keine grossen "REFORMEN" mehr, die überschaubar, transparent und real begreifbar sind! Und jeden kleinen Bürger mit einbinden in die Abhängigkeiten des Systems! Und dann werden wir noch entertained damit wir gar nichts mehr merken!
1984 ist Geschichte - wir haben schon 2009 - und selbst das hat sich der Georg nicht träumen lassen!

FK





Hallo Stefan,

da haben wohl mindestens zwei geschlafen. Der Handwerker wird sich auf die Regeln der Technik berufen, System des Herstellers, Gewährleistung etc. ... trotzdem => Bestellt ist bestellt. DIe Verhältnismäßigkeit spielt selbstverständlich eine Rolle, denn der Aufwand das Zeug wieder zu entfernen ist nicht ohne.

Es handelt sich um eine Sichtfachwerkwand, der Beschreibung nach ohne irgendeine Dämmmaßnahme etc. Mit Wasserdampfdiffusion ist zu rechnen. Die Diffusionsfähigkeit der verwendeten Materialien sollte nach außen zunehmen.

Wasserdampfdiffusionswiderstandszahlen:
Holzbalken => ca. 40+
Vollklinker => ca. 50+
Marmorit Vorspritzer => 21 (lt. Hersteller)

zum Vergleich: Luft => 1

Man könnte jetzt weiter rechnen, Werte in Abhängigkeit zur Materialstärke ermitteln, aber letztlich ist es wie schon Herr Schroeter sagt: Dem Bauteil wird es nicht schaden.

Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer



ruinierter Altbau



Ein altes Fach-Werkhaus vor Jahren gekauft.
Verkäufer hat dieses Haus mit Zementputz versehen.
Nun ist der Sockel weitgehend in Ordnung.
Lose Teile (wenig und kleine Flächen) abgeklopft.
Zementmörtel (Fa. Faust) nahm keine Bindung mit Untergrund auf. Doppelte Arbeit (Auftrag und anschließend wieder mit Hammer entfernt).
Aus Kosten- und Zeitgründen will ich den eigentlich noch guten Putz nicht völlig abschlagen.
Was soll ich nun machen? Welches Produkt kaufen?
Gruß Uli




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