Fachwerkgiebel-Verglasung

22.11.2005



Hallo,

wir sind derzeit in Verhandlung einen denkmalgeschützten Fachwerkhof zu erwerben. Um die Kosten der Sanierung abzuschätzen, machen wir uns natürlich im Vorfeld schon Gedanken über die Ausführung der Modernisierungs-/Sanierungsmaßnahmen.

Wir haben u.a. geplant den Fachwerkgiebel im Dachschrägenbereich zu verglasen. Wer kann mir Tips zur Ausführung (Fensterrahmen mit und ohne Flügel oder Isolierverglasung ohne Rahmen und nur an div. Stellen als Fenster ausgeführt)und event. Hersteller nennen.

Was ist zu beachten (Fachwerkverträglichkeit)?

Danke im Vorraus für alle Antworten.

Katrin



Bei Veränderungen



des Hauses würde ich zuerst Kontakt mit dem/der zuständigen Denkmalschützer/in aufnehmen, und abklären, was überhaupt genehmigt wird. In diesem Fall würde meine "Denkmaltante" sicherlich nicht zustimmen.......
Ich enthalte mich jeder Wertung dieser geplanten Maßnahme.
Viele Grüße, Matthias Weber



zu beachten?



... na ja, dass, wenn man dreckige Fenster hat, die auch sicherlich gerne putzen möchte ;-)

und wenn man die Fenster nicht öffnen kann, dann muss man jedes Jahr ein Gerüst stellen, um die zu putzen....

Ich kenne welche, die einen von der Straße aus nicht sichtbaren Teil der Scheune so verglast haben. Denkmalamt hat nicht "gemault". Ist aber in der Pfalz, dort sind die u. U. etwas lockerer. Ich fand, das sah gut aus.
Grüße Annette



Ich mache mir so meine Gedanken



und kann mir nur schwer vorstellen, wie man eine Verglasung in einem alten Fachwerk nur mit Leisten wirklich dicht bekommen will.



Isolierverglasung



Bei uns hat jemand einen kl. Hof (ehemalige Gesindehäuser) neben einem Kloster ausgebaut und die Scheune auf der strassenabgewanden Seite im Giebelbereich mit einer Isolierverglasung (angeblich selbstreinigend) mit Dehnungsfugen rund um die Verglasung, in das Fachwerkfeld eingesetzt (stumpfer Anschlag) und von innen eine Anschlagleiste angebracht. Und nur in 2-3 Feldern dann richtige Fenster mit Rahmen usw. eingebaut.

Was spricht da eigentlich rein bauphysikalisch dagegen? Könnte das Material (vermutlich irgendein witterungsbeständiges, gummiartiges Material?) der Dehnungsfugen, negative Auswirkung auf das Balkenholz haben?

Ich finde das eigentlich nicht unpassend und zu "neumodig" für so ein altes Haus, aber das ist Ansichtssache.

Katrin



Wasserablauf ..



ist ein Grund , der gegen Direktverglasung spricht .
Verglasung "fest im Blockrahmen" , zusätzlich flügel da , wo nötig , alles mit (Holz-)Wasserschenkel , Rahmen leicht zurück versetzt von FW-Aussenkante und umzu verleistet , dann klappt's auch mitm Nachbarn (der muss et nämlich angucken .. ) .
Gruss J. Kube



Ausführunge



Also, wenn ich das richtig verstehe, sind doch Rahmen mit Verglasung ggf. mit/ohne Flügel besser, als Direkt-Verglasung mit Dehnungsfugen.
Ist bestimmt teurer! Aber besser so, als wenn einem das Holz verfault.

Der Nachbar ist uns egal, zumal wir die Verglasung an der Rückseite, welche zum Feld zeigt, anbringen wollen.

Katrin



Richtig..



verstanden !
Beste Lösung wie ich finde : Blockzargenprofile festverglast =
Rahmenstärke 25mm , Rest Glas . m² ab 200 € + MwSt + Montage
m. Flügel ab € 350 , als schräges fest 380 .
Auch ohne Nachbar würd ich nicht komplett verglasen ..
Gruss j. Kube