Interesse an Verbrauchsdatenbank?

21.12.2012



Hallo,
hatte die Idee, vielleicht mal so eine kleine Umfrage zu starten bezüglich des Heizenergieverbrauch alter Häuser, einmal würde mich persönlich der Vergleich zu anderen interessieren (und mal ein Vergleich gegen neu, ob die Häuser wirklich so viel sparsamer sind); außerdem ist es vielleicht für potentielle Käufer von alten Häusern interessant, damit man in etwa einschätzen kann, was auf einem zukommt.

Ich starte einach mal mit meinen Daten:

-Region: Vorderpfalz
-Nettowohnfläche: 118m²
-Baujahr: 1900
-Haustyp: freistehend, 2 Vollgeschosse, Dachgeschoß fast
Vollgeschoß
-Wandaufbau: -EG Sandsteinwand 50cm, beidseitig
Kalkzementputz
-OG Bimssteinwand 40cm, Putz wie EG
-DG Bimssteinwand 15cm, Innendämmung 100mm/80mm
-Dach: Betonziegel, 20 cm Dämmung, Dampfbremse
-Fenster: Großteils Kunststoff-Iso-Fenster Anfang 90er
Jahre, einige wenige neuer
-Heizung: Zentralheizung mit WW, atmosphärischer
Gaskessel Bj1992, Witterungsgeführte Steuerung
normale Konvektionsheizkörper, DG abends oft
mit Holzofen beheizt

Gasverbrauch (Heizung+WW)letztes Jahr rund 17500 kW/h, also rund 150 kW/h pro m² und Jahr; finde ich eigentlich bei den Randbedingungen ganz ok? Wie sehen eure Verbräuche aus?

Gruß



Korrektur



DG Bimssteinwand 25cm (15cm wäre bissl arg dünn ;-)



Verbrauchsdatenbank Heizkosten



Das wird schwierig, sind doch ungemein viele Variablen für so eine Erhebung.

Ich wollte eigentlich keine Angaben machen, aber um den Sachverhalt zu verdeutlichen tu ichs doch:

Region: Main-Tauber
Baujahr: 1580
Nettowohnfläche: 120 qm
2 Stockwerke, Kaltdach
Wandaufbau: Staken/Lehm mit Schilfrohrdämmung
Fenster: Holz, Isolierglas 2008 neu
Heizung: Einzelöfen

Verbrauch liegt bei 12 - 15 Ster Buche/Eiche.

Gruß P.



Moin zusammen,



ein bisschen detaillierter hätt' ich's dann doch gern:

@tyr: Wieviel Holz (kWh) geht denn noch zusätzlich durch den Schornstein?

@Peter/Zukünftige: Die kWh/m² ausrechnen erleichtert den Mitlesern den Vergleich:

http://www.kaminholz-wissen.de/holz-brennwerte.php

Warmwasserbereitung spielt je nach Anzahl der Bewohner und Dämmungsgrad auch eine nicht unerhebliche Rolle....

Hat hier jemand einen Vorschlag, wie man das einigermassen realitätsnah herausrechnet (z.B. wenn keinerlei Erfassung der verbrauchten m³ H²O möglich ist?

Ansonsten finde ich die Idee sehr hilfreich für alle, um zu einigermassen realistischen Annahmen zu kommen.

Gruss, Boris



Der Holzofen ist erst seit diesem Herbst...



in Betrieb (war mein Fehler, hab das missverständlich beschrieben); Holzverbrauch kann ich leider schlecht ermitteln, da wir momentan mit Abfallholz (natürlich unbehandelt) heizen, das wir von der Renovierung übrig haben.

Der Verbrauch, den ich angegeben habe, ist der von 2011 (also noch ohne Holzofen). Warmwasser rausrechnen hab ich jetzt keine Idee, wir haben in 2011 mit 2 Personen 77m³ Wasser verbraucht (also insgesamt, da ist auch Kaltwassser dabei). In ein paar Tagen gibts dann den aktuellen Verbrauch für 2012 (ich führe eine Excel-Tabelle mit den monatlichen Verbräuchen).
Wünsche allen noch ein schönes Weihnachtsfest!
Gruß



wenn gleich die Idee gut ist....



...bin ich auch skeptisch, ob man da eine vergleichbare Statistik hinbekommt.
Der Verbrauch an Heizmitteln hängt ja gerade bei alten (Fachwerk)-Häusern maßgeblich auch vom Witterungsverlauf ab.
Dazu noch die Personenzahl.

Kleines Beispiel bei mir:

Fachwerkhaus von 1750
Nordhessen
nix gedämmt
Lehmausfachungen
160 qm Wohnfläche
Fenster doppelt verglast (2005)
Holzzentralheizung mit WW (2005) und normale Heizkörper.
zum "Wohlfühlen" gelegentlich auch mal Einzelöfen

2011, strenger Winter: 20 Rm Buche/Eiche/Esche
2012, 10 Rm
Das macht für 2012 21.000 KWh

Daraus ergibt sich für
2011 262 KWh/qm
2012 131 KWh/qm

Das entscheidende Element ist bei mir tatsächlich der Witterungsverlauf im Winter.

Grüße
Martin



Verbrauchsstatistik



Ich denke auch für eine "Statistik" wirds nicht reichen, aber sicherlich für einen interessanten Überblick und evtl. sowas wie eine "von....bis" -Einschätzung.

Gerade dein Beispiel, Martin, finde ich sehr wertvoll, weil es zeigt, dass der tatsächliche Verbrauch kaum sicher vorauszuberechnen ist - also bloss nicht auf Kante nähen.....

Unser Beispiel:

2 DHH Bj. 1948, Magerbeton/Fachwerk/Vollziegel ( ca. 261m² beheizte Wfl.) saniert mit Doppelfenstern, Vollwärmeschutz 20cm WLG 40 (Zellulose + HWP), neuer zentraler Heizg.- und Warmwassserversorgung mit Gas-Brennwerttherme, WW-Solar (15,7m²) und einem wassergeführten Kaminofen.

2011 kamen wir auf ca. 16200 KWh Gas + ca. 3200 Kwh Holz + ca. 400 Kwh Pumpenstrom, also ca. 76 Kwh/m².

Grüsse, Boris



Heizkosten



Hi,
grundsätzlich finde ich diese Idee gut.
Z.Z. kann ich aber nichts dazu beitragen; wir heizen noch mit einem Kachelofen.
Das Holz stammt aus verschiedenen Quellen und ist nicht quantifizierbar.
Das wird sich in Zukunft ändern.
Jetzt habe ich den Gasbrennwertkessel mit 500-l-Speicher eingebaut.
In dieser ersten Ausbaustufe werden in einigen Räumen Heizkörper betrieben.
Als Ziel sind eine Wandheizung in allen Räumen, zusätzlich Fußbodenheizung in den Bädern und der Küche, sowie Badheizkörper (zum Handtuchtrocknen) geplant.
Zusätzlich kommt ins Wohnzimmer ein neuer Kaminofen mit Wärmetauscher, der den Speicher vorrangig füllt.
Dann kann ich auch näheres zum Verbrauch sagen.
Aber das wird noch einige Tage dauern;-))
Bis die Tage
und einen guten Rutsch in 2013
SG
Paul



Frohes neues Jahr...



So, hab den Verbrauch für 2012 ermittelt:

ziemlich genau 1000 kW/h mehr als 2011 :-(

macht dann rund 160 kW/h/m²/Jahr, wenn man die Nettowohnfläche nimmt (oder wird hier mit der Bruttowohnfläche gerechnet?)

Gruß
Daniel