Sommerschutz Dachgeschoss

22.10.2009



Hallo Zusammen,

zunächst erstmal ein dickes Kompliment dieser hervorragenden Web-Seite. Habe in den vergangenen 2 Jahren reichlich gute Ratschläge bekommen - vielen Dank dafür.
Wir sind seit ca 2 Jahren Besitzer eines 300 Jahre alten Fachwerkhauses versuchen soweit machbar unsere Vorstellungen umzusetzen.

Nun meine Frage:

Wir beabsichtigen im kommenden Jahr unser Dachgeschoss zum Wohnraum auszubauen. Unser Vorgänger hat damit bereits vor mindestens 20 Jahren angefangen und die Dachschrägen mit 14 cm Mineralwolle ( inkl. Folie ) isoliert und mit Gipsplatten verkleidet.
Die Dämmung scheint soweit trocken zu sein - allerdings ist es im Sommer fast unerträglich heiß.

Bisher waren 2 "Berater" - 1 Architekt und 1 Naturbaustoffhändler / Handwerker - bei uns im Haus, die sich ein Bild von der Situation gemacht haben.
Folgende Optionen sind von den dreien vorgeschlagen worden:

1. Die auf der gesamten Fläche eingebauten Materialien - rausreißen. Sparren weiter aufdoppeln, Unterdach erstellen und 20cm Zellulose einblasen.

2. Alles bleibt drin - zusätzlich sollen 4 bis 6 cm Holzfaserdämmplatte auf den Gipskarton geklebt werden um einen gewissen Wärmeschutz zu gewährleisten.

Variante 1 schlägt mit ca 20 Tsd € zu Buche und ist leider nicht realisierbar.

Was meint Ihr/ was meinen Sie zu Vorschlag 2 ?

Vielen Dank im Vorraus

Viele Grüße
Ralf Wagener





Variante 1: wer hat ihnen den den Preis von 20 tsd € genannt? Sehr weit hergegriffen.

Variante 2: klingt schon wesentlich besser, jedoch die Faserplatte nicht auf die GK-Platten sondern direkt unter die vorhandene Dämmung, darauf Dampfbremse und Trockenbau. Fertig



@Sascha



Wieso weit hergegriffen? Für ein neues gedämmtes Dach incl. Entsorgung & Flaschnerarbeiten ohne Eigenleistung?

@Ralf: Die erste Variante machen wir auch - liesse sich über ein KfW-Darlehen finanzieren. Und ihr seid im Sommer das gebrate los.

Die zweite ist deutlich risikobehaftet: Dass das bis jetzt funktioniert hat, liegt wahrscheinlich daran, dass bisher keiner da gewohnt hat = kein Feuchteeintrag = Dämmung trocken.(weisst du's genau?)

Hol dir noch 2-3 Angebote von Dachdeckern/Zimmerleuten, dann hast du eine realistischere Preisvorstellung und evtl. eine noch bessere Idee.

Gruss, Boris



Sommerschutz - Dachgeschoss



Hallo Zusammen,

erstmal Danke für die ersten Einschätzungen.

@Sascha: die 20 Tsd ( 100 € pro qm² plus diverse Std-Lohnarbeiten )sind vom Handwerker nach der ersten groben Draufsicht geschätzt worden - ohne ins Detail zu gehen. Scheint einigermaßen plausibel zu sein.
Den Anteil der Eigenleistung würde ich bei genauer Kenntnis des Aufbaus einschätzen wollen. Habe ich bisher noch nicht gemacht.

Die zweite Variante - Faserplatten unter die Folie einzubringen beeinhaltet - wie es sich anhört - ebenfalls einen teilweisen Rückbau des vorhandenen Materials.

@Boris: beim KFW-Darlehen fehlen mir ( noch ) die notwendigen Kenntnisse hinsichtlich der Vergabekriterien. Stichwort: Beleihungsgrenze. Bisher haben wir alle Verädernungen aus unseren laufenden Budgets bestritten um den finanziellen Rahmen im überschaubaren Bereich zu halten.

Sollte noch eine weitere - gerne eine kostengünstigere - Variante möglich sein - immer her damit.

Viele Grüße
Ralf Wagener



@Ralf



Genauer beraten kann dich da deine Hausbank. Rechnen tut sichs eher zwischen 15 und 20 Jahren, den Komfortgewinn würde ich aber nicht unterschätzen.....gebaut ist schnell, geärgert lang....

Gruss, Boris





ich dachte jetzt die 20 tsd. € wären nur für den Trockenbau, mit einem Komplettdach passt der Preis natürlich.



Sommerschutz



Hallo,
sehen Sie bitte mal im Internet unter Gutex.de nach. Dort bei Zwischensparrendämmung (mit Thermoflex, weil es Wärme speichern können soll und flexibel ist) und Aufdachdämmung. Dampfdiffusionsbremse (von aussen in Berg- und Talverlegung, also von oben über die Sparren, seitlich an den Sparren herunter bis auf die Oberfläche der Innenschale) nicht vergessen, weil das Zeug (auch von innen aus dem Gebäude heraus) nicht feucht werden darf. Beides zusammen dürfte den gewünschten Effekt bringen: 1.) deutliche Absenkung der Temperatur (Temperatur-Amplutudendämpfung), 2.) starke zeitliche Verzögerung der (ingesamt geringeren) Aufwärmung (Temperatur-Amplitudenverzögerung um bis 15 Stunden). Die Aufdachdämmung aus optischen Gründen nicht zu dick wählen. Aufdachdämmung von Gutex soll allein bis zu 10 Wochen bewitterbar sein, ohne Schaden zu nehmen. Keine weitere Folie mehr und nun Konterlattung und Lattung (für die Dachziegel), womit das Dach (oberhalb der Aufdachdämmung) und unterhalb der Dachziegel hinterlüftet (= trocknungsfähig) bleibt. Leider habe ich damit noch keine praktisschen Erfahrungen. Ist aber angedacht.
Beste Grüße und gutes Gelingen