Wandaufbau

22.09.2005



Hallo
Hat jemand Erfahrung mit folgenden Wandaufbauten?
von aussen nach innen
1. Variante
-17cm Fachwerkwand (Kiefer und Bruchsteinen)
-ca. 20mm Lehm (angespritzt um lose Stellen von den Buchsteinen zu binden und verfestigen)
-Windpapier
-15cm Zellulose (Isofloc)
-7.5cm Lehmbauplatten mit Wandheizung

2. Variante
-17cm Fachwerkwand (Kiefer und Bruchsteinen)
-Windpapier
-15cm Korkleichtlehm
-5cm Schilfmatte

Funktioniert der Feuchtikeitsaustasch von Korkleichtlehm bei einer Mischung von 200kg/qm.
Könnt ihr uns weitere Tips geben, um den Teilschulderlass der KFW Gelder zu bekommen ohne das Haus zu schädigen.
Variante 1 ist von unserem Energieberater und die 2. von uns.
Helft uns, das ist so schwierig.
Danke
Rosina





ich glaube nicht, dass hier einer im Forum solche Wände hat ;-)... Vermutlich meldet sich deshalb keiner.

Vor allen Dingen kommt mir beides sehr "dick" vor...

Zu Variante 1: kann ich eigentlich nix sagen; Isofloc könnte feucht werden - wie das in Verbindung mit Wandheizung aussieht, weiß sicher Herr Meurer.

Zu Variante 2: Warum "zur Hölle" wollen Sie 15 cm Lehm und dann noch ne Schilfrohrmatte draufpacken? - Stampflehm mit Holzhackschitzel täten es auch, da muss nicht noch ne Matte drauf.

Mal zum Vergleich: Wir haben NUR EINE 5cm Schilfrohrmatte zum dämmen genommen. Sonst nix. Niente... Ich glaub, man kann sich auch dumm und dämlich dämmen ;-) *nicht böse gemeint!* oder arm und ärmer. Die beste Dämmvariante ist wohl (hier heiß diskutiert) der Stampfleichtlehm. Der Lehm verbindet sich mit dem restlichen Gefüge und ist diffusionsoffen. Windpapier gehört da nicht rein.

Suchen Sie mal rechts oben mit der Suchfunktion. Zum Thema Dämmung gibts taaaaaaaaaaaausend threads.

Grüße Annette



Ein Teilschulderlaß



ist wohl weder mit der 2. Variante noch mit Annette's Vorschlag zu erreichen.
Darüber hinaus kann man diese Frage nicht solo stellen. In die Berechnungen gehen alle umfassenden Bauteile und vor allem die Haustechnik ein. Ist zum Beispiel eine neue Heizung geplant und man entscheidet sich für Pellets, hat man gleich einen riesen Bonus und die Variante Annette funktioniert vielleicht doch, wenn man Sohle und Dach etwas stärker dämmt. Aber diese verschiedenen Möglichkeiten sollte ihnen der Energieberater durchrechnen. Das geht aber nicht in der 100 € Beratung. Ein bisschen mehr muß man dann schon anlegen.
Die 2. Variante beinhaltet das Risiko, dass die Dampfdiffusion nicht funktioniert und es in der Konstruktion zu einem Tauwasseranfall kommt. Ich würde mir diese Konstrujtion über ein Simulationsberechnung (z.B. Wufi) nachweisen und garantieren lassen.
Außerdem unbedingt die Detaillösungen erarbeiten lassen. Die knackpunkte sind immer die einbindenden Wände, der Übergang zum Erdreich, Fenstereinbauten und einbindende Decken.
Ein paar € soltet ihr in eine GUTE Planung investieren. Dass lohnt sich immer!





Hallo Fred,

das Problem ist wohl, dass sie die wenigsten mit sowas auskennen... Bezahlen würden einige wohl für so eine Beratung... aber woher bekommen...???

:-( ich dachte wirklich, dass der Stampfleichtlehm die beste Methode wäre. Jetzt bin ich echt überrascht! Stand zumindest in meinen Fachwerkbüchern und wurde hier auch schon öfter so diskutiert...

*hmmmm*grübel*
Grüße Annette





Hallo Annette,

klar ist Lehm eine gute Lösung, aber die Werte, die für den Teilschulderlass erforderlich sind dürften damit nicht erreicht werden. Um einen Teilschulderlass zu erwirken, muss das alte Gebäude die EnEv Werte eines Neubaus erreichen. Das nennt sich dann Niedrigenergiehaus im Bestand. Erreichbar ist das schon, auch ohne sich Baumängel vorzuprogramieren, aber das geht natürlich nicht ohne gute Planung.
Wenn ich einen guten Planer suchen würde, würde ich bei Fachwerk.de stöbern oder in der Nähe einen Baubiologen aufsuchen, der, wenn er nicht selber Planer ist, mit Sicherheit einen oder mehrere Ingenieure kennt, die sich mit der Verarbeitung von Naturbaustoffen bestens auskennen. Und dann ist man schon auf dem rechten Weg.
Ausgebildete Baubiologen findet man unter www.baubiologie.de oder www.baubiologie.net.





Hallo Fred und Anette
Wir haben einen Energieberater, der uns die 1. Variante vorgeschlagen hat. Er hat auch Tauwasserpunkte ect berechnet und wir sind bei allen Werten gut drin. Er hat allerdings keine Erfahrung mit Fachwerkbauten und Lehmbau.
Aber er ist offen für neues.
Gruss
Rosina



Dann muss er sich



noch ein paar Gedanken zum Lehmbau machen. Die erforderlichen Rechenwerte findet man im Internet beim jeweiligen Hersteller oder in der Literatur. Allerdings muss er sich in jedem Falle noch ein paar Gedanken zu den Detaillösungen s.o. machen.



Kontakt knüpfen



Wir können hier nur folgendes beifügen:
Kontakt einmal aufbauen unter folgender Rufnummer:
Herr Hendrich 0170-5467899 oder 08363-960014.
Über Ihn kann man eine sehr gute Durchgangsberechnung und die dem entsprechende Aufbauvariante sich beraten lassen.

MfG Udo