Ursprüngliche Basalt- Aussentreppe wieder einbauen

22.08.2021 AlexE


Hallo zusammen,
wir haben ein Fachwerkhaus das im Jahr 1901 gebaut wurde. In den 70iger Jahren des letzten Jahrhunderts wurde der Eingangsbereich erneuert und die alte Basalttreppe ausgetauscht. Die alte Treppe ist noch vorhanden, allerdings hat ein Stein einen nicht durchgängigen Riss, andere haben kleine Ausbrüche, alte Steine eben. Wir hatten jetzt einen Steinmetzbetrieb kontaktiert, der Mann sagte, man könne die Risse spachteln, das würde aber wieder abplatzen, das ganze Vorhaben sei Unsinn, die Treppe würde nicht mehr wirklich stabil. Wir haben schlechte Erfahrungen mit Handwerkern gemacht, die mit modernen Werkstoffen die alte Bausubstanz
schädigen. Wenn es um Holz und Innenräume geht, haben wir viel Erfahrung, aber von den Möglichkeiten der Sanierung historischer Steintreppen haben wir keine Ahnung. Kann jemand weiterhelfen? Auch gerne mit Literaturtips?
Vielen Dank, Alexandra



Stabil...



...sollten auch (ehemals freitragende?) Stufen dann werden, wenn sie einen vollflächigen Betonunterbau bekommen.

Dann ist der Riss auch dann belanglos, wenn er weiterreissen sollte.

Grüße

Thomas



Stabil



Hallo ,
danke für die schnelle Antwort. Wenn ich das überlege, müsste darunter dann ein Beton mit Kiesanteil, damit es eine Art Drainagewirkung hat und eindringendes Wasser ablaufen kann. Was geschieht denn bei Frost? Sprengt das nicht die Steine und wenn ja, von welchem Zeitrahmen sprechen wir? Wenn die Treppe noch 40 Jahre hält, ist es nicht mehr unser Problem. Wie verhält sich das mit dem Wasser bei Steinen? Im Keller geht die Feuchtigkeit rein und wieder raus. Was ist denn von Steinversiegelung zu halten? Ich würde mich freuen, wenn mir jemand sagen könnte, wo ich so etwas nachlesen kann.
Habe jetzt einen Termin mit einem Steinmetz gemacht, der als Restaurator im Denkmalschutz registriert ist.
Viele Grüße,
Alexandra



Re: Ursprüngliche Basalt- Aussentreppe wieder einbauen



Grundsätzlich, Basalt ist ein extrem dichter Stein. D. h., er nimmt sehr wenig Wasser auf. Von daher ist die Gefahr von Abplatzungen/Sprengungen durch Frost bei dem Stein eher sehr gering. Siehe die kilometerlangen, mit Basalt gepflasterte Straßen.
Den Rest deines Beitrags verstehe ich nicht ganz. Willst du die alten, zwar ausgebauten, aber noch vorhandenen Basaltstufen wieder auf eine vorhandene Treppe bauen? Oder die momentan vorhandene Treppe abreißen und mit den Basaltstufen neu aufbauen? Sind die Basaltstufen "nur" ein paar cm dicke Platten, oder sind das massive Blockstufen? Erkläre bitte mal genauer um was es geht.

"Wir haben schlechte Erfahrungen mit Handwerkern gemacht,....."
Dazu wird der genannte Steinmetz hoffentlich nicht gehören, wenn er von sich aus schon sagt, was nicht funktioniert.......



Basalttreppe



Es geht darum, dass wir siebzehn 18 cm dicke Basaltstufen auf dem Grundstück zusammengefunden haben, die offensichtlich Bestandteil der alten Außentreppe waren. Ich möchte diese Treppe gerne wieder aufbauen, weil das siebziger Jahre Betonsteinwunder erstens auch renovierungsbedürftig ist und weil wir im Sommer eigentlich immer auf der Treppe sitzen, zum Kaffee wie zum Feierabend :).

Der erste Steinmetzbetrieb, der sich das angeschaut hat, wollte bis gestern zurückrufen und hat es auch heute nicht getan, wobei mir schon signalisiert wurde, dass wir die 2000 Euro Grenze locker überschreiten. Der Mensch war nicht begeistert von der Idee, ein Liebhaber von neuen Bauteilen, der bestimmte Vorstellungen hat und am liebsten Neubauten versorgt. Alles gut, muss es auch geben, ist nur für uns einfach der falsche. Ich habe dann über den Denkmalschutz einen Betrieb gefunden, der restauriert und weiss jetzt schon mal, dass man mit Drainagebeton und Drainagemörtel arbeiten muss, auf dem die alten Stufen dann vollflächig aufliegen. Den Riss würde er mineralisch auffüllen, die vorherige Firma sprach von Epoxidharz, das mich eher nicht überzeugt. Das meine ich, wenn ich von schlechten Erfahrungen mit Handwerkern spreche. Wir haben ein ziemlich altes Haus, man muss schon in der Logik der verwendeten Baustoffe bleiben. Mein größtes Problem ist gerade, herauszufinden, wie die 17 Steine mal verbaut waren, d.h. ich muss jetzt mal schauen, ob es evtl. alte Fotos gibt, auf denen man sehen kann, wie die Treppe im Original ausgesehen hat. Der Riss im Stein beunruhigt mich eigentlich nicht wirklich. So ist jetzt der Stand :)



Moin,



gegen Epoxi spricht absolut Nichts, vollflächig aufliegen müssen die Stufen, anstatt eines teuren speziellen Drainagebetons kannst Du einfach den Beton aus Pflastersplitt ohne Sand herstellen somit hast Du ausreichend Drainwirkung, beim Expoi musst Du kein ZTV-zugelassenen Harz verwenden sondern kaufst einen Estrichreparaturharz, die Risse verdämmst Du bis auf die Oberseite mit mit Heisskleber und tränkst die Risse bis sie voll sind. Kein Hexenwerk.....

Achja und Heisskleber weil der recht einfach wieder runtergeht