Setzungsrisse

13.11.2015



Hallo!( Vorsicht, längerer Beitrag !! )
Habe vor,das Fachwerkhaus, in dem ich seit 15 Jahren wohne, meinem Ex-Mann abzukaufen ( er ist alleiniger Eigentümer ).Kurz bevor der Termin beim Notar erfolgen sollte, hat mir das Haus Setzungsrisse präsentiert.Daraufhin bestellte ich einen Gutachter einer Firma, die solche Risse mittels Kunstharzinjektionen stabilisiert. Von ihm wollte ich zunächst mal die Ursache erfahren. Mir war schon klar, dass diese Firmen natürlich immer mit einem anschließendem Auftrag rechnen, aber diese Gutachten sind zumindest einmal kostenlos. Er diagnostizierte Setzungsrisse mit Ursache im Baugrund. Mehr konnte er natürlich so auch nicht feststellen.Nachdem ich dann noch einen Bauingenieur vom Hochbauamt unserer Stadt zu Rate zog, empfahl mir dieser,die Ursache mittels Ausschlussverfahrens herauszufinden. Sprich,zuerst einmal Abklärung evtl. undichter Fallrohre und Wasserleitungen.Von der Massnahme, das Haus evtl. dann mit dieser Kunstharzversion zu stabilisiern, riet er mir vorab schon einmal ab.Mein Ex-Mann indes ist natürlich nicht begeistert, da er weiß, dass ich das Haus nur dann übernehme, wenn Ursache und Mängel vorab geklärt / behoben sind. Er redet das Problem jetzt selbstverständlich klein. Mir selbst bereitet das Ganze natürlich einiges Kopfzerbrechen.
Bevor ich nun gezielt Fragen stelle zunächst einige Info`s zum Haus: (Sorry, bin keine Fachfrau, bitte um Nachsicht )
Baujahr 1908,Fundament : gestampfter Lehm ?- Boden,darauf Sockel Backsteine Vorderseite sichtbarer Sandstein, Backsteine an den übrigen Hausseiten verputzt.Sockel ca. 120 cm. hoch.
Der Gewölbekeller liegt ca. 80 cm über der Erde.
Als mein Ex-Mann das Haus im Jahr 2000 kaufte, war dieser Keller ca. 3 Jahre vorher in eine Souterrainwohnung umgewandelt worden, wobei auf dem etwas höher gelegenen Teil des Gewölbes Estrich gegossen wurde, der weiter unten gelegene Teil lose verlegte Backsteine erhielt, worauf eine Dampfssperre und Laminat gelegt wurde ( mir war dabei nie wirklich wohl).Die Wände im unteren Teil sind innen verputzt und vermutlich schon immer mit Dispersionsfarbe gestrichen.Der höher gelegene Raum erhielt ein Ständerwerk mit Glaswolle(?) gedämmte Rigipsplatten, dann tapeziert.
Risse : gehen außen an der Hauswand in ca. 3,20 Höhe zunächst gerade, dann schräg runter auf die Auffahrt, ein Riss geht vom Holm des Souterrainfenters in den Keller innen hinein, zieht sich komplett an der Gewölbedecke durch bis ans gegenüberliegende Fenster und dort wieder nach außen zum Fensterrholm durch und an der Fassade entlang wieder hoch.
Innen im Haus gibt es im Hochparterre zunehmend mehr Risse, teilweise schräg oberhab der Türzarge auf beiden Seiten, im 1. Stock entlang einiger Zimmerinnenwände, im Treppenhaus in der Decke.Im ausgebauten Spitzdachboden zeigen sich auch jetzt feine Risse an der Decke.
Das Haus wurde nach dem Kauf von uns saniert, wobei keine Wände herausgenommen wurden.Lediglich die Elektrik und die Wasserrohre wurden erneuert, Außenwände erhielten von innen eine Dämmumg. ( Glaswolle / Rigips).
Die Auffahrt , die an der Längsseite vom Haus entlangführt wurde vermutlich 1997 neu gepflastert, dabei wurde eine Drainagefolie entlang der Hauswand verlegt, die an manchen Stellen leicht herauslugt, nicht überall und wo sichtbar, ca. 0,5,cm, was meiner Meinung nach so mit Sicherheit auch nicht wirklich fachmännisch gemacht wurde.
Das Dach wurde 2009 neu gedeckt und gedämmt und alle Dachrinnen/ Fallrohre erneuert.
An der kompletten Vorderseite vom Haus befindet sich ein ca.
30 cm. breites Blumenbeet, das teilweise mit Rosen bepflanzt ist, an einer Ecke der Hausvorderseite ein Niedrigstamm-Apfelbäumchen in ca. 50 cm Entfernung zur Hauswand.Das Haus ist ziemlich sicher auch nur auf der einen Längsseite ( die mit der Auffahrt mit einer Drainagefolie abgedichtet,sonst nirgends.
Mein Ex -Mann behauptet übrigens, dass der eine Riss an der
Auffahrtseite bereits beim Kauf des Hauses da war, der wurde beim Streichen der Fassade zugemacht. Der Riss unterhalb der Gewölbedecke sei ebenfalls als Haarriss zu sehen gewesen,( hat sich allerdings jetzt um einiges verbreitert )und ist bis dahin mind. 1-2 mal überstrichen worden,daher nicht immer sichtbar gewesen.
Vor einer Woche wurden alle Abwasserrohre bis hin zur Straße
mit einer Kamera kontrolliert.Die waren alle in Ordnung.
Soviel zu den Hintergrundinfo´s, hoffe, ich habe nichts vergessen:

Als nächstes ist geplant, die Frischwasserleitung zum Haus hin überprüfen zu lassen,das Rohr geht bei uns an der Vorderfront ins Haus in besagten unteren Gewöbekeller hinein.
Da vor ca. 6 Jahren vor unserem Haus ( etwa 6 m von unserer
Hausfvorderfront ) der Bürgersteig aufgebuddelt wurde, um Telekom Leitungen zu verlegen, könnte es sein, dass daraus irgendwelche Folgeschäden resultieren?
Hier nun (endlich! ) meine Fragen:
Was sollte nach der Überprüfung der Frischwasserrohre eurer Meinung nach als nächste Maßnahme erfolgen ? Welche Maßnahmen der Diagnostik empfehlt ihr ? Kann evtl. das bepflanzte Beet vor´m Haus ausreichen, um solche Schäden zu erzeugen ?
Welche Maßnahmen eignen sich zur Stabilisierung des Hauses, wenn wir denn nun endlich die Ursache gefunden haben?
Sorry nochmals wegen der Länge meines Beitrages, bin aber wirklich echt langsam am Verzweifeln...., lG, Claudia



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