ursache, innen, aussen, wand, waende

05.07.2006



feuchte Wände

wir sanieren unser ca. 100 Jahre altes Haus. Leider sind die Wände im Erdgeschoß (ohne Keller) teilweise feucht.
Immer wieder hören wir von elektroosmotischen Verfahren.
Nachdem wir im Internet recherchiert haben, sind uns nun Zweifel gekommen, ob dieses Verfahren wirksam ist. Auf Ihrer Internetseite finden wir auch Links zu soclehn Firmen.
Was ist denn nun zu tun. Kann man diese Geräte wirkungsvoll einsetzen oder nicht.



erstmal ursache feststellen und beheben (erfahrungsbericht)



bei mir folgende erfahrungen im eg meines frisch gekauften althauses: (auch ohne keller)

suedeckwand pitschnass, innen leichter schimmelgeruch, beginnender schwammbefall der bodendielung.
aussenbewuchs entfernt, lockere zementputzplacken abgenommen
abgefallenes regenfallrohr ersetzt. oelfarbbedeckten Innenputz ab, fugen 2 cm tief gereinigt
zwei tangentialventilatoren uebereinandergestellt, so dass ueber die ganze Wand ein steter luftstrom

nordwand war aussen mit zementmoertel verputzt und innen nachtraeglich mit Teerpappe "isoliert" und tropfnass, stark schimmliger sowie schwammgeruch (der filz unterm pvc-belag faulte)
diese sch... bis aufs Mauerwerk entfernt, fugen 2 cm ausgeraeumt und entstaubt und auf die gleiche weise belueftet

bilanz nach 6 wochen:
muffige gerueche weg
waende und fussboden trocken (zumindest aussen, eine bohrprobe mache ich irgendwann demnaechst)

da ich davon ausgehe, dass die waende innen im kern noch laenger brauchen zum trocknen, werde ich diese belueftung noch eine zeitlang weiter durchfuehren.

kostenpunkt ca. 100 euro (6 standventilatoren a 16 E) + strom

nix mit injektionen, elektroden und solch einem wunderkram. nix mit den damit verbundenen giften und bauschaeden.

im uebrigen sind elektroosmoseverfahren durchaus nicht wirkungslos. der feuchtigkeitsspiegel wird damit aber i.d.r. nur 3-4 cm abgesenkt, daher sind die meisten damit nicht so superzufrieden.

naja fuer mich muss es auf die russische art sein: einfach, billig und haltbar. daher mag ich keine experimente machen :-)

gruesse
paulchen



Ursachenforschung



Hallo,
kann Paulchen nur zustimmen, ohne die Ursache zu kennen, braucht man sich nicht den Kopf über Massnahmen zerbrechen.
Wichtig ist eben:
- dass das Dach dicht ist und die Regenrinnen incl. Rohre und Weiterführung funktionieren.
- Aussen- und Innenputz sollten atmungsaktiv sein.
- ist Schutz vor Schlagregen vorhanden?
- keine undichten Installationen in den Wänden.
Dann sollte man sehen, ob sich das Haus am Hang bzw. in einer Senke befindet, wie hoch das Grundwasser steht oder wie die wasserführenden Schichten liegen, was für ein Fundament unter den Mauern und ob der Boden ringsherum versiegelt ist.
Wenn Sie alles checken, sollte das Vorgehen recht klar sein, so dass Sie über konkrete Methoden nachdenken können.
Dazu gibt es ja hier etliches im Forum-Feuchtigkeitsbereich.
Aber wie gesagt, beobachten und sich Zeit lassen beim Beurteilen hat schon viel Geld gespart...

Alles Gute





Danke für die Antworten, wir werden es mal mit Trocknung durch Belüftung versuchen. Von aussen können bzw. wollen wir nichts machen, das Haus ist komplett mit Efeu bewachsen, wenn dass alles ab soll, dann können wir auch bald ein neues Haus bauen. Leider ist alles eine Frage des Geldes.

Danke noch mal