Uralter Gewölbekeller mit maroden Backsteinen

04.05.2019 Paddler



Hallo zusammen,

vielleicht kann hier jemand weiterhelfen, habe bisher nichts passendes gefunden. Vielleicht habe ich grundlegende Fehler im täglichen Betrieb und / oder Denkfehler in den geplanten Maßnahmen. Bin für alle Erfahrungen und Anregungen dankbar. Es geht um folgendes:

Wir haben einen kleinen Gewölbekeller, teils Bruchstein, teils mit Backstein gemauert.

- Alter ca 500 Jahre
- Kleines Fenster nach aussen Einscheibenglas
- Boden aus Jura Kalkplatten, trocken
- Backsteingemauerter Brunnen, mit Stahldeckel abgedeckt
- Grundwasser mind. 3m unter Kellerboden, selbst bei Donauhochwasser nicht deutlich höher
- Seit mindestens 80 Jahren nicht mehr renoviert
- Minimale Ausblühungen

in einigen Ecken des Kellers hat sich schon vor Langem der Putz verabschiedet, inzwischen fangen die Backsteine teilweise an sich aufzulösen. Erstaunlicherweise passiert das vorwiegend in dem Bereich des Kellers der unter dem Haus liegt, also von eventuellem Salzeintrag der Jahrhunderte von außen relativ unberührt ist und kein Wasser von oben sieht. Ich habe vor ein paar jahren mal alles was Lose war entfernt und mit Weißkalkhydrat gestrichen um ggf etwas zu verfestigen. Hab's auch etwas feucht gehalten um vorzeitiges Austrocknen zu vermeiden. Auf der Straßenzugewandten Seite sieht das auch gar nicht so schlecht aus, aber halt auch nur dort. Noch ein paar Fakten:

- Gelüftet wird vorwiegend im Winter, dann Temperaturen von ca 10 Grad im Keller

- im Sommer bleibt das Fenster weitgehend geschlossen um Feuchteeintrag und Kondensation so gering zu halten, dann Temperaturen von 15-17° C

Meine Idee / mein Plan wäre nun:

- Wände säubern (abbürsten)
- Fugen auskratzen
- mit Solubel Luftkalkmörtel SF 0-4 mm Körnung in Schichten erst mal unebenheiten zu füllen und dann mit 0-2 mm Oberputz drüber.

Farbe muss nicht sein, wid ein Nutzkeller für Wein, Getränke usw bleiben. Feinputz muss deshalb auch nicht sein. Wäre auch bereit die Prozedur alle paar Jahre zu wiederholen um die ggf vorhandene Salzbelastung zu vermindern.

Hat das eine Chance / ist das ein richtiger Weg? Gibt es Maßnahmen die den Verfall der Ziegel aufhalten können? Langsam sieht das echt unschön aus. Soll nicht Schickimicki werden sondern einfach eine erhaltende Maßnahme werden.

Vielen Dank Euch im Voraus und einen schönen Sonntag!

Florian



Je größer die Oberfläche umso schlechter...



..aber was heist das?
Je mehr verdunstet um so mehr wird nachgesaugt.
Umso mehr Salz kommt an die Oberfläche.
Meist handelt es sich um hygroskopische Feuchte oder um Tauwasser.
...was ist dagegen zu tun?
Nicht immer so einfach, aber eine Bitte - lesen Sie sich hier ein
http://www.haus-schwamm.de/aktuelles/
Wenn dann noch Fragen bitte melden.
Dann schaun mir mal weiter!