Dachbodenausbau & Isolierung - aber wie?

03.10.2006



Hallo,

wir müssen in nächster Zukunft unseren Dachboden für die Kinder ausbauen.
Die Isolierung sollte entweder mit Hanf oder mit Mineralwolle erfolgen (Sparren sollten für ca.20cm Dämmung aufgedoppelt werden), gefolgt von einer Dampfsperre, Verlattung und Rigipsplatten und dem Einbau einiger Fenster.
Das Haus ist Baujahr 75, die Sparren haben eine Breite von 17cm. Das Dach ist ein Krüppelwalmdach.
Die vorhandene Unterspannbahn ist leider nicht sehr schön verlegt worden, es klaffen zwischen den einzelnen Bahnen Lücken und hier und dort ist wegen diverser Durchführungen (Sat-Schüssel, Lichtpfannen) die Unterspannbahn einfach aufgeschnitten worden.
Nun meine Frage: was machen mit der alten Unterspannbahn? einfach so die Isolierung davor (der Vorbesitzer hat auch einfach Glaswolledäämung eingebracht) und dann den Rest? Oder muss die Unterspannbahn komplett neu?

Aus Geldgründen ist es uns im Moment leider nicht möglich das Dach neu decken zu lassen um den Aufbau komplett neu zu machen...


MfG



...



Um sich mal ein Bild davon zu machen, habe ich ein Foto online gestellt:
http://home.arcor.de/geizsucher/300906059.jpg



Die Folie



kann man an Hand des Fotos natürlich nicht beurteilen. handelt es sich um keine Diffusionsoffene Folie muss eine Unterlüftung von 4 cm konstruiert werden. Hierfür gibt es aber durchaus Möglichkeiten. An Raumhöhe gehen die 4 cm dann natürlich zusätzlich verloren.

Beim Dachgeschossausbau muss sowieso eine Genehmigung eingeholt werden. Zumindest ist das bei uns in NRW so. Zu diesem Prozedere gehört dann auch eine Statik und ein Nachweis nach der EnEV. Der ausgewählte Planer sollte in der Lage sein derartige Konstruktionen zu planen.

Dieser Punkt wurde aber schon einige male hier diskutiert. Einfach mal ein bisschen die Fachwerk-Such-Funktion nutzen.



...



Danke für die Antwort.
Laut Bauamtsleiter braucht es für den Ausbau keine Genehmigung.

Stellt die Lückenhafte Verlegung der vorhandenen Unterspannbahn ein Problem dar? Falls ja welches?
Ich habe zwar schon diverse Beiträge gelesen, aber bin irgendwie immer noch nicht schlauer ;-)

Mit welchem Dämmmaterial erreicht man im Sommer den vernünftigsten Wärmeschutz?

Wenn ich das nötige Kleingeld hätte, würde ich das natürlich alles vom Profi machen lassen. So jedoch bleibt mir leider nur die kostengünstige Variante mir Ratschläge zu holen und das Ganze selber zu machen. Das sollte natürlich nicht auf Kosten des Hauses, bzw. der Substanz gehen und vor allem nicht auf Kosten der Gesundheit der Kinder.


MfG



Lückenhafte Unterspannbahn



Die Unterspannbahn kann natürlich das Problem machen, das evtl eindringendes Wasser oder auch kondensat durch und an den Lücken in die eingebaute Dämmung läuft oder tropft.

Ich füge noch einmal eine Skizze an, wie ein solcher Aufbau sinnvoller Weise aussehen kann. Führt man die Konstruktion so aus, kann man die Folie bei richtiger Ausführung im Detail sogar teilweise herausschneiden.

Die besten Werte für den sommerlichen Wärmeschutz bringen Holzweichfaserplatten. Ich arbeite aus Kostengründen aber häufig mit Zellulose, zumal Holzweichfaserplatten zwischen Sparren nur schwer einzubauen sind.



Zellulose



>>Ich arbeite aus Kostengründen aber häufig mit Zellulose,
>>zumal Holzweichfaserplatten zwischen Sparren nur schwer
>>einzubauen sind.

Was meinen sie mit "häufig mit Zellulose"? Wird dabei nur das Dämmmaterial eingebracht, ohne eine Unterspannbahn oder Holzweichfaserplatte?

Könnte man anstatt der Holzweichfaserplatten auch die Unterspannbahn zwischen den Sparren anbringen?
Muss das Ganze winddicht sein um eine vernünftige Isolierung zu gewährleisten?


MfG



Die Zellulose



ersetzt die Holzweichfaserplatte. Der Aufbau ist dann wie oben in der Skizze dargestellt.
Eine diffusionsoffene Unterspannbahn anstelle der vergüteten Holzweichfaserplatte ist möglich, aber aus meiner Sicht schwieriger auszuführen.
Außen Winddichte, innen Luftdichte sind unbedingt erforderlich.