Dach Dämmen o. Unterspannbahn

09.10.2010



Hallo zusammen,

die Frage ist bestimmt schon 1000 mal gestellt worden und ich habe auch schon viel gelsesen, aber effektiv gehen die Meinung leider ja doch auseinander - und für den speziellen Fall habe ich noch nichts gefunden - bzw keine Lösung wie es den m Ende wirklich gemacht wurde und wie es sich bewährt hat.

Also, Haus Baujahr 1950, Dach lt Baugutachter i.O wobei keine genaue Betrachtung möglich ist wg einer vorhandene Dämmung marke Eigenbau mit Styropor Platten.

Unterspannbahn nicht vorhanden, 12er Sparrentiefe.

Nach viel lesen wäre jetzt meine Überlegung

Zwischensparrendämmung mit Hanf wg Feuchtigkeitsaufnahme (Dicke noch zu entscheiden, ggf mit Auflattung erhöhen um genügend Luft lassen zu können),
Dann Klimamembran,
dann Querlattung,
darauf 6er Mineralwolle als Innendämmung, dann Innenverkleidung...

Ist das so machbar oder ist das völlig unsinnig?

Vielen Dank,
mfG,
T. Rottig



und



warum willst Du mit 2 verschiedenen Dämmmaterialien arbeiten. Dann mach es doch gleich "gut" und tausch die Miwo gegen Hand aus, dann ist es wohl sinnvoller. Die Querlattung ist i.o.darauf die Klimamenbran, nochmal ein Installationsebene (ist immer gut) von 3 cm (Traglatten) und dann die Innenbekleidung.



Moin Thomas,



mach doch erstmal den Styro an ein paar Stellen weg und guck was du hast.....wie willst du sonst eine langfristig sinnvolle Entscheidung treffen?

Dachbodenausbau jetzt oder später geplant?

Wenn nicht, wieso dämmst du nicht einfach die oberste Geschossdecke?

Wie lang machens deine Dachplatten noch? Ziegel bzw. Betondachsteine?

Gruss, Boris



Hier



kann Dämmung nur funktionieren, wenn der Verstrich der alten Pfannen in Ordnung ist. Also erstmal den alten Krempel raus und nachschauen.
Und zu deinem geplanten Aufbau, deine Vermutung "völlig unsinnig" trifft´s schon ziemlich gut ;-)).
MfG
dasMaurer



Dämmen ohne Unterspannbahn



Es hat sich in den letzten Jahren herausgestellt, dass es Problematisch ist einen Wandaufbau gegen Diffusion zu verschließen, durch Folien oder andere Kunststoffe.
Tatsächlich dringt im Laufe der Zeit durch viele Unvorhergesehene Ereignisse doch Feuchtigkeit in den Baukörper ein, der dann leider auf der falschen Seite als Kondensat ausfällt.

Eine durchgehend Diffusionsoffene Bauweise ist mit hydrophilen Fasern wie Hanf oder Holz möglich, wobei die Feuchtigkeit andocken kann und die Fasern quellen. Die Diffusionswärmewiderstände Innen und Außen müssen in die Planung berücksichtigt werden.

Im Gegensatz zu den hydrophoben Dämmstoffen wie Styropor, Glasfaser, hier entsteht ein Wasserfilm an den Grenzflächen, der zu Wassertropfen führen kann; Feuchteschäden.

Es gibt gute Konstruktionsaufbauten verschiedener Hersteller für Diffusionsoffene Bauweise. Bilder sagen mehr als Worte.

Zum Beispiel www.hanffaser.de www.gutex.de und die vielen anderen Hersteller

Gruss P. Grolms



warum 2 Materialien?



außerdem brauchst Du bei Hanf keine Hinterlüftung aber diffusionsoffene Materialien auf beiden Seiten.
Dito sit bei Renovierungen die Energieeinsparverordnung einzuhalten. Das erreichst Du mit 12 cm Dämmstärke nicht.
Also in jedem Fall aufdoppeln, bzw seitlich auf gewünschte Stärke (z.B. 200 mm) auffüttern



Hanf



wäre im Augenblick ja das Produkt meiner Wahl.

Die zusätzliche Innendämmung war nur wg der Sparrentiefe, ich bin mir nicht so sicher ob man einfach 80mm aufdoppeln kann, das kommt mir doch recht viel vor, daher hätte ich das auf 2 Vorgänge verteilt.
Wenn das geht und man wie Gunther schreibt keine Hinterlüftung braucht (d.h. dass ich die Wolle bis direkt an die Ziegel stopfen kann, oder), dann wäre das ja eine theoretisch gute Lösung.

Die Lösungen mit Holzplatten eine Art Unterdach zu Bauen behagt mir nicht so weil ich mich frage wo dann ggf überschüssiges Wasser hinläuft wenn keine Ablaufmöglichkeit existiert (sollte ja nur bei einem Dachschaden der Fall sein, aber der würde sich dann gleich auf die Mauern auswirken...).

Ich werde aber bestimmt nicht umhin kommen wie auch vorgeschlagen erstmal die alte Dämmung zu entfernen um auch den Dachzustand zu prüfen.

Eine weitere Frage wäre noch ob eine fehlende Vermörtelung der Dachziegel mit Hanf problematisch ist oder eher nicht?

Ich kann ja nur zT durch die vorhande Iso schauen, aber zumind. im unteren Bereich des Daches kann ich zwischen den Ziegeln durch auf die Straße schauen...

Und Dachbodennutzung ist geplant, bzw besteht eigentlich schon in Form eines semiisolierten Zimmers welches in das Dach einfach eingebaut wurde vom Vorbesitzer.

Danke für die Hilfe,
Gruß,
Thomas



Unterspannbahn solltest Du schon noch einbauen



Damit das aber bei evtl. Dachundichtigkeiten nicht in die Sparren läuft, einfach eine Dachlatte zwischen die Sparren schrauben. Dann erhälst Du eine art Wanne. Das Wasser sollte dann aber auch in die Dachrinne und nicht in die Mauer fliessen.
Im Zweifel Dachdecker vor Ort fragen. Der sollte das notfalls entsprechend abänder können.