Altbausanierung

07.01.2005



hi,
ich möchte meinen Dachboden zur Wohnung ausbauen.
ich weiss aber jetzt nicht wie ich beim dämmen des daches vorgehen soll.
es ist keine Unterspannbahn vorhanden!!der Dachaufbau sieht wie folgt aus.
1.ziegel
2.lattung
3.sparren
man kann von innen die Ziegel sehen!mit welchem Material dämme ich am besten?und muss ich nachträglich zwischen den Sparren ein unteerspannbahn "einbauen" oder gibts noch was andres?!
bin um jeden ratschlag danke!!
mfg julian



z.B.



(wenn die Ziegel nicht abgenommen werden sollen?) links und rechts am Sparren eine Leiste anbringen, dann latexvergütete Holzweichfaserplatte einbauen, Sparren bis auf das gewünschte (bzw. geforderte) Dämmmaß aufdicken, anschließend Dampfbremse (z.B. ProClima) einbauen und nach Vorschrift verkleben, Konterlattung aufbringen, Zellulose-Ausbläser die Sparrenfelder Ausblasen lassen, anschließend gewünschte Innenbeplankung anbringen.
Natürlich gibt es hier noch etliche Details zu beachten! Aber das ist bei jedem Aufbau der Fall.

Zu erst muss so wie so noch der Planer, Statiker und der Sachverständige für Wärmeschutz tätig werden:
Bauantrag, Statik, Nachweis nach EnEV



Mühen



Lieber Julian

Ein sehr komplexes Problem das du hier ansprichst. Es wird von Baustoffhändlern aus verständlichen Interesse leider meist arg simplifiziert.

Also hol dir einen wirklich guten Berater (ohne vordergründige Eigeninteressen), stöbere hier im Fachwerkarchiv in den vielen Beiträgen hierzu und hol dir wirklich gründliche Informationen.
Zur Erläuterung von Fred Heims Kommentar hier rechts noch eine Skizze eines möglichen Aufbaues (ohne Aufdoppelung, Bewegungsentkoppelung und sonstiger ganz wichtiger Details)


Gruß

Lutz Parisek



danke



hi, zuerst mal danke für eure mühe!! :-)
aber auf welche details muss ich achten?oder wäre die antwort zu ausführlich um sie hier zu beschreiben?wär auch schon für stichpunkte dankbar.
gruss julian



Das mit den Details ist nicht so einfach



denn diese sind natürlich von der örtlichkeit abhängig, aber es geht um:
anschließende Bauteile wie z.B. Aussen- und Zwischenwände, Traufpunkt, Firstpunkt und vor allem auch Durchdringungen wie Schornstein, Entlüftungsrohre, Anschlüsse an Gauben und Dachflächenfenster ...



oh oh



Hallo zusammen,
ich muss gestehen, ich würde nichts unternehmen bevor nicht eine Unterspannbahn verlegt wäre.
Wo läuft denn bei euren Konstruktionen das Wasser hin,sollte es stürmisch regnen?
Wie dicht liegen denn die Pfannen? Vielleicht sogar alte Tonpfannen?
Das alles wäre mir zu gewagt.
Die Unterspannbahn ist eine Sicherheit bei all diesen Gefahren wie Undichtigkeit einer Pfanne(Bruch) oder starker stürmischer Regen,etc.

Ich rate ab.

M.Bönneken



Ooh Ooh



Herr Bönneken, die "Unterspannbahn" ist bei beiden Beispielen vorhanden. Bei mir als vergütete und damit wasserabweisende Holzweichfaserplatte, bei Lutz als "2. Entwässerungsebene.
Gewagt ist keine der Konstruktionen, sondern seit langem bewährt.



Lauter Kompromisse



Hallo Markus

Wenn du mit der Maus über das von mir eingestellte Schichtenschema fährst, dann wirst du feststellen, dass auch diese Konstruktion als Kompromiss deklariert ist.
Grundsätzlich hast du natürlich recht, dass der fachgerechte Einbau einer zweiten durchgehenden Entwässerungsebene die beste Sicherheit bringt. Dies ist jedoch mit erheblichen Aufwand verbunden.

Gruß

Lutz