Dachausbau: Frage zur Gestzeslage bezüglich einer Unterdeckbahn

04.05.2008



Hallo,
ich möchte mein Dach ausbauen, und habe von ISOVER einen Vorschlag erhalten, der ohne Unterdeckbahn auskommt, da bei mir keine drin ist.
Nach diesem Vorschlag werden Senkrecht zu den den Dachlatten (wo die Ziegeln aufliegen) einfach 2,4 cm Dachlatten angebracht, diese sollen verhindern das die Dämmwolle bis an die Ziegel gedrückt wird, sozusagen als Hinterlüftung.
Wenn ich dann mein Dach neu decke, müßten eigentlich nur die alten Ziegel runter, und neue drauf. jetzt meinte ein bekannter aber, das die Dachdecker die Auflage haben immer eine Unterdeckbahn mit einzubauen...stimmt das???
Das bedeutet einen erheblichen Mehraufwand, da ja auch alle Dachlatten etc. erneuert werden müßten. Von den Kosten einer solchen Aktion rede ich erst gar nicht...
Also wie sieht die gesetzeslage aus, muß ein Dachdecker eine Unterdeckbahn anbringen, auch wenn der Kunde das nicht will ???

Danke und Gruß aus Köln
Eric



Bei einer



Neueindeckung werden in der Regel die Latten ohnehin erneuert, allein weil die Abstände nicht mehr passen. Insofern ist die Unterspannbahn kein wirklicher Mehrkostenfaktor. Die angesprochenen Lösungen sind als "Notlösungen" bei bestehenden Dächern zu bewerten.
MfG
dasMaurer



Unterspannbahn



Hallo !

Geht´s bei der Unterspannbahn nicht eher um die Ausführung nach dem Stand der Technik, also um Gewährleistungsfragen ? Es verbietet ja auch keiner Fenster mit Schaum und Silikon einzubauen, wenn man es vorher vertraglich vereinbart.
Eine zweite Wasserabführenden Schicht zwischen Dachpfannen und Dämmung hat natürlich den Vorteil, das die Dämmung nicht absäuft, sollte mal eine Pfanne gebrochen sein oder beim Sturm fliegen gehen.

Karsten.



Unterspannbahn macht Sinn



Nicht nur bei Ziegelbruch macht eine Unterspannbahn Sinn. In alten Dächern kann man noch den Mörtelverstrich an der Dachinnenseite sehen. Damit wurde erreicht, dass bei starkem Wind kein Regenwasser unter die Ziegel gedrückt werden kann. Auch heute sind nicht alle Dachziegel so winddicht verlegt dass bei Regen kein Wasser durch die Fugen grdrückt werden kann. Eindringendes Wasser zerstört die Dämmung und schädigt die Holzkonstruktion.
mit winddichte Grüßen

Lothar Hunziger



Es gilt allerdings...



zu bedenknem, so meinte ein Kollege, das die Dachlatten bei mir (5*5 cm durch Sparrenabstand von ~1m) jetzt schon 60 Jahre alt sind und sich in dieses "alte" Holz kein Wurm oder ähnliches mehr einnistet, auch werden sie sich nicht mehr verziehen, wie dies vielleicht bei neuen, nicht vernünftig abgetrockneten Latten der Fall sein wird.
Der Dachdecker meinte am Telefon, wenn ich ihm eine "Haftungs-Auschluß-Klausel" unterschreibe, währe prinzipiell alles möglich, was der Kunde will.
Morgen kommt er zur Besichtigung..mal hören was er sagt..
Werde euch dann berichten.
Eric



Es kommt noch ein punkt hinzu:



Bei fehlender Unterspannbahn fehlt auch die Winddichtung. Dass bedeutet, dass der Wind in die Dämmung eindringen kann und somit die Dämmung nicht so wirkungsvoll sein kann wie mit Winddichtung. Ich gehe außerdem davon aus, dass die Dachziegel unterlüftet werden. Ansonsten kann Kondensat in die Dämmung tropfen. Das ist aber wieder abhängig von der verwendeten Dampfbremse.



der Dachdecker



war jetzt da, und meinte wie bereits geschrieben, das wenn er es so machen würde, also nur die Pfannen erneuern, dann würde er keine Garantie etc. übernehmen.
Es gibt sicherlich den ein oder anderen Posten, wo man evt. sparen könnte, aber im groben und ganzen liegt die ganze Sache bei ca. 15000 Euro. Das ist ein stolzer Preis für 96m² Dach. Allerdings ist ein Vollwärmeschutz etc. mit dabei.
Werde wohl nicht drumherum kommen. Wie siehts denn mit Förderungen aus, das Haus ist Denbkmalgeschützt.
Die KFW Mittel kann ich vergessen, da bei deren Anforderungen gleichzeitig auch noch andere Sachen wie Heizung oder so gemacht werden muß...dafür ist dann allerdings wirklich kein Geld da ;-)
Weiß jemand wo man sich erkundigen kann ???
Gruß aus Köln
Eric



Denkmalschutz



Hallo Eric,
Wenn Ihr Haus unter Denkmalschutz steht,
würde ich dringend die untere Denkmalschutzbehörde mit einbeziehen und alles mit denen abstimmen.
In Hessen zb. braucht man für so eine Baumaßnahme eine denkmalschutzrechtliche Genehmigung.
Wenn alles abgestimmt wird, können Sie eine erhöhte Abschreibung geltend machen.

Was für eine Dacheindeckung soll es denn werden?

Eine Alternative zur Unterspannbahn wäre eine Weichfaserplatte,die zwischen die Sparren angebracht wird.

VieleGrüße



Jetzt würde mich doch mal dringend



interessieren: Wird das Dach doch sofort neu gedeckt? Dann kommt die von Robert Göbel vorgeschlagene Weichfaserplatte auf die Sparren und ist damit viel preiswerter einzubauen.
Ansprechpartner ist das Denkmalamt der Stadt Köln. Wo steht das Haus? Ein Denkmalgeschütztes Finnlandhaus in Köln? Stell doch mal ein Foto ein!



Also...



mit der Denkmalbehöärde hab ich schon gesprochen, alleine schon, weil das Dach durch die neue "Unterkonstruktion" etwas höher liegt, als das alte bzw. das vom Nachbarn. Aber da man das heute nun mal so macht, ist das laut Denkmalamt in Ordnung. Sofort wird das dach bei den Preisen wohl nicht gedeckt, da muß ich noch was sparen, aber es ist ja wohl auch ziemlich sinnfrei, die zur zeit zugänglichen Stellen (Dachboden) mit den Faserplatten zu dämmen und den Rest (1.OG) dann mit Folie etc wenn der Rest vom Dach erneuert wird. Der dAchdecker meint eben das wäre nix halbes und nix ganzes und noch nichtmal ansatzweise sinnvoll...das Problem ist eben das Geld...und denn Dachboden würde ich als zusätzlichen Stauraum oder so gut gebrauchen können...na mal sehen...hier schon mal ein Bild
Gruß aus Köln
Eric