Unterkonstruktion Holzverschalung


Unterkonstruktion Holzverschalung

Hallo. Bei unserem Fachwerkhaus plane ich die gesamte Wetterseite mit Lärchenholz zu verschalen. Eine Dämmung plane ich nicht, da es nur der Scheunenteil ist. Eine Genehmigung der Denkmalschutzbehörde für eine senkrechte Verschalung mit schmaler Deckleiste habe ich bereits bekommen. Zunächst will ich eine senkrechte Lattung aufbringen, darauf eine waagerechte Konterlattung. Ich bin mir unsicher, welchen Querschnitt die beiden Lattungen haben sollten (reicht 30x50?). Welche Schrauben würdet ihr für die senkrechte Lattung nehmen und welchen Abstand der Schrauben und der Latten? Welchen Abstand sollte die waagerechte Lattung voneinander haben und welche Schrauben brauche ich da? Danke für eure Hilfe.



Nachhaltig bauen



wenn ich so viel Geld für die Bretter in die Hand nähme, würde ich die Bestandsfassade ordentlich überarbeiten. Die Balken auf Schäden untersuchen und diese beheben, die Ausfachung an den Fehlstellen ergänzen.
Zur UK: Leisten 40x60 längs auf die Ständer mit 6x120 ( evtl 100), Schraubenabstand 60-80 cm, die waagerechte Lattung ( auch 60x40) auch mit 6x120 im 50 cm Raster, . Für die Verbretterung würde ich Edelstahlschrauben verwenden, vorbohren mit integrierter Senkung. Die Verleistung mittig in die Bodenspalten verschrauben. Insektenschutzgitter oben und unten an der Hinterlüftung nicht vergessen.



Danke...



...für die detaillierte Antwort. Dann kann es ja losgehen!



Dachüberstand



Der Beschreibung von Pope ist im Grunde nix hinzuzufügen. Vielleicht achten sie noch auf ihren Dachüberstand, der sieht nich sonderlich üppig aus. Ggf. die Konterlattung (lotrechte Lattung) schmäler wählen. Ev in dem Atemzug auch den Unterschlag am Dach erneuern da man dort später nur noch schwer dran kommt. Um die hohe Fassade etwas aufzulockern und überlange Schalbretter zu vermeiden könnten sie ein oder sogar zwei Wetterschenkel in die Fassade einbringen. Wie von pope schon gesagt unbedingt auf Edelstahlschrauben achten, vorbohren und keine Verschraubungen von Boden und Deckel. Deckel oder Leisten nur in dem freien Zwischenraum der Böden verschrauben. Es empfiehlt sich immer von der Mitte heraus zu arbeiten. So ist für die Ansicht meist ein Boden mittig bis in die Giebelspitze. Dann nach rechts und links einmessen und Böden auf Unterkonstruktion anreißen. Ggf die letzen Böden wenige mm verschieben damit sie an den Gebäudeecken sauber enden. Lieber immer zusammenschieben als die Schalung ziehen. Achten sie darauf das die Deckel mindestens 25mm Überdeckung auf den Böden haben. Wenn sie 100 % arbeiten möchten können sie die Böden auch mit Edelstahlschrauben befestigen. Ist ausreichend Deckung vorhanden können diese auch geschossen werden. Für die Deckel mindestens 5x80 verwenden, bei normaler 22mm Schalung. Dünnere Schrauben reißen auch mal aus. Die Drehung der Schalbretter ist eine Glaubensfrage. Eine alte Regel besagt: der Kern schaut den Zimmerer immer an. So werfen sich die Bretter durchgängig zum Haus. Boden und Deckel gegenläufig so das sie sich gegeneinander werfen ist auch in Ordnung. Bei der Giebelhöhe vielleicht noch auf die Wuchsrichtung der Schalung achten.
Gutes Gelingen
Matze



Wetterschenkel



die Idee mit den schrägen Querbrettern auf Höhe der Traufe und vielleicht auf Höhe des Scheunentores macht sich gut, da kann die Schalung in der Länge auch sauber gestoßen werden.



Wetterschenkel



Ggf. den Wetterschenkel mit Zinkblech mit Falz belegen, Stöße sauber verlöten und die von oben aufstehende Schalung mit 3 mm Luft zum Blech anbauen. Dann hält es ewig



Vielen Dank..



..., dass ihr ihr mich so gut beraten habt. So macht es richtig Spaß, am Objekt weiter zu arbeiten!