Fussboden Unterkonstruktion

24.06.2004



Hallo,

ich musste leider einen alten Dielenboden entfernen, da er durch den Vorbesitzer mittels Spanplatten völlig gelöchert wurde. Darunter sind Kanthölzer in einem Schlacke-
Sandgemisch im Abstand 72cm. Ich befürchte der Abstand ist zu gross für eine OSB oder Spanabdeckung. Würde auch aus Zeitgründen ungern die Schüttung entfernen (ca. 10cm). Kann mir jemand einen Tip wegen des Abstandes geben, muss ich zusätzliche Hölzer einbringen? Oder muss die alte Schüttung auf jeden Fall raus. Bin für Hinweise dankbar.


Stefan



OSB oder ...



Die dicke der einzusetzenden Platte richtet sich wie bei einem Dielenboden nach folgenden Randbedingungen:
- Balkenabstand
- weiterer Fußbodenaufbau
- Auflast
Aber man kann natürlich auch einen neuen Dielenboden z.B. aus Rauhspund aufbringen.



Fussboden Unterkonstruktion



Guten Tag Stefan Hopp,
Zu ihrer Fußbodenunterkonstruktion würde ich Ihnen vorschlagen den Aufbau wie folgt zu nehmen.
1. wenn man genug Raumhöhe zur Verfügung hat kann man 6/8er Kanthölzer Quer zu den Deckenbalken Verlegen Abstand ca. 50 bis 60 cm
2. den entstehenden Hohlraum füllen mit entweder lehmsteinen oder mit Lehm Schüttung
(wenn die Deckenkonstruktion das Gewicht standhält eventuell Statikernachfragen wegen dem Gewicht der Lehmsteine)
3. Dielen Fußboden neu verlegen
ich hoffe ich konnte innen weiterhelfen und Wünsche sehr viel Spaß beim Bauen.

Mit zimmerlichem Gruß
Andreas Vollack
aus Hann. Münden



Sparschalung



Hallo Stefan Hopp,
wenn Sie OSB-Platten aufbringen wollen,würde ich auf die vorhandene Unterkonstruktion(Balkenlage)eine 22mm Sparschalung aufbringen(ca.Zollstockbreite auseinander verlegt).Darauf dann 2x 12mm OSB kreuzweise(beide zusammen vollflächig verleimt)verlegen und mit Unterkonstruktion verschrauben.
Wenn Sie Dielung wieder verlegen sollten, würd ich minimum 35mm Dielung verwenden!

herlzliche Grüße aus dem verregneten Berlin
Zimmergesell Michael



OSB?!



Nach einigen Jahren des Umganges mit sogenannten: OSB-Produkten, haben wir mittlerweile sehr zwiespältige Erfahrungen mit diesen Produkten gemacht und auch von p0otenziellen Bauherren mit erfahren dürfen.

Wenn Sie also einen neuen Bodenbelag einbringen möchten, so kann dieser natürlich auch gleich auf den alten Holzboden aufgebracht werden. Gegenlaufend und wenn der Unterkonstruktionsaufbau dies natürlich auch mit hergibt und die Bauhöhe dies noch mit erlaubt.

Grüße aus der OL



@udo



moin ,
lass doch mal mehr zwiespältiges hören in Sachen OSB ..
Gruss Jürgen Kube



Wie soll's denn werden?



Ich glaube, es ist an der Zeit, dass Stefan Hopp uns einmal aufklärt, welche Fußbodenoberflächen er sich nach den Sanierungsarbeiten vorstellt und welche Randbedingungen (Raumnutzung, Raumhöhen, Türhöhen, gepl. Trennwände, Spannweiten, ... )vorhanden sind. Dann kann man konkretere Vorschläge machen und tappt nicht so im Dunkeln.



@ Udo Mühle



meinst Du mit zwiespältige Erfahrungen,die Schadstoffbelastung,mit Phenolharz und Isocyanate?

Gruss
Zimmergesell Michael



RE zu OSB



zum Beispiel die genannten Substanzen, aber auch durch die mittlerweile nicht mehr bis ins letzte Detail nachzuprüfende angebliche Kreislaufwirtschaft (Hackspäne werden schon seit Jahren weltweit gehandelt!!)ist eine weitaus höhere Belastung mit Formaldehyden und weiteren Schadstoffen gegeben.
Und wenn diese dann als Boden- oder Wandkonstruktionen ausgeführt werden und in den Räumen zentral geheizt wird, dann gast es eben ganz einfach aus.
Und dazu kommt noch, daß OSB.Produkte fast als dampfdicht eingestuft werden können.

Grüße zum Sonntag
von den Lehmbauern



Dampfdicht?



Eine OSB- Platte hat eine Diffusionswiderstandszahl von 250. Daraus folgt bei einer 15 mm Platte ein sd-Wert von gerade mal 3,75 m. Damit handelt es sich eindeutig um eine diffusionshemmende Schicht (0,5m1500 m an. Man muß die Kirche schon im Dorf lassen, sonst verschwimmen alle Begriffe.

Zum Formaldehyd würde mich interressieren, ob es hier tatsächlich Messwerte gibt. Nach den mir vorliegenden Zahlen liegen die Werte weit unter denen einer E1-Spanplatte.
Bezgl. der Isocyanate haben wir natürlich tatsächlich das Problem, dass es noch keine vernünftigen Beurteilungskriterien gibt. Wen's interressiert, es gibt einen ganz interessanten Forumsbeitrag (Auszug aus der Zeitschrift W+G) auf der Seite www.baubiologie.de.