Unterkonstruktion Dielenboden auf scheitrechter Kappendecke



Unterkonstruktion Dielenboden auf scheitrechter Kappendecke

Hallo liebe Altbaugemeinde,

als sonst nur stiller Leser brauche ich nun Hilfe zu Fragen die mir die Suchfunktion nicht im Detail beantworten konnte.
Im EG unseres neu gekauften Hauses aus dem Jahre 1911 mussten wir den Dielenboden und die Unterkonstruktion wegen Schädlingsbefall entfernen. Zum Vorschein kam eine scheitrechte Kappendecke mit ausbetonierten Feldern. Die Träger sind je nach Raum 13, 16 und 18 cm hoch und haben einen Abstand von ca. 95 - 120 cm, die Betonkappe ist ca. 10 - 12 cm stark.

Was mich gewundert hatte: die alte Unterkonstruktion steht fast ausschließlich auf den Betonfeldern. Ist es nicht so das die nicht belastet werden sollte und die Unterkonstruktion auf den Stahlträgern aufliegen sollte?

Wegen der nötigen Aufbauhöhe von 18 - 20 cm wollte ich mit einer Konterlattung arbeiten. Ich bin nur unschlüssig was den Abstand der Holzbalken der Unterkonstruktion angeht. Die Träger liegen ja recht weit aus einander.
da die Betonkappen meiner Meinung nach ja nicht belastet werden sollten dürfte ein Ausgleich (gebundene Schüttung oder Vergussmasse) zwischen den Trägern nicht nötig sein, oder?

Ich hoffe ihr könnt mir helfen.

Freundliche Grüße
Torsten



...und noch ein Bild aus einem anderen Raum.


...und noch ein Bild aus einem anderen Raum.

.



Ich würde



KVH passender Höhe (12 x 6 ?) auf den Trägern ablegen. Achsabstand 80cm, Dielung 27/28mm.

Grüße

Thomas



Danke...



...für deine Antwort. Da ich gut 20 cm Einbauhöhe ausgleichen muss dachte ich an eine Kreuzlattung und nicht nur eine einfache Lage mit KVH.
KVH in der nötigen Stärke wäre wesentlich teurer als eine Kreuzlattung.
Hinzu kommt das ich eine üppige Schrägstellung des Hauses von 1,5 % in Richtung der Stahlträgerlage ausgleichen muss.



Danke...



...für deine Antwort. Da ich gut 20 cm Einbauhöhe ausgleichen muss dachte ich an eine Kreuzlattung und nicht nur eine einfache Lage mit KVH.
KVH in der nötigen Stärke wäre wesentlich teurer als eine Kreuzlattung.
Hinzu kommt das ich eine üppige Schrägstellung des Hauses von 1,5 % in Richtung der Stahlträgerlage ausgleichen muss.



Jedoch...



sind 2 dünne Latten statisch kein dicker Balken. Hier gilt also (statisch) nicht: 8+8=16.

Ich weiß auch nicht, mit welchen Dimensionen Du rechnest, aber es sollte preislich egal sein, ob Du z.B. 2 Balken 6 x 8 oder einen Balken 12 x 8 einbaust.

Letztlich, einen Fußboden legt man nicht auf bessere Dachlatten. Der hat etwas zu tragen, sollte sich nicht durchbiegen und auch nicht federn. Auch wenn Du den Unterbau nicht mehr siehst - daran sparen solltest Du nicht. Der Ausgleich gelingt im übrigen zwischen Stahlträger und Balken sehr gut, das ist auch kein Argument für eine Kreuzlattung.

Bei Deinen Bedingungen wäre KVH NSi 180 (oder 160) x 60 passend, der Ausgleich erfolgt mit auf Dicke gesägten Distanzhölzern.


Grüße

Thomas



Es wird nicht einfacher...


Es wird nicht einfacher...

NAch den Vermessen des Hause macht die Schieflage einige Probleme. Das Haus hat eine stattliche Schieflage von gut 1,6 %. :(
Für die Unterkunstruktion um EG heißt das: Die Einbauhöhe beginnt bei knapp 20 cm endet bei 32 cm.
Ich würde ungern die komplette Höhe über eine einzelnen KVH-Balken + Feinnivellierung mit Unterlegplatten ausgleichen (Preis und Gewicht), sondern die nötigen ca. 120 x 80 mm einbauen und auf den Stahlträgern entsprechend unterbauen. Zur Veranschaulichung haben ich eine Skizze gemacht. Ggf. würde ich beim Einbau längs zu den Stahlträgern Vierkanthölzer als Stützen einbauen, damit die eigentliche Unterkonstruktion nicht kippt (Skizze 2).
Wäre dieser Aufbau möglich?
Das Gefälle verläuft längs der Stahlträger in Richtung der skizzierten Wand.

Zuversichtliche Grüße
Torsten



Bild 2


Bild 2

Mit Vierkant zum stabilisieren



Alternative



Oder:
80er KVH längs auf den Stahlträgern (mit Dachlatten während des Einbauens fixiert) um auf die Mindesthöhe von 200 mm zu kommen (80er Grundlattung längs auf die Träger + 120er Traglattung quer zu den Trägern ergibt an der niedrigsten Stelle die nötigen 200 mm). Höhenausgleich in richtung abfallenden Boden über zurecht zu sägende Holzstücke zwischen den beiden Balkenlagen in Verlauf zur anderen Wand (bis zu 14 cm zusätzliche Höhe nötig).