Unterfangen

17.06.2009



Hallo Forum,
wir haben ein Haus aus den 50zigern mit Anbau aus den 80zigern gekauft, dass wir jetzt total sanieren wollen. Nach dem Entkernen und Überpüfen ist zu tage getreten, dass die Kellerwände nicht tiefer reichen als der Kellerboden. Also die Wände stehen ohne Fundament auf dem (sehr festen)Lehm/Kies Grund. Eine Bodenplatte im Keller gibt es praktisch nicht (5cm Beton ohne Eisen). Unser Statiker möchte jetzt das ganze Haus raumweise auf eine neue Bodenplatte hängen. Der Lehm unter den Mauern soll aber weitgehend erhalten bleiben. Die Verbindung Wand/Bodenplatte soll über Stahleinlagen erfolgen. Technisch und logistisch sehr aufwendig. Alternativ habe ich von einem Nachbarn erfahren, dass er sein Haus Abschnittweise (Pilgerschritt) mit Beton unterfangen hat, was mir besser erscheint.
Gibt es Erfahrungen mit Abschnittsweisem unterfangen auf Lehmboden? Sind Setzungsrisse entstanden? Wie ist das Ergebnis im Keller?
Grüße Gerald



Unterfangungsarbeiten



sind immer aufwendig und langwierig. Es gibt da eindeutige Vorschriften, die beachtet werden müssen. Auf alle Fälle sollte ein mit solchen Arbeiten erfahrener Statiker eingeschaltet werden und für die Ausführung einen Handwerker mit Erfahrung bei solchen Arbeiten. Irreparable Schäden sind da schnell gemacht.
MfG
dasMaurer



Unterfangen



Ich verstehe den Sinn dieser Arbeiten nicht.
Das Haus steht bereits 60, der Anbau ca. 30 Jahre.
Warum auf einmal die funktionierende Gründung ändern?

Viele Grüße



Kellerboden



Hallo,

der Funktionsbeweis ist erbracht, dadurch daß der Bau so lange steht.
Sollte der Keller aber nachträglich tiefergelegt worden sein, vielleicht erst vor kurzem?, dann würde eine Betonauflage von 15 cm auf de vorhandenen Kellerboden wahrscheinlich genügen, um seitliches Ausweichen der Fundamente nach innen zu verhindern.
Also dürfte der ganze Wirbel heiße Luft sein.

Grüße