Unterdach wirklich notwendig?




Liebe Forumsmitglieder,

bei meinem in Tirol gelegen denkmalgeschützten Stadthaus aus dem 18. Jahrhundert stehen in diesem Frühjahr zwei wesentliche Baumaßnahmen an.

1. Erneuerung der Dachhaut
2. Dämmung oberste Geschossdecke in Massivholz à la Konrad Fischer

Nun meine Problemstellung:

Das ungedämmt bleibende Dach soll mit leicht bombierten Biberschwanzziegeln (Marke "Tondach", Modell "Steyr) gedeckt werden. Ich denke daran, die ganze Konstruktion so zu belassen, wie sie jetzt ist, d.h. kein Unterdach zu errichten. Das bringt meines Erachtens den Vorteil, dass sich nach außen der Dachaufbau nicht erhöht, die Lüftung optimal ist und auch potentielle Schäden sofort lokalisiert und behoben werden können.

Nun wird mir aber von verschiedenen Seiten DRINGEND angeraten, ein Unterdach zu errichten. Könnte ich mit einer Schalung noch halbwegs gut leben, bereitet mir die Unterspannfolie schon mehr Kopfzerbrechen. Ich möchte dieses Folienzeug an meinem Bau eigentlich nicht sehen.

Bin im Moment etwas ratlos und für jeglichen Diskussionsbeitrag dankbar.

Beste Grüße
Stefan



Dachdämmung



Was ist ein Unterdach a la Fischer?



Unterdach und Decke



Biberschwanzdeckungen sind generell anfälliger für Durchdringungen bei Schlagregen und Flugschnee als Hohl- oder Falzziegeldeckungen. Je nach Deckungsart gilt das auch für die Windanfälligkeit. Beide "Problembereiche" lassen sich durch geeignete konstruktive Maßnahmen kompensieren, wobei ein wie auch immer geartetes Unterdach wahrscheinlich die einfachste und kostengünstigste Variante darstellt; das muss nicht unbedingt eine Folie sein, wobei dies wiederum die einfachste und kostengünstigste Variante darstellt.

Die "Deckenproblematik" lässt sich wahrscheinlich auch (kostengünstiger) anders mit ähnlichen Eigenschaften oder sogar besser lösen, wobei zunächst die Details zur angedachten Lösung schon interessant wären.

MfG,
Sebastian Hausleithner





Vielen Dank für Ihren Kommentar, Sebastian.
Hätten Sie einen konkreten Vorschlag, wie ein vernünftiger Aufbau (ohne Folie) aussehen könnte?

Die Details der Deckendämmung sind noch zu planen. Ich dachte im Prinzip an eine ordentliche Verbretterung (ca. 12 cm).

Beste Grüße
Stefan



Die Frage nach einem Unterdach ...



... steht und fällt auch mit der Antwort über die Dachneigung. In Tirol geht es ja gerne auch mal recht flach zu.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de





Hallo Frank,

es handelt sich um ein relativ steiles Krüppelwalmdach.

BG, Stefan





Der Udo Mühle hier aussem Forum,hat hier mal die "Schweinsrückenschalung" vorgestellt,leider gibt s keine Bilder mehr,ganz normale Schalung ,wo die Kante oben spitz zu läuft,die Unterkante v-förmig eingeschnitten ist,so greifen Spitze und V ineinander.
Fand ich ne ziemlich gute Alternative zu Folie,Regensicher und belüftet.
Einfach mal Scheinsrückenschalung in die Suchfunktion eingeben.

Grüße Martin

Grüße Martin



Eine ähnliche Fragestellung



... gibt es zwei threads über Deinem bzgl. eines Schieferdachs... mehr als die Stichworte, die dort gefallen sind, kann ich Dir auch nicht auf den Weg geben und verweise Dich an Deinen Dachdecker vor Ort, der die Gegebenheiten und Möglichkeiten für Dein Dach mit Dir besser durchsprechen kann... aber ganz ohne feuchteresistente Behandlung wird es wohl kaum sinnvoll gehen...

Zur Decke: Ich glaube nicht, dass Dir Herr Fischer erklären können wird, warum 12cm Massivholz an dieser Stelle sinnvoll und vorteilhaft sein sollen, wobei Du bei seinen Stundensätzen dann schon einen Großteil der Decke finanziert hättest. Grundsätzlich wären andere Möglichkeiten des Aufbaus sinnvoller... das ist aber auch abhängig von Deinen Vorstellungen zur Nutzung und Optik, usw...

MfG,
Sebastian Hausleithner



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