Bausünde im Lehmbau?!! Betonplatte als Fussboden!




Wir haben im Stampflehmhaus in Ungarn (wohl dummerweise!) eine solide Betonplatte in ein Zimmer giessen lassen. Nun ist die Frage aufgekommen, ob dass nicht wohl eine sehr falsche Wahl war, weil das kapillare Wasser unterhalb der Platte dann seitwärts in die soliden Lehmwände geht und diese mit der Zeit durchfeuchtet und zerstört. Meine Frage: stimmt das wirklich so? Muss ich jetzt den Presslufthammer ansetzen und alles raushauen (man gönnt sich ja sonst nichts!)und die zweite Frage: dann wohl 16qm diffusionsoffener Fussboden. Sollen wir ihn wieder so machen wie er war:Lehm, dann 10cm Sand und ,in diesen gebettet, Balken alle 50cm, auf denen dann die Fichtendielen lagen? Oder, da der Lehmboden jetzt 40cm ausgekoffert worden ist, andere Schichten? Und dann genau was und wie dick? Über Vorschläge würde ich mich freuen. Gruss die Töpferin





Gibt es denn (schon) einen Schaden oder wirkt hier nur die reine Angst?

Tatsache ist, daß, je nach Schichtdicke und W/Z-Wert des Betons,
so einige Hundert Liter Wasser quasi 'ausgeschüttet' wurden,
die bleiben natürlich irgendwo.
Was ist denn unter dem Betonboden für ein Aufbau gewählt worden?

Viele Grüße,
Philipp Kawalek





Viel mehr würde mich interesssieren, ob denn unter den Lehmwänden gar keine Sperre eingebaut wurde.
Sie sollten nicht das Kind mit dem Bade ausschütten.

Grüße vom Niederrhein





Danke für die schnellen Antworten! Philipp fragt nach dem Aufbau unter dem Betonboden: Antwort: gar keiner,nur einfach auf den Sowieso schon vorhandenen, überall in der Gegend sowieso liegenden schweren gelben Lehmboden.Und Schäden gibts auch noch nicht. Nur möchten wir natürlich nicht alles fertig machen,und dann geht`s irgendwann los und wir müssen alles wieder rausreissen. Und Dietmar fragt, ob da eine Sperre unter der Lehmwand ist: Nein ist nicht. Die Wand ist 60cm dick. Wir wollten jetzt auf diese erste Betonschicht Dämmung und dann eine zweite Betonschicht aufbringen, dann Holzdielen.Was ist mit dem Kind und dem Bad in unserem Fall gemeint,Dietmar?



In Ungarn ist es doch strohtrocken



Ich war zwar noch nicht überall in Ungarn, aber da wo ich war hätte ich keine Angst vor aufsteigender Feuchte - es war knochentrocken!

Grüsse
stt



Sicherlich...



...sollte die 2. Betonschicht verzichtbar sein, wozu soll die dienen, wenn dann wieder Dielen kommen sollen?

Das Thema Abdichtung oder nicht wurde gerade mal wieder bis zur Erschöpfung durch das Forum gezerrt:



---Forenreferenz-----------
Fußboden ohne Keller auf Lehmboden -
Hallo...
Beim Durchlesen der bisherigen Beiträge zum Bodenaufbau auf Lehmboden im Altbau ist mir was aufgefallen: Es wird gern Beton eingebaut. Jeder Boden hat ja aber nun mal eine gewisse Feuchtigkeit. Wenn die nicht mehr nach oben entweichen kann, dürfte sie über die Wände zu Tage treten. Nasse Wände will ja aber auch keiner.
Ist mein Gedanke falsch oder wird die aufsteigende Feuchte vernachlässigt?

MfG
Maik mehr ...
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Mehr werden Sie dazu hier jetzt auch nicht in Erfahrung bringen können. Mein Rat: Abdichtung auf den Beton (bisher habe ich noch keine verallgemeinerbaren Gründe gefunden, warum die Wände davon nasser werden sollen), darauf Aufbau einer Dämmung (Holzweichfaserplatten oder Liapor mit Lagerhölzern) darauf Dielung mit oxydativ härtender Öloberfläche.

Grüße

Thomas