Umnutzung eines Fachwerkhauses

18.01.2014 Shabo



Hallo zusammen,

ich bin Architekturstudentin im Bachelor und habe eine Frage und hoffe auf interessante Antworten.
Und zwar geht es darum, dass wir ein altes Fachwerkhaus, welches früher als Werkstatt genutzt wurde, nun umnutzen sollen und daraus eine Kombi aus Wohnen und Arbeiten zu überlegen. Das Sockelgeschoss ist gemauert, das Dachegschoss aus Fachwerk, welches jedoch in nicht mehr so gutem Zustand ist. Für das DG habe ich ein Haus-im-Haus Konzept entwickelt um auf aufwändige Sanierung zu verzichten (Aufgabenstellung).
Meine Frage bezieht sich nun auf das EG.. Die Wanddicke beträgt 46cm und soweit wir das Haus untersucht haben, soll Dämmungsmäßig etwas getan werden. -> Passivhaus
Jedoch soll insgesamt auf eine komplette energetische Sanierung verzichtet werden, da dies zurzeit unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten schwer vorstellbar ist.
Was kann man da alles machen? Welche Maßnahmen sind am sinnvollsten? (Gebäude steht nicht unter Denkmalschutz)

Viele Grüße :)



Fachwerkhaus dämmen.



Hallo,

das mmit dem Passivhaus dürfte nichts werden. Man kann aber natürlich vernünftiges tun. Wenn man die Fluchten beibehalten will/muss (Abstandsflächen, konstruktives)dann kommt eine Außendämmung nicht in Frage. Auch dann nicht, wenn man die alte Optik beibehalten will. Es ist also eine Innenwand-dämmung gefragt. Als Materialien bieten sich Holzweichfaser, Silikatplatte oder Schaumglasplatten an. Letztere sind praktisch dampfdicht, ermöglichen also auch kein Austrocknen der Wand nach innen. Darauf können Sie dann noch eine Wandflächenheizung montieren, die mit sehr niedrigen Vorlauftemperaturen fahren kann.
Dazu käme die Bodendämmung, die sich weitgehend nach dem vorhandenen Aufbau richten wird.

Viel Spaß beim Bauen !



Innendämmung



Die Innendämmung dient auch vorrangig der Oberflächentemperierung und dem Schutz der Heizfläche vor Auskühlen. Also sollten ca. 5 cm nicht überschritten werden.
Dann hält sich der Flächenverlust auch in Grenzen.

Grüße