Umgebindesanierung im Erzgebirge




Hallo Leute. Hat jemand Erfahrungen mit der Sanierung von Blockstube und Umgebinde



IG Bauernhaus



Hallo zurück.!
Wende Dich vertrauensvoll an die Freunde der Interessengemeinschaft Bauernhaus e.V. (IGB). Dort findest Du kompetente Ansprechpartner, auch gute Zimmerleute und sonstige Kontakte. Die Liste der Kontaktstellen: www.igbauernhaus.de >IGB in Ihrer Nähe.
Gutes Gelingen wünscht D.Fr.





Ich sehe selbst gerade: Die IGB-Karte funktioniert nicht.



Umgebinde



Danke für die schnelle Antwort. Ich bin selber Zimmermann und soll in der nächsten Zeit ein Umgebindehaus sanieren.Die Blockstube ist nur noch an den Innenwänden vorhanden. Auch 2 Balken der Blockstube wurden entfernt. Das Umgebinde fehlt komplett. Dies soll alles ersetzt werden.Durch das fehlen der Bauteile kann mann natürlich nur mutmaßen,wie die Konstruktion einmal war.Auch gehen die Meinungen sehr auseinander. Der eine sagt es muss eine Eichenschwelle unter das Umgebinde und ich bin der Meinung das diese Variante problematich hinsichtlich der Abdichtung zur Blocbstube ist. Der Architekt möchte ein sogenanntes Opferbrett auf der Schwelle vorsehen.Dringt hier aber unbemerkt Wasser ein oder es entsteht ein Taupungt kann es ja zu unbemerkter Schädigung der Bauteile kommen. Vielleicht hat ja jemand Erfahrung damit.



Wenn



man Koch ist und es langt nur für Griesbrei, dann wird's nichts mit dem Sternemenü. Warum nehmt ihr solche Aufträge an, wenn ihr keinen Schimmer habt?



Danke Helfer



Hallo.Das ist nicht meine Meinung. Wenn jeder so rangehen würde, dann hätte mann nur einen sehr eingeschrängten Horizont,in dem was mann machen könnte. Mich Interessiert die Herausforderung etwas zu Bauen, bei dem viel wissen verloren gegangden ist.Jetzt recherchiere ich in viele Richtungen und trage dieses Wissen erst einmal zusammen.Ich selber habe schon ein wenig Erfahrung im Fachwerkbau , aber Umgebinde und Blockstube sind schon etwas spezieller.Natürlich wird das Projekt erst Durchgeführt wenn auch das letzte Deteil geklärt ist, und ich freue mich auf die Ausführung,weil nicht viele Zimmerleute die Möglichkeit bekommen so etwas schönes zu bauen.Bei dir,lieber Helfer,fehlt mir etwas die Fachliche aussage,aber der Spruch ist cool.Schreib ich mir gleich in mein Buch für coole Sprüche ein.Danke für deinen Kommentar



Na da wolle mir ma Fachsimp´ln



Um was für ein Umgebinde handelt es sich denn?



Umgebindehaus erneuern



Vielleicht kann Dir die
Stiftung Umgebindehaus ein paar hilfreiche Kontakte und Hinweise geben. Schau mal unter "Partner" - da gibt es noch ein paar Adressen.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de



Neugierige Zwischenfrage



Vulle, was ist denn das für ein interessantes Gebäude? Ersatz für Altes? Neubau? Funktion?

Danke für gestillte Neugierde und herzliche Grüße aus der Pfalz



Umgebinde



Hallo.Also Umgebinde bedeutet vom Prinzip die Vermischung von 2 Baustielen.Fachwerkbau und Blockbauweise.Im oberem Teil ist es eigentlich ein ganz normales Fachwerkhaus.Darunter befindet sich, meist an der Südseite eine Blockstube. Diese ist ein seperater Raum in Blockbauweise der sich im Fachwerkhaus befindet.Das hat den vorteil, das Holz eine sehr guten Wärmedämmeigenschaften hat,was damals ein großer vorteil war,in Zeiten von dem manvon Wärmedämmung nur getreumt hat. Der Nachteil ist das Holz in der waagerechten Richtung ganz anders arbeitet als die lotrechten Steher des Umgebindes. Die Blockstube war meist die einzig beheizte Raum im Haus.Sie hat eine eigenne Decke die mit einer dicken (10 cm)Lehm/Strohmischung bedeckt ist. Da die Blockstube ein seperater Raum ohne Statischer Lastableitung ist, muss außen ein sogenantes Umgbebinde stehen ,das die Lasten aus der oberen Etage in die Fundamente ableitet kann.Eigentlich ist es nur ein Fachwerksteher mit Kopfbändern und Obergurt. Sehr oft ist die Bockstube von außen noch mit Lehmputz verputzt.Ganz schön fachlich jetzt,aber es freut mich das es hier Leute giebt die das Interessiert und nicht nur coole Sprüche beitragen wollen. Danke auch für die den Link.Bin auch da schon mit einem Zimmerermeister in Kontakt.Um noch die Frage zu beantworten was es für ein Gebäude ist.Es ist eine Famiele die einen alten 3 Seitenhof zu ihrem Wohnhaus umbauen wollen Mfg Mike Vulturius



Sorry!



Ich h?tte gern mit Ihnen fachlich kommuniziert. Aber was sie so schreiben best?tigt die Annahme, dass sie keinen Schimmer haben womit sie es zu tun haben. Es gibt weit ?ber zehn verschiedene Bauweisen von Umgebinde-Bauten vom Altvatergebirge bis nach Franken. Wenn sie schreiben,sie stehen mit einem Zimmerermeister in Kontakt, gehe ich mal davon aus das sie keiner sind. Also nach HWO Schwarzarbeit betreiben!? Um es auf den Punkt zu bringen! Um sich mit solchen Geb?uden auseinanderzusetzen bedarf es mehr als ein caport?hnliches Pseudofachwerk mit Kniestock und Pfettendach aus Gustav Blohms Der Zimmermann!
Wissen sie was ein H?ngefachwerk ist?
Um was f?r einen Umgebindetypus handelt es sich nun?





Hallo. Eigentlich wollte ich das von einem kompetenten Kollegen erfahren und nicht noch fragen gestellt bekommen die ich nicht beantworten kann, nur um mich aus irgend einem Grund blosstellen zu wollen..Die Situation die ich beschrieben habe stellt die Umgebindebaustelle ,um die es geht, dar. Sicher gibt es noch viele Varianten, die aber im Moment nicht von Interesse sind.Ich möchte nicht ihre fachliche Kompetenz in frage stellen,soweit sie denn vorhanden ist.Die Bemerkungen die sie da ablassen sind weit unter der Gürtellinie.Auch muss ich sagen, nur weil einer gut in Geographie ist heißt das nicht, das er auch ein guter Zimmerer ist.Mir fehlt immer noch ein wenig die Fachliche aussage. Um dieses Niveau aber wieder zu verlassen würde ich mich über einen fachlichen Austausch freuen.Sollte dies nicht möglich sein werde ich nicht mehr antworten. Mfg Mike Vulturius



Sprengwerk



Habe jetzt leider nur ein Bild von einem Sprengwerk, was ich gebaut habe, vielleicht tut`s das ja auch erst mal. Mfg Zimmerermeister Mike Vulturius



Moin,



Mike, ich würde Dir da gerne weiterhelfen, aber ich muß zu meiner Schande gestehen, daß auch mir hier das entsprechende Wissen fehlt. Mit Umgebinden habe ich leider keine praktische Erfahrung.

Ich will Dich hiermit lediglich ermutigen, genau diesen Weg weiterzugehen. Es ist doch eine Mär, daß der Zimmermeister durch seine Ausbildung jede noch so altertümliche Bauweise aus dem ff beherrscht. Wer kann denn z.B. heute noch von sich behaupten, im Bau eines Kirchdachstuhls praktische Erfahrung zu haben ? Wenn dann so ein Auftrag kommt, muß man sich halt intensiv damit beschäftigen - und genau das machst Du hier.

Manchmal hat man tatsächlich den Eindruck, man fällt in die schlimme Zeit der alten Zimmermeister zurück, als die sich zum Schiften noch ins stille Kämmerlein zurückgezogen haben, nur damit sich ja keiner der Junggesellen was abgucken konnte.

Die Zeit der freimaurerischen Geheimhaltung ist doch hoffentlich vorbei.

@Helfer:

Stellen Sie doch mal ihre Kompetenz unter Beweis und tragen Sie mal was Konstruktives zur Thematik bei...würde mich schon sehr interessieren, ob Sie hier nur herumkläffen oder tatsächlich beißen können...

Günter, bist Du es ?

Gruß Andreas





Hallo. Als hab dank für deinen kommentar.Genau so sehe ich das auch und ich bin froh das es hier auch Leute gibt,die nicht nur versuchen mit ein paar coole Sprüchen oder auch anderen aussagen ihr wissen dahinter zu verstecken.Aus diesem Grund ist viel verloren gegangen und muss jetzt erst zusammengetragen werden.Es soll nähmlich unter das Umgebinde eine Eichenschwelle gelegt werden die mit einem Opferbrett abgedeckt werden soll.Ich halte aber nichts von dieser Variante da es zum einem in der gefärdungsklasse 3-4 befindet und zum anderen Schäden durch z.B.Taupungt oder Wärmebrücken nicht oder zu spät erkennt.Es ist auch nicht Üblich.Der Architekt möchte dies aber so und es gibt keine verlässliche Literatur darüber,um es zu wiederlegen.Zum anderen giebt es bei uns Bestandsgebäude die diese schwelle haben.Ob sie jetzt von einer früheren Sanierung stammen oder original sind kann keiner genau sagen.Also viele Fragen und nur wenig Antworten .unter anderem auch weil Zimmerleute ihr wissen nicht oder nur sehr dürftig weitergeben.Kein wunder wenn mann junge Leute nicht mehr für diesen schönen Beruf begeistern kann wenn sie nur noch Winkel und andere Stahlverbinder in der Praxsis verarbeten dürfen oder den Abbund von einer Abbundmaschine gemacht bekommen. Mfg Vulle



@Helfer



Klingt sehr nach Herbstlicher Kompetenz, oder auch nach Arroganz....vielleicht irre ich mich auch.

@Mike ,helfen kann ich dir bestimmt nicht,ich denke aber du solltest mehr Details aufzeigen...wie ist deine Alternative zum Architekten Vorschlag?

Grüße Martin





Hallo. Herbstliche Kompetenz kenne ich nicht.Ich habe einen Vorschlag ,möchte aber einer eventuellen anderen Meinung nicht vorgreifen, da mich ja eure Lösungen interessieren würde.Mfg Vulle



Nun ja Herr Vulturius



Um ihnen helfen zu k?nnen, sollten verschiedene Parameter ber?cksichtigt werden.
Bei Sanierungen von Umgebinden und Fachwerken sind zu allererst die baustilistischen Charakteristiken zu er?rtern.
z.B. handelt es sich um einen Langst?nderbau, um einen Langst?nder-Gescho?bau oder um einen Stockwerksbau? Handelt es sich um ein-, eineinhalb- oder zweigeschossige Umgebinde. Sind es langstrebige, kurzstrebige oder bogenf?rmige Fachwerke die, die Stube-Stuben umschlie?en. Sind es Doppelstubenumgebinde oder Einfache. Sind es H?user mit Vorlauben, Oberlauben oder Giebellauben oder sogar mit Kreuzstuben. Wie sind die Schrotholz-Eckverb?nde ausgef?hrt? Verschr?nkung mit Vorsto?, Verzinkung mit Schwalbe oder Hakenblatt? Wie ist das Fachwerk ausgef?hrt?
Als h?ngendes Fachwerk oder Stehendes. Aus welcher Baustilepoche stammt das Geb?ude. Alle diese Sachen geben zur fachgerechten Restaurierung bzw. Rekonstruierung die Grundlage.
Nur dieses wollte ich von ihnen erfahren. Wenn sie mir solche Details nicht mitteilen k?nnen, sondern nur die plumpe Grundbeschreibung eines Umgebinde, wie es ein Stadtf?hrer auch tut, dann muss ich mich wirklich wundern, dass sie den Fachwerkbau ihr "Steckenpferd" nennen.

Alles das gibt die Formen der Erbauung vor. Mit Zapfen, mit Schwalbenschwanz, gef?lzt, verkeilt, gedollt usw.!!

Mit h?fflichen Gr??en
Helfer





Hallo. Na also geht doch. Hat aber ganz schön lange gedauert.Das Gebaude ist von 1750 in Stockwersbauweise errichtet.Es handelt sich um ein Eingeschössiges Umgebinde mit einer Blockstube, welche an den Ecken als Schwalbenschwanz mit Vorstoß verzinkt wurde.Es gibt weder Laubengang noch Kreuzstube.Wie schon erwähnt ist leider der Großteil der Bausubstanz ausgebaut worden,und soll nun ersetz werden.Vorhanden sind eigentlich nur noch die beiden Innenwände der Bockstube und ein Teil der Blockstubendecke.Die Fensterauswechslungenen wurden mit Zapfen in einem Steher eingestemmt.Zu diesem Deteil hätte ich auch noch ein paar Fragen. Was hällst du von der Schwelle unterm Umgebinde. Am Umgebinde wird ein Spannriegel eingezoge. Die Kopfbänder werden mit Schwalbenschwanzblatt im Steher und Rähm Eingeblattet.Vielleicht können wir das mit dem Belegen weglassen. Mfg Vulle



Opfabrett:-)



Wie muß ich mir das vorstellen,Blockbohlen und Umgebindeständer liegen,bzw.stehen auf einer Eichenschwelle die müßte ja um die Stärke des Opferbrettes zurück springen,Opferbrett kommt vor die Schwelle,zwischen Opferbrett und Schwelle gibt es ja dann einen Spalt und zwischen den Ständern kann dann ungehindert Wasser eindringen ,hab ich mir das richtig vorgestellt?

Grüße Martin





Hallo.Nein Die Blockstube liegt normal auf einem Sockel auf.Davor soll die Eichenschwelle Liegt. Auf dieser soll das Umgebinde stehen. Zwischen den Stehern soll dieses Brett liegen, was hinten bis an die Blockstube geht, natürlich schräg das das Wasser nach vorne ablaufen kann und mit dem Lehmputz der Blockstube eingeputzt werden soll.Eigentlich würden die Steher auch bis auf den Sockel gehen der leicht abdeschräght sein sollte und nach Möglichkeit aus dem Spritzwasserbereich herraussteht. Mfg Vulle



Vulle



deinen Langmut möchte ich haben. :-)

Herzliche Grüße aus der Pfalz



Geschnallt !



Auf den ersten Blick ist das doch ne gute Idee,hinsichtlich konstruktiven Holzschutz,meine erste Gedanke war ,dann würd ich das Brett aber in den Ständern einlassen und den Hohlraum dämmen.

laienhafte Grüße Martin



Bei Stockwerkbau



besonders bei "Nichtumgebinde" sondern bei einfacher Bohlenwand mit Bohlenstuhl war der Bohlenstuhl mit Schwelle ausgeführt. Wenn, wobei ich bei ihrem Fall mal mutmaße, die Sockelsteine und die Mauerkrone auf einer Ebene liegen könnte man ne Schwelle machen. Dann würde ich diese allerdings mit der Grundbohle überfälzen und die Sockel aus der Schwelle barockal auskehlen, so das die Ständerlichten der Schwelle auf Neigung liegen-(wie beim der Fensterbohle).
Darauf kann man das Opferbrett befestigen und in die Ständersockel einnuten.
Opferbrett wurde, glaube ich, in der Gegend um Hirschberg oft ausgeführt.



Aber! Wenn...



...das Umgebinde ein eingeschossiges ist, dann ist in eurer Gegend in der Regel eine Dreiteilung des Grundrisses in Stube, Flur und Stall gegeben. Die "Stube" ist vom St?nderwerk umbunden und von au?en verputzt, wogegen der Stallteil als reine selbst stehende Schrotholzwand (nicht umbunden) ausgef?hrt ist. der Flur teilt die verschiedenen Bauteile und f?gt sich durch eine St?nders?umung mit Kopfriegel und Oberlicht ein!
Ist dem so?



Umgebinde



Hallo.Ich kam leider nicht dazu eher zu antworten .Ja die Einteilung der Räume ist dreigeteilt. Blockstube mit Umgebinde ,Flur, und Massiver Stallteil.Sockelstein und Mauerkrone werden als Natursteinmauer ausgeführt und liegen auf einer höhe.Erneuert wird der Giebelteil.Wenn mann vor dem Giebel steht war der untere Teil des Giebels und die rechte Seite im unterem teil massiv.Auf der linken Seite giebt es noch einen Schuppen der mit Schleppdach am Fachwerk anschließt. Dieser wurde warscheinlich gleich mitgebaut da es auf dieser Seite auch kein Umgebinde gibt.Wie gesagt es wird der Giebelteil des Umgebindes und der Blockstube erneuert.Auch erneuert wird die teile der Blockstubendecke der fehlt.Zu diesem zwech lase ich gerade Hloz einschneiden. Von 20x20 für des Umgebinde über 14 x28 für die Blockstube und als blockstubenschwelle auch 20x20. Alles kernfei und getrocknet.Als schwelle für außen habe ich noch trockene 20x14 Eiche liegen, die ich aufs flache lege.Da mann bei diesen Dimensionen keine Durchtrocknung hat sehe ich da einige Probleme bei der Blockwand,vor allem im Fensterbereich,Ich habe vor da eine Steher mit längeren Zapfen zu machen diesen bei einem 80 cm Fenster 2,5 cm kürzer zu machen und dann unten mit dem Fensterbrett abzudecken,da bei den größen 14x28 der Blockbohlen ein schwinden nicht zu verhindern ist.Wie wurde dieses Detail original ausgeführt.Die Idee die Fussschwelle der Blockwand über die Eichenschwelle zu falzen gefällt mir gut.Auch das Opferbrett, seitlich im Steher einzufalzen ist eine gute Idee.Mann verbindet damit zwar die beiden Einzelbauwerke aber es könnte funktionieren. Ein Problem giebt es .Das Umgebinde soll auf Abstand von 8 cm stehen.Zirka 6 cm Lehmputz soll aufgeputzt werden.Hinter dem Umgebindesteher entsteht also eine tote stelle die mann nicht gut Abdichten kann.Mfg vulle



Kurzer Einwuf



da sieht man mal, daß auch nach einem schlechten Start noch sehr viel Konstruktives rauskommen kann, wenn sich beide Parteien aufeinander zubewegen.

Ich finde das sehr angenehm und bedanke mich bei beiden Parteien, daß ich ganz nebenbei auch noch was dazulernen darf.

Das Leben kann im Grunde ganz einfach sein, wenn sich jeder nicht ganz so wichtig nimmt :-)

Gruß Andreas



Vermutlich...



...wird der Stallteil im Ursprung genauso wenig massiv gewesen sein, wie der Anbau. Da die Häuser traufständig ausgerichtet waren hing der Blockteil schon aus konstruktiven Gründen am Traufschluss. Denn es gab ja zwei getrennte Deckenlagen. Einmal die der Stube separat und einmal die der Dachbalken etwas höher. Dies war in eurer Gegend meist so ausgeführt, dass das Oberrähm umlaufend als Stuhlrahmen fungiert und direkt darunter Kopfriegel in den Ständern gezapft sind in den die Kopfbänder ein- oder überplatten, wohinter die Stubendecke liegt. Warum den Putz so stark? Ist bekannt, ob die Originalbohlen (in der Gegend, bei Referenzbauten) Aufkeilungen als Putzträger haben? Das könnte man auch an den vorhandenen Innenwänden ablesen. Nur Lehm ohne Aufkalkung? Sind die Innenwände als reine Schrotholzwände ausgeführt oder als Reiswerk eingespundet und verkeilt? Beim Fensterdetail ist erst einmal zu klären ob außenliegende Klappläden oder innenliegende Schiebeläden üblich waren.

MfG



Umgebinde



Hallo.Vielleicht können wir uns auf ein gepflegtes Du einigen.Ist doch bei Zimmerleuten eher Umgangssprache.Wenn nicht bin ich sicher werd ich es von dir erfahren.Das Umgebinde stand vorher nicht so weit außen. Es soll der Giebel mt 10x10 Kanthölzer aufgedoppelt werden und dann mit Holzweichfaser gedämmt werden.Dann kommt eine Kriecher/ Decker aus Sib. Lärche drauf.Das Umgebinde soll außen fast bündig stehen. Dadurch entsteht der große Abstand,da wir ja inne an den Bestand gebunden sind. Außen wird dann diese Lehmschwarte aufgeputzt ,natürlich mit Kalkabdeckung. Als Putzträger war an den alten Blockbohlen Aufkeilungen.Außen sollen Fensterläden angebracht werden.Die Bohlen sind als Schrotholz gearbeitet und warscheinlich verdollt.Das kann ich aber nur an einer Seite erahnen.Wie könnte ich die Verbindung der Blockbohlen außführen.Auch das Fensterdetail ist noch interessant,da ich ja auch noch den Lehm abschließen muss.Mfg vulle



Warum will der Zitronenfalter...



.. das Umgebinde soweit raus stellen, wenn´s original nicht so wahr? Das macht doch alles konstruktiv schwieriger.
was meinst du mit Verbindung der Bohlen? die Verdollung oder den Traufschluß? Bei den Fenstern könnte es problematisch werden, weil zum einem, bei außenliegenden Läden meist kein separates Fensterbrett vorhanden war und zum anderen der Putz nie so stark aufgebracht wurde. Ich würde in dem Falle einen Faszienrahmen herstellen, der auf 8cm Aufholz geht. Das Unterteil kannst du dann gleich vertieft aus einem Stück weiter auskragen und als Fensterbrett ausarbeiten. Dann kann der Laden obendrüber laufen und schließen. So kann man auf die 8cm aufputzen und bündig anschließen.
Wenn der Giebel mit 10er Holz aufgedoppelt wird, wäre dann nicht Holzflex besser als Holzweichfaser?





Ja der Meinung bin ich auch,da kein Zimmerer das Umgebinde vor den Rahmen stellen würde um dann wieder zu versuchen irgend wie die Statik herzustellen.Aber das red ich ihn schon noch aus. Mit der Dämmung meine ich natürlich Holzflex.Darauf kommt noch ne 22 mm udp Holzweichfaserplatte.Mit dem Rahmen hab ich halt das Problem das wir ziemlich hohe Bohlen haben,und ich irgendwie das Schwundmaß außgleichen muss.Aus diesem Grund wollte ich diesen Stiel in dem die Bohlen von hinten eingestemmt sind,und der 2,5 cm kürzer ist mit längeren zapfen.Unten könnte man dann mit dem Fensterbrett das Schwundmaß abdecken.Kannst du mir den Faszien rahmen mit ein paar einfachen Worten genauer erklären.mfg vulle



Fenster



Fensterrahmung vorher zusammenbauen und dann Reinschieben.

Und zwar
-ein Kant`l 14/18 auf 8/6 Aufholz Ausf?lzen.
-Fensterbrett auf 24/10
-die gef?lzt?n Kantel auf Gehrung im Kopfbereich Zusammenzapfen und Verholznageln.
-Das Fensterbrett ?ber die Lichte ausklinken und obendrauf, ab Faszienanschlu? auskehlen.
-den Faszienrahmen in das Fensterbrett auf den ersten 3cm "Durchzapfen" und verkeilen, so kann , wenn doch N??e kommt , diese vorm Putz ablaufen
-den ganzen Rahmen mit einer 4cm Barockfase versehen
- dann den Rahmen mit Luft zu den Bohlen (nat?rlich vorher Ma?nehmen) aufdollen und nur an den Seiten verkeilen
-Dann von au?en bis zur Barockfase 4 cm Putz so aufbringen, dass das Zapfenwasser noch ohne Schaden ablaufen kann.
-Das Fenster kann von innen an den Rahmen angeschlagen werden, mit Werk oder ?hnlichem ausgestopft und nach Raumseite mit einem Innenfutter versehen.



Du kannst



natürlich auch das Gestell auf 28/18 nehmen, nuten und die Blockbohle einspunden. Damit den Rahmen über Kompletttiefe innenwandbündig stehen lassen. Den Rahmen unten Einnuten und das Fensterbrett einschieben.
Den Rahmen von innen fälzen (fürs Fenster).



Umgebinde



Hallo.ich freue mich,das ich mich mit dir über solche Details unterhalten kann.Ich werde mir eine Zeichnung davon machen,um die Einzelheiten nachvollziehen zu können. Also hab Dank.



Umgebinde



Vielleicht kannst du dich oder Ihr euch auch noch mal in die Schwellensituation rein denken,da ja hinter dem Umgebindeständer eine tote stelle entsteht. Mein Vorschlag wäre, den Umgebindesteher an der Rückseite ,um das maß des Opferbrettfalzes im Lot auszufalzen.In diesen Falz könnte dann,nach dem vorletzden Putzgang eine Leiste eingebracht werden,die mit dem Kalkputz und einem Kellenschnitt eingeputzt werden kann.Diese Leiste könnte mann dann genau wie das Operbrett austauschen.Das Opferbrett könnte im Bereich der Falzung schräg als Wasserrinne gearbeitet sein,so würde der Falz und auch die Leiste mit dem Hirnholz nicht im Wasser stehen und es könnte schneller wieder austrocknen.Vielleicht gibt es dazu noch andere Ideen und Vorschläge.Habt auch dank für die andren netten Kommentare, so etwas macht ja eine Unterhaltung aus. Bis bald Mike Vulturius



Umgebinde



Hallo. Ich freu mich das man sich hier über solche Probleme unterhalten kann.Ich werde mir eine Zeichnung von dem Fensterdetail machen,um es auch nachvollziehen zu können. Also hab Dank. Vielleicht kannst du dich oder ihr euch auch noch mal in die Schwellensituation reindenken,da ja hinter dem Umgebindersteher eine tote Stelle entsteht.Mein Vorschlag wäre,den Umgebindersteher an der Rückseite um das maß des Opferbrettes im Lot einzufalzen.In diesen Falz könnte dann nach dem Putzen eine Leiste eingebracht werden, die dann mit dem Kalkputz und einem Kellenschnitt eingeputzt wird.Diese Leiste könnte dann genau wie das Opferbrett ausgewechselt werden.Auch könnte das Opferbrett im bereich der Ausfalzung schräg als Wasserrinne gearbeitet sein,so würde der Falz und auch die Leiste nicht im Wasser stehen.Vielleicht gibt es dazu noch andere Ideen oder Vorschläge.Habt auch dank für die anderen netten Kommentare.So was macht ja eine gute Unterhaltung aus. mfg Mike Vulturius




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