Bohrlöcher im Dielenboden!!!! Sind die noch zu retten????!!!!

12.03.2007



Hallo!!! Ich bin ganz neu hier und habe ganz interessiert die tollen Beiträge gelesen. Wir haben bei uns im 1. Stock den Laminatboden herausgenommen, den unsere "Vorgänger" reingemacht haben. Zum Vorschein kamen alte Dielen, die eigentlich ganz schön sind und die auch keine zu großen Spalten dazwischen haben. Nur.... unsere besch.... Vorbesitzer haben auf dem schönen alten Dielenboden scheinbar irgendwelche Latten gebohrt und den Boden als "geeigneten" Untergrund genommen, so dass jetzt einige Bohrlöcher in dem Boden sind. Schluchz...
Ich habe davon gelesen, dass man Dielenbretter rausnehmen und umdrehen kann. Aber wie macht man das? Oder kann ich die Löcher irgendwie zuspachteln, mit der berühmten Schleifstaub + Holzleimpaste, oder ist der Boden wirklich nicht mehr zu retten, auch wenn ich es nicht wahrhaben will? Ich wäre sehr, sehr dankbar um Antworten!!!!
Gruß, Andrea



Sicherlich



werden Sie den Dielenboden ja sowieso überschleifen müssen.

Von dem feinen Schleifstaub, der beim Schliff mit einer feineren Körnung anfällt (100er oder 80er Körnung) vermischen Sie etwas mit einer Grundsubstanz für Kitt (hat üblicherweise der Schleifmaschinenverleiher im Angebot).

Das ganze trocknet ein wenig zusammen, also 1-2 mm Schicht über dem Loch stehen lassen. Mit einem erneuten 100er Schliff oder dem 120er Endschliff werden dann die Überstände mit abgenommen.

Und dann besser ölen, als lackieren oder wachsen. Dazu steht viel im Forum.

Grüße

Thomas



Und Umdrehen?



Danke für die Antwort.Wir müssen auf jeden Fall den Boden abschleifen. Von daher könnte man das schon so machen mit dem zukitten. Aber kann man denn die Dielen auch umdrehen bzw, wie macht man das??? Ich habe schon öfter in dem Forum gelesen, dass man einzelne Bretter einfach umdrehen kann. Ich hann mir nur nicht vorstellen, wie man das macht, ohne die Bretter zu beschädigen....
Andrea



wozu umdrehen?



unten sind die Löcher mit Sicherheit auch. Außerdem sind die Bretter unten vermutlich uneben, die Balken bucklig...

Und beim Ausbauen geht vielleicht ein Drittel der Bretter kaputt.

Setzt Euch lieber in die Sonne, statt Euch sinnlos zu quälen.

Grüße

Thomas



Oh ja, ---



... Thomas hat Recht ! --- glaube fast, daß auf der Unterseite der alten Dielen sogar noch mehr Bohrlöcher
auftauchen würden.
Außerdem sind sehr alte Dielen stets nur einseitig gehobelt,
und daher niemals in der Dicke gleichmaßig.
Die Bezugskante für den Nut- bzw. Spundhobel war einfach die gehobelte ( sichtbare ) Dielenoberfläche.
Dielen ausbauen und zum Wiedereinbau umdrehen ist so einfach NICHT möglich .
- Sonst gehen meine Gedanken mit denen von Thomas in
die selbige Richtung.
A.M.



Bohrlöcher im Dielenboden!!!! Sind die noch zu retten????!!!!



Hallo Andrea Klawitter,

Schimpfen Sie doch nicht so über Ihre Vorbesitzer.
Seien Sie dankbar wenn Sie es besser wissen; mit der Hilfe des Forums hier.

MfG

M.Klepac



Vielen Dank!



...für die netten Antworten. Also dann lassen wir doch glatt das Umdrehen, es gibt ohnehin noch genug zu tun!
Wir werden das mit dem Zukitten probieren und den Boden dann ölen. Wo bekommen wir denn so ein Öl her? Im Parkettgeschäft oder im Baumarkt und welches ist denn besonders gut geeignet?
Grüße Andrea



Vielleicht---



---- kann Thomas W. Böhme Ihnen das notwendige Öl liefern.
-- Einfach einmal anfragen, ob man das Öl auch manuell
einarbeiten kann.
Grüße aus Nordsachsen - Andreas Milling



ja, wie..



..groß sind denn die bösen Löcher ..;-))
Es gibt auch die Möglichkeit mittels Querholzplättchen schadhafte Stellen auszubessern : mit passendem Forstnerbohrer
durch aufgespannte Schablone ein z.b. 20 mm Loch bohren , Querholzplättchen einleimen , planhobeln oder -schleifen ..
Auch als Astdübel zu haben .
Spanenden Gruß Jürgen Kube



Die besten Oberflächen



seit Beginn meiner Holzbodenbearbeiter-Karriere erziele ich mit dem Heißöl von Natural. Dazu müssten Sie sich freilich eine Thermopadmaschine von Columbus (E430) ausleihen können. So das in Ihrer Umgebung nicht klappt,nehmen Sie ein kalt verarbeitbares Bodenhartöl ohne Wachs- oder nennenswerte Harzanteile (Natural, Naturhaus etc.). Wichtig: auch diese Öle müssen mit einer Tellerschleifmaschine und weißem oder beigem Pad eingearbeitet werden. Mit etwas weiblichem Gefühl ist die Maschine gut zu dirigieren.

Die erwähnten Holzstopfen können auch kleiner sein; 8 oder 10mm Durchmesser ist auch möglich, hab ich im Baumarkt aber noch nicht gesehen, müsste also ein Tischler anfertigen.

Grüße

Thomas